Badeseen in Deutschland: Nicht am Meer und trotzdem schön

Bild Die schönsten BadeseenPack die Badehose ein… Wenn Sie hier mitsingen können, schätzen Sie vielleicht auch die Vorzüge deutscher Badeseen. Denn man muss nicht bis in den Norden der Republik reisen, um sich im kühlen Nass zu erfrischen. In jedem Bundesland gibt es mindestens einen schönen Badesee.

Bei Badeseen in Deutschland fällt die Wahl oft schwer: Soll es der kleine, naturbelassene See sein? Oder doch lieber das touristisch erschlossene Gewässer mit gepflegtem Badestrand, festen Toiletten und Verpflegungsmöglichkeiten. Ab-in-den-Urlaub Extra stellt einige von ihnen vor.

Berlin: Badewanne der Hauptstadt

Er ist der Klassiker unter den Badeseen und sogar Teil deutschen Liedguts: der Große Wannsee in Berlin. Im Sommer fährt gefühlt jeder zweite Hauptstädter an den See, die eigentlich eine Bucht der Havel ist. Platz für zumindest 50.000 Badegäste bietet das Strandbad Wannsee allemal. Dazu feiner Sandstrand auf 1200 Metern Länge, Strandkörbe und Tretboote zum Ausleihen. Der Sand am Wannsee stammt im Übrigen direkt von der Ostsee und wurde eins in Güterwaggons aus Travemüde in Richtung Berlin auf die Strecke gebracht. Gerade für Familien lohnt sich ein Besuch am berühmten Wannsee, ist doch der Einsieg seicht und das Ufer flach. Zudem gibt es allerlei Annehmlichkeiten wie Toiletten, Imbiss und ein Restaurant. Wer will, kann sich zudem Liegen und Sonnenschirme ausleihen.

Edersee: Hessens Top-Erholungsgebiet

In Hessen ist es der Edersee, der die Menschen an seine Ufer lockt. Als drittgrößter Stausee Deutschlands ist er erst im vergangenen Jahr zum Lieblingssee der Bundesbürger gewählt worden. 50 Kilometer südwestlich von Kassel gelegen ist er Teil des Natur- und Nationalparks Kellerwald-Edersee. Umgeben von bewaldeten Hügeln und Bergen wirkt der Edersee eher wie ein romantischer Flusslauf, der sich durch die Mittelgebirgslandschaft zieht. Vielversprechend ist auch die Auswahl an Badestellen in jedem Fall. Im Strandbad Waldeck finden sonnenhungrige Gäste nicht nur eine gute Infrastruktur vor, sie haben von der terrassenartig angelegten Liegewiese auch einen hervorragenden Blick auf das Treiben auf dem Wasser. Etwa auf die Badeinsel oder das Sprungbrett, das nicht nur die jungen Wasserratten zu mutigen Aktionen verleitet.

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Steinhuder Meer: Badesee mit Strand-Feeling

Die Niedersachsen könnten zwar auch an den Nordseestrand fahren, doch auch das Steinhuder Meer nordöstlich von Hannover hat seine Vorzüge. Rund 30 Quadratkilometer ist der See groß, und bietet damit für wohl jeden Geschmack ein passendes Plätzchen. Vor Steinhude liegt seit mehr als 30 Jahren eine künstliche Badeinsel, die über eine Brücke kostenfrei zu betreten ist. Bis 22 Uhr sollte man allerdings den Rückweg antreten, da der Zugang dann versperrt wird. Im Nordosten wartet die Insel jedoch mit feinstem Sandstrand auf, so dass sich Besucher wirklich wie am Meer fühlen können. Rund um den See gibt es zahlreiche Möglichkeiten zu Übernachten oder zu Campen. Wer mag, kann hier guten Gewissens einen kleinen Urlaub am Wasser verbringen.

Schluchsee: Einer der geheimnisvollsten Badeseen

Für alle Süddeutschen und besonders die im Schwarzwald, ist der zauberhafte Schluchsee eine tolle Möglichkeit zu entspannen und das Wasser zu genießen. Die Nordsee ist knappe 900 Kilometer entfernt, da fällt die Entscheidung für den kühlen Schluchsee leicht. Der ehemalige Gletschersee besticht nicht nur durch seine Lage zwischen den dunklen Wäldern, auch das Wasser selbst erscheint geheimnisvoll schwarz. Durch den dunklen Torfboden ist der See dunkel, ab zwölf Metern Tiefe können auch Taucher hier nicht mehr viel erkennen. Besonders wird der Schluchsee jedoch im Hochsommer von Badegästen frequentiert, da nicht nur seine Temperaturen angenehm kühl sind. Er verfügt auch über zahlreiche gut zugängliche Uferstellen zum Baden. Für Aktive bietet sich zudem die Möglichkeit, den See auf einer 18 Kilometer langen Route zu umwandern.