Chaos am JFK-Flughafen in New York


Der Osten der USA leidet unter einer heftigen Kältewelle, die Temperaturen fallen in den Keller. Am stark frequentierten JFK-Airport in New York mussten Passagiere zahlreiche Verspätungen und Flugausfälle hinnehmen.

Mehr als 3420 Flüge verspätet, zahlreiche Maschinen mussten auf dem halben Weg wieder umkehren. Das ist die Bilanz des Wochenendes am New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen nach extremer Kälte und einem Schneesturm am vergangenen Donnerstag.

Wintersturm und Kälte sorgen für Chaos am JFK

Tausende Passagiere saßen am Samstag am wichtigsten Airport des Großraums New York fest. Nach einem Wintersturm, der am Donnerstag über Kanada und den Osten der USA hinweggefegt war, ging am Flughafen JFK nicht mehr viel. Mehrere internationale Flugzeuge konnten den Airport nicht anfliegen, zusätzlich kam es in einem Terminal des Flughafens zu einem Wasserrohrbruch. Aus Sicherheitsgründen wurde zeitweise der Strom abgestellt. Für zahlreiche Passagiere, unter ihnen viele Kinder und alte Menschen, bedeutete dies vor allem eins: warten. Wegen der erheblichen Verspätungen kam es zu stundelangen Wartezeiten auf den Rollfeldern und bei der Gepäckausgabe. Kritik äußerten Betroffene in den sozialen Medien vor allem an der schlechten Informationspolitik oder daran, dass ihnen nicht geholfen wurde. Wer etwa auf dem Rollfeld festsaß, hatte keine Möglichkeit, eine Toilette zu nutzen und wurde auch nicht von Mitarbeitern des Flughafens mit Getränken versorgt. Die zuständige Flughafenbehörde Port Authority erklärte jedoch, zusätzliche Mitarbeiter einzusetzen, um Reisenden zu helfen.

Flughäfen in New York mit zahlreichen Flugausfällen

Andere Reisende kamen gar nicht erst am John F. Kennedy International Airport an. Verschiedene Maschinen auf Transatlantikstrecken versuchten gar nicht erst, eine Landeerlaubnis zu erhalten und kehrten etwa über Irland oder Großbritannien um. Andere Flugzeuge wurden umgeleitet und mussten etwa in Boston landen. Insgesamt sollen am Samstag ein Fünftel der Flüge gestrichen worden sein, am kleinen Airport La Guardia waren es gleich 30 Prozent. Schon am Freitag hatte es aufgrund des Schneesturms und der arktischen Kälte an der US-Ostküste insgesamt 3500 teils erhebliche Verspätungen und 4300 Flugausfälle gegeben. Auch im kanadischen Toronto kam es über das ganze Wochenende zu Verspätungen und Streichungen von Flügen.

Kältewelle hält noch einige Tage an

Die extreme Kälte in New York und anderen Orten der Ostküste soll noch bis in diese kommende Woche hinein anhalten. Behörden warnen deshalb vor allem Urlauber davor, sich zu lange im Freien abzuhalten. Bei eiskalten Winden von weniger als minus 40 Grad seien Erfrierungen von ungeschützten Hautstellen binnen weniger Minuten möglich. Zahlreiche Skigebiete, etwa in Vermont, wurden trotz bester Bedingungen vorübergehend geschlossen. Die Temperaturen seien schlicht zu eisig, die Gefahrenlage damit zu hoch, so die Verantwortlichen. Während in Teilen von Connecticut, Maine, Vermont und anderen der Schnee bis zu 30 Zentimetern hoch lag, gefror der Hudson River in New York partiell zu.

UPDATE: Am Montagmorgen ist es am Terminal 4 des New Yorker JFK-Flughafens zu einer Überschwemmung gekommen, deren Ursache noch nicht geklärt ist. Internationale Flüge in New York können zwar noch abheben, jedoch nicht mehr landen. Das Wasser stehe gut sieben Zentimeter hoch, so ein Sprecher des Flughafens.

Allen Reisenden von und nach JFK wird geraten, sich mit ihrer Airline in Kontakt zu setzen.

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