Deutsche Bahn im Sommer: Mehr Flexibilität, mehr sparen

Bild Neue Angebote für Fernreisen mit der BahnIm Sommer dieses Jahres wird bei der Deutschen Bahn einiges neu. Mit besonderen Angeboten vor allem für die jungen Kunden versucht das Unternehmen, sich auch für weitere Strecken interessant zu machen. Das müssen Bahnkunden jetzt wissen.

In diesem Jahr sollen noch mehr Fahrgäste auch die Fernzüge der Deutschen Bahn nutzen. Dazu will das Unternehmen seine Angebote zum Sommer hin flexibler gestalten. Bereits in 2016 konnte die Bahn dank verbesserter Angebote eine Rekordzahl an Passagieren verzeichnen.

Trend zu mehr Fernreisen mit der Bahn

Rund 143 Millionen Fahrten in den ICE- und IC-Zügen der Bahn werden nach Unternehmensangaben erwartet. Das wären etwa drei Prozent und damit vier Millionen Zugreisen mehr als noch im vergangenen Jahr. Schon im Zeitraum von Januar bis April waren es 45 Millionen Fahrten im Fernverkehr, was einer Steigerung von 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Um diesen Trend zu halten, will die Bahn von Mitte Juni bis Ende Juli als besonderes Schmankerl die Bahncard 25 und die Bahncard 50 mit flexiblen Laufzeiten an. Konkret heißt das, dass sich Reisende für lediglich an die Rabattkarte binden müssen und danach monatlich kündigen können. Damit folgt die Bahntochter DB Fernverkehr den Wünschen ihrer Kunden, die eine verkürzte Laufzeit der Bahncard immer wieder nachgefragt haben. Im Normalfall hat die Bahncard eine Gültigkeit von mindestens einem Jahr.

Flexible Angebote für junge Reisende

Um auch den Fernbussen und Fahrgemeinschaften noch mehr Konkurrenz zu machen, will die Deutsche Bahn im Sommer zudem besondere Tickets an junge Leute verkaufen. Für 76 Euro können Jugendliche unter 18 Jahren im Zeitraum von Juli bis September demnach bis zu vier Fahrten in allen Fernzügen der Bahn unternehmen. Für Kunden im Alter von 15 bis 26 Jahren soll das Paket 96 Euro kosten. Weiterhin sollen vom 11. Juni bis zum 9. Dezember dieses Jahres insgesamt eine Million Tickets mit Zugbindung zu je 19,99 Euro verkauft werden. Insgesamt scheint sich das bundeseigene Unternehmen etwas flexibler zeigen zu wollen. Bereits seit Dezember wird etwa der variable Flexpreis getestet, bei dem an einigen Tagen bis zu drei Prozent mehr auf oder abgeschlagen werden, um die Auslastung der Züge besser zu steuern. Die Kunden scheint das Auf und Ab der Preise jedenfalls nicht zu stören: Seit Januar habe das Unternehmen fast neun Prozent mehr entsprechende Tickets verkaufen können, so DB Fernverkehr-Vorstandschefin Birgit Bohle.