Echt jetzt? Diese Airlines gab es wirklich

Bild Kuriose AirlinesWährend der Niedergang von Air Berlin derzeit so viel Wellen schlägt, wie kaum eine andere Airline-Pleite, gibt es Fluggesellschaften, die ganz sang- und klanglos das Zeitliche segneten. Bei manchen ist es fast schade, dass sie nicht länger auf dem Markt waren.

Kennen Sie Smintair, oder Pet Airways? Wahrscheinlich nicht, denn diese Fluggesellschaften waren jeweils nur wenige Jahre in der Öffentlichkeit präsent. In den Fällen der kuriosesten Airlines waren Marktlücken eben doch nicht das richtige Rezept.

Pet Airways: Keine Zweibeiner

Die russische Hündin Laika war das erste Lebewesen, das gezielt in die Umlaufbahn um unseren Planet gebracht wurde – mit tragischem Ende für das Tier. Besser machen wollte es das Flugunternehmen Pet Airways, das ab 2009 als erste Airline überhaupt das Angebot machte, tierische Passagiere an Bord zu nehmen, ohne dass die Besitzer mitzufliegen. In einer umgebauten Kabine, nicht etwa im Frachtraum, sollten die liebsten Vierbeiner ihren Platz finden – als sogenannte „Pawsengers“. Die vermeintlichen Vorteile von Pet Airways: frische, zirkulierende Luft, individuelle Betreuung durch das Bordpersonal und damit weniger Stress für Haustier und Besitzer. Nur vier Jahre später war es jedoch schon vorbei, die Airline stellte ihren Betrieb ein.


Quelle: YouTube/Pet Airways

Hooters Air: Nackte Tatsachen

Nackte Tatsachen gab es wenige Jahre zuvor bei Hooters Air, einer Fluggesellschaft, die zur gleichnamigen Restaurantkette gehörte. Von 2003 an starteten Flugzeuge mit je zwei zusätzlichen Mitarbeiterinnen an Bord, die zwar keine Flugbegleiterinnen waren, für den Hooters-Flug aber von wichtiger Bedeutung. Wie in den bekannten Hooters-Restaurants nur spärlich bekleidet, bespaßten sie die (männlichen) Passagiere mit einem eher seichten Unterhaltungsprogramm, das ihre eigenen Reize zum Fokus hatte. Rund drei Jahre lang war Hooters Air auf dem Markt, bevor 2006 der Flugbetrieb eingestellt wurde – wegen steigender Kerosinkosten. 2017 wäre ein solches Konzept wohl kaum mehr rentabel, genauso wenig wie das der nächsten kuriosen Airline…

Smintair: Nur blauer Dunst

Wirklich? Im Ernst?? Das haben sich wohl viele gedacht, als Pläne für Smoker‘s International Airways (kurz: Smintair) öffentlich wurden: Eine Airline, auf deren Flügen geraucht werden darf. Verbrochen hatte diese Idee der Düsseldorfer Geschäftsmann Alexander Schoppmann, freilich selbst leidenschaftlicher Raucher. Es gehe im weniger ums Rauchen selbst, als um die individuelle Freiheit, so der Airline-Gründer. Angesprochen sollte dabei vor allem gehobenes Publikum, das bereit sei, einen höheren Preis für die angebotene Verbindung zwischen Düsseldorf und Tokio zu zahlen. Ganz so erfolgreich scheint das Konzept dann aber doch nicht gewesen zu sein, denn die geplante Inbetriebnahme am 26. März 2007 fand so nie statt. Smintair erhielt weder die gewünschten Flugzeuge, noch eine entsprechende Fluglizenz vom Luftfahrtbundesamt. Vor zehn Jahren gab Schoppmann die erworbenen Start- und Landerechte an den Airports zurück.