Fahrverbot: Amsterdam ab sofort ohne Bierbikes

Bild Amsterdam verbietet BierbikesWer nach Amsterdam reist, will meist nicht nur eine entspannte Städtereise unternehmen. Amsterdam steht für Junggesellenabschiede und Partyurlaub. Entsprechend viele feuchtfröhliche Reisegruppen sind am Wochenende in der Stadt der Grachten unterwegs. Auf eine Attraktion müssen sie ab jetzt jedoch verzichten.

Es ist Schluss mit den sogenannten Bierbikes im Stadzentrum von Amsterdam: Ab 1. November 2017 sind die Mehrpersonen-Fahrräder mit eingebauter Bierzapfanlage verboten. So hat es das Amsterdamer Bezirksgericht entschieden. Man stimme mit dem Stadtrat überein, dass die Thekenfahrräder im Zentrum unerwünscht seien.

Verbot für Bierbikes ausgesprochen

In die belebte Innenstadt passten keine Bierbikes, deren Lenker meist mit unsozialem Verhalten auffielen, so die Argumentation. Besonders die Anwohner des Stadtzentrums fühlen sich zunehmend belästigt, immer wieder kommt es zu Verkehrsbehinderungen und und Gefährdungen Unbeteiligter. Gerade weil auf dem Fahrrad für mehrere Personen kräftig Bier gezapft wird, gilt die Aufmerksamkeit der lustigen Verkehrsteilnehmer weniger ihrem Vehikel denn ihren Gläsern. Gegen dieses Verhalten und die Bierbikes als „schreckliches Phänomen“ regte sich im vergangenen Jahr derartiger Frust unter den Bewohnern der Grachtenstadt, dass für eine Petition gar 6.000 Unterschriften zusammen kamen. Ein daraufhin verhängtes Verbot der zahlreichen Thekenfahrräder in der Innenstadt hielt nicht lange stand – vier Veranstalter der feuchtfröhlichen Touren konnten zunächst gegen die Entscheidung vorgehen. Im Urteil vom gestrigen Dienstag gab das Amsterdamer Bezirksgericht den Gegnern der Bierbikes jedoch recht. Demnach dürfen ab dem 1. November dieses Jahres keine solche Vehikel mit den entsprechend vollgetankten Besatzungen mehr durch das Zentrum von Amsterdam fahren.

Amsterdam kämpft gegen Massentourismus

Ein Gewinn für die Einwohner in Amsterdam und jene Städtereisende, die sich vom unangenehmen Partyvolk doch teils sehr belästigt fühlen. In den vergangenen Jahren hat die Stadtverwaltung verstärkte Anstrengungen unternommen, sich die Grachtenmetropole wieder zu Eigen zu machen. Rein auf die aktuell rund 17 Millionen Touristen ausgelegte Geschäfte dürfen nicht neu eröffnet werden, Coffeeshops unterliegen strengeren Auflagen. Das private Vermieten von Wohnungen ist meldepflichtig und bereist auf insgesamt 60 Tage im Jahr beschränkt, unter Umständen sind es bald nur noch 30. Busse und Schiffe, die Besucher nach Amsterdam bringen, dürfen nicht bis ins Zentrum vordringen. Ziel all dieser Maßnahmen: Amsterdam soll sein vielfältiges, aber eben auch typisch niederländisches Gesicht bewahren, die Altstadt vor dem Ausverkauf bewahrt werden. Eine reine Feiermeile wird die Grachtenstadt wohl nicht mehr werden, wenn auch Reisende in Amsterdam immer noch mehr als gut vom Alltag abschalten können. Denn die bereits bestehenden Bars und Coffeeshops haben freilich ihren festen Platz und bieten weiterhin ihre Dienstleistungen an.

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