Flugausfälle: So reagiert man bei Facebook auf Air Berlin

Air BerlinJa, das Personal von Air Berlin ist weiterhin „krank“, auch heute noch. Deshalb kommt es leider auch am Mittwoch zu zahlreichen Flugausfällen bei Air Berlin. Während die einen vor Wurt kochen, nehmen es die anderen mit Galgenhumor.

Wie Air Berlin gestern bekannt gegeben hat, ist es zu „zahlreichen Krankmeldungen“ gekommen, die zu Beeinträchtigungen im Flugbetrieb führen. Mehrere tausend Passagiere harren nun an Flughäfen aus und hoffen auf einen zeitnahen Ersatz. Weitere bangen um ihren bevorstehenden Urlaub. Die Servicehotline von Air Berlin, wo man bemüht ist, bestmögliche Alternativen zu schaffen, ist restlos überlastet. Auch auf Facebook setzen die Kunden von Air Berlin vergeblich ihre Hilferufe ab. Während die einen verständlicher Weise vor Wut schäumen, nehmen es andere mit Humor.

Flugausfälle bei Air Berlin am Mittwoch

Auch heute sind noch über 140 Piloten und Copiloten von Air Berlin im wilden Streik krankgemeldet. Die Berliner Zeitung meldet, dass alle Fernflüge ab Berlin entfallen. Am Flughafen Düsseldorf sind bisher 30 von 182 Start und Landungen gestrichen. In Hamburg entfielen 14 Flüge. Laut der SZ belaufen sich die Kosten des wilden Streiks bereits auf etwa fünf Millionen Euro. Das Management kritisiert die Belegschaft, mit ihrem Verhalten die Existenz der Air Berlin zu gefährden. Um potenziell Investoren nicht zu verschrecken und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, sei es dringend wichtig, den Flugbetrieb von Air Berlin störungsfrei aufrecht zu erhalten und zu stabilisieren. Kurz: Die Piloten schaden mit ihrer Aktion sich, sondern insgesamt 7.800 Angestellten und noch immer unzähligen, treu gebliebenen Kunden.

So reagiert das Netz auf Air Berlin

Stephanie Pfeffer sitzt derzeit auf Kuba fest. Sie bittet Air Berlin „Falls ihr die Woche nicht aus Kuba rausfliegt wär‘s nett, wenn ihr frühzeitig Bescheid gebt, damit wir uns um eine Alternative kümmern können, die uns nicht ein Vermögen kostet…“ – So wie ihr, dürfte es wohl derzeit den meisten Passagieren gehen, die festsitzen. Frust macht sich auch in gegenseitigen Spitzen bemerkbar. Lars Mayer antwortet sarkastisch: „Deren Leben dreht sich nur um Dich. Gerade jetzt aktuell.“

Es gibt aber auch das Modell „Galgenhumor mit pragmatischem Ansatz“. So fragt Peter Graßmann: „Sitze jetzt in Helsinki fest. Gibt es Leidensgenossen, die sich zum Frusttrinken und gemeinsamen unter-der-Brücke-schlafen treffen wollen?“ – Auch Benjamin Emil findet einen kreativen Ansatz, die Sache zu kommentieren: „Ach ja, Air Berlin war einst eine wunderschöne Stadt über den Wolken. Doch jetzt ist es geteilt und jeder verteidigt seine Seite. Möge die Mauer irgendwann fallen.“

Und schließlich noch deutliche Worte an einige der Piloten von Piter Burg: „Wer sich vorsätzlich krankmeldet ohne krank zu sein, ist ein Betrüger und gehört fristlos entlassen. Keinerlei Berufsehre. Die Leute sind Dienstleister gegenüber ihren Kunden: Das heißt „dienen“ und „leisten“ und nicht krankfeiern, wenn’s mal schwierig ist.“