Wunderschöner Herbst: Indian Summer weltweit

Bild Inidan SummerBunte Herbstfarben, wie sie ein Maler nicht schöner auf die Leinwand bringen könnte: das Grün des Sommers weicht langsam einem hellen Gelb, bevor es sich in strahlendes Rot verwandelt. Ab-in-den-Urlaub Extra weiß, wo der Indian Summer besonders schön ist.

Bis Ende November noch zeigt sich an vielen Orten auf der Herbst von seiner schönsten Seite. Bunte Laubfarben, die kein Künstler besser hätte zusammenstellen können, ein herrlicher Duft nach nassem Waldboden – daraus ist der Herbsturlaub gestrickt, der uns Kraft für die dunkle Jahreszeit gibt.

Hier hat der Indian Summer seinen Ursprung

Zwar wird es auch im Oktober und November schon immer früher dunkel, doch das kann keine Ausrede sein, sich jetzt nicht an der frischen Luft zu bewegen. Festes Schuhwerk, wärmende Oberbekleidung und natürlich eine Regenjacke dabei, dann kann es losgehen auf die Wanderwege durch den Indian Summer. Ursprünglich bezeichnet der Begriff die bunte Blattfärbung das Naturschauspiel in den neuenglischen Staaten im Osten der USA. Gebräuchlicher ist in der Region aber „fall foliage“, was so viel wie Herbstlaub bedeutet. Im Norden geht es mit dem Bundesstaat Maine los, dann folgen gemäß ihrer geographischen Lage die Staaten Vermont und New Hampshire. In letzterem ist etwa die Region rund um den Mount Washington bei Wanderern besonders beliebt. Die Blattfärbung setzt sich dann weiter über Connecticut, Massachussets und Rhode Island fort. Wer will, kann bei einem Urlaub an der Ostküste der USA dem Indian Summer sozusagen hinterher fahren.

Wo die Blätterpracht auf Rentiere trifft

Wer bei Finnland immer nur an Winterurlaub und den Weihnachtsmann denkt, der ja bekanntermaßen in Lappland zu Hause ist, liegt nicht ganz richtig. Auch zur schönsten Herbstzeit ist der skandinavische Staat ein guter Urlaubstipp, wobei der Indian Summer hier als Ruska bekannt ist. Bunte Wälder mischen sich mit dem Violett des Heidekrauts und der Sträucher in der Tundra. Die vielleicht schönste Region für Ruska ist ebenfalls Lappland, das sich in diesen Wochen über besonders viele Besucher freuen kann. Diese wiederum freuen sich, dass im Gegensatz zum Sommer keine Mücken mehr unterwegs sind, die Temperaturen aber noch mild. Dafür streifen Rentiere immer mal den Weg. Auch die Moltebeeren sind jetzt reif, sollten aber lieber verarbeitet verzehrt werden, da im rohen Zustand schlicht zu sauer. Als Likör oder Aufstrich sind sie aber eine echte Köstlichkeit. Südlich von Lappland ist Ruska noch ein wenig länger präsent. Wer den Wanderurlaub in Finnland mit einer Städtereise verbinden will, sollte erst das pulsierende Helsinki entdecken, bevor es in die Mischwälder des Nuuksio-Nationalparks geht, der sich nur rund 45 Autominuten von der Hauptstadt entfernt befindet.

Indian Summer mit Höhenluft auf sächsischBild Wandern Sächsische Schweiz

Doch es müssen nicht die USA und auch nicht Skandinavien sein, um jetzt den schönsten Indian Summer zu erleben. Einen kurzen Weg hat, wer sich dieser Tage in die Sächsische Schweiz aufmacht, um die bunten Herbstwälder zu erwandern. Vom kleinen Örtchen Rathen aus geht es immer bergauf, bis Sie die irgendwann auf der Bastei stehen und die gleichnamige Brücke überqueren können. Die Felsformation mit der berühmten Aussichtsplattform ist einer der meistbesuchten Attraktionen für Touristen in der Sächsischen Schweiz, dementsprechend voll sind die Aussichtspunkte zur bunten Jahreszeit. Geht es weiter in Richtung Schwedenlöcher, lichten sich die Wege jedoch etwas und man hat die bunten Farben des Herbstlaubs fast für sich. Für den steilen Abstieg ist rutschfestes Schuhwerk Voraussetzung, doch die Anstrengung lohnt sich. Wieder in Rathen angekommen, gönnen Sie sich am besten ein leckeres Stück Eierschecke und ein „Schälchen Heeßn“ mit Blick auf die Elbe und genießen den vielleicht letzten Blick des Jahres auf die derart intensive Blätterpracht.