Katalonien: Deshalb ist die Region bei Urlaubern so beliebt

Bild Urlaub in KatalonienKatalonien hat mit seinem Unabhängigkeitsvotum am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt. Weil die Abstimmung nicht rechtsgültig ist, ist noch unklar, welche Auswirkungen das Ergebnis auf Spanien wirklich hat. Für Urlauber und den gesamten Tourismus ist und bleibt Katalonien die wichtigste Region im Urlaubsland.

Katalonien ist der Wirtschaftsmotor Spaniens. Dazu tragen auch die 18 Millionen Urlauber bei, die jährlich in die Region reisen. Ab-in-den-Urlaub Extra stellt Ihnen die schönsten Urlaubsgegenden im Nordosten des Landes vor.

Barcelona, die quirlige Kulturhauptstadt

Urlauber lieben Katalonien, was auch daran liegt, dass die Region so vielfältig ist. Vom trubeligen Barcelona, das Jahr für Jahr mehr Besucher anzieht, bis hin zu den wild zerklüfteten Pyrenäen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Einer der Hauptmagneten der Region ist jedoch in der Tat die katalanische Hauptstadt, Barcelona. Dank vieler günstiger Hotels und Unterkünfte, gute Flugverbindungen und einer steigenden Zahl von Kreuzfahrtschiffen, die vor der Stadt ankern, steigen auch die Gästezahlen immer weiter. Urlauber schätzen in Barcelona vor allem die Altstadt mit den vielen kleinen Gassen, aber auch die imposanten Einkaufsstraßen und die großartige Architektur, die Parks und das Meer ziehen viele Touristen an. Die Sagrada Família ist wohl eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Barcelona, tagtäglich stehen Menschen hier Schlange, um einen Blick in die unvollendete Kathedrale zu werfen. Doch Antoni Gaudí zieht auch anderswo Interessierte an, etwa in seinem Park Güell oder der Casa Milà. Viele Menschen sind auch auf der zentralen Flaniermeile La Rambla unterwegs, die erst vor wenigen Wochen zur Zielscheibe für Terroristen wurde, denn Barcelona strotzt voller Lebensfreude und Selbstbewusstsein.

Costa Brava, die wilde Küste

Alle, die ihren Urlaub am liebsten am Meer verbringen und dabei noch einiges entdecken wollen, reisen in Spanien gerne an die Costa Brava, wo zwischen zerklüfteten Felsküsten immer wieder kleine Badebuchten mit goldgelbem Strand auftauchen. Dazu kleine, hübsche Fischerorte, in denen man herrlich bummeln und genießen kann. So eine leckere paella de marisco, in der auch allerlei Meeresbewohner ihr wohlschmeckendes Ende finden, sollte man am besten im Fischrestaurant am Hafen genießen. Auf über 220 Kilometern zieht sich die Costa Brava von den Pyrenäen im Norden bis nach Blanes im Süden. Wer etwa im Nordens eine Entdeckungstour beginnt, kann in Cadaqués auf den Spuren von Pablo Picasso oder Joan Miró wandeln. Auch Salvador Dalí verbrachte einen Teil seines Lebens in dem beschaulichen Fischerdorf. Wenn es etwas mehr Natur und eigene Bewegung sein soll, sind die Naturparks von Cabo de Creus und Empordà eine gute Wahl. Auch im Herbst lässt es sich hier noch gut durch das Grün streifen. Für Partyurlauber muss es, natürlich, einmal im Leben Lloret de Mar sein. Aber auch in Platja d‘Aro und Tossa de Mar kann man gut baden und ausgehen. Nicht weit von Barcelona entfernt locken zudem Girona und das nördlichere Figueres als kulturelle Zentren.

Costa Dorada, das sonnige Badeparadies

Weniger felsig und noch ein klein wenig paradiesischer präsentiert sich die Costa Dorada dem geneigten Badeurlauber. Wer an der Costa Dorada Urlaub macht, erlebt in der Regel Sonne satt, blaues Wasser und förmlich strahlend grüne Palmen. Lange Sandstrände machen Lust auf stundenlange Spaziergänge, immer etwas weißen Sand unter den Füßen. Einer der beliebtesten Ferienorte an der Goldenen Küste von Spanien ist Sitges mit allein 17 Stränden. Aber auch Tarragona mit seiner Altstadt, die Weltkulturerbe des UNESCO ist, sollte man bei einem Urlaub in der Region gesehen haben. Richtig viel Action gibt es allerdings im neuen Ferrari-Themenpark, der erst in diesem Jahr eröffnet wurde. Man muss schon wirklich mutig sein, um sich in die Achterbahn „Red Force“ zu setzen und dann in fünf Sekunden auf 180 km/h beschleunigt zu werden – genau wie in einem Rennwagen. Einen Tag kann man als Familie im „Ferrari Land“ in Port Aventura getrost verbringen. Tags darauf geht es dann vielleicht wieder ruhiger zu, wenn als Ausflugsziel der Naturpark Ebrodelta mit seinen Lagunen lockt.

Eines dürfte jedenfalls klar sein: Mit der Vielfältigkeit von Katalonien muss sich das restliche Spanien erst einmal messen lassen.