Lustige Flugsicherheitsvideos: Comedy statt Trockenübung

Foto Fliegen macht SpaßDas neue Sicherheitsvideo der Fluggesellschaft Air New Zealand zeigt statt uniformierter Stewardessen Elben, die unter anderem dem Frodo-Darsteller Elijah Wood die Flugsicherheits-Vorkehrungen erklären. Auch andere Airlines haben den Trend zu lustigen Videos aufgegriffen und belehren ihre Fluggäste nun mit Witzigkeit und Charme, statt mit trockenen Infos.

Flugsicherheit und Kinowerbung

Der neue Spot von Air New Zealand zeigt ein Flugsicherheitsvideo der anderen Art: Statt Stewardessen erklären hier Elben, Krieger und weitere Darsteller des „Hobbit“-Films, welche Sicherheitshinweise von den Fluggästen beachtet werden sollen. Das „Most Epic Safety Video Ever Made“ beginnt mit zwei absoluten Hobbitfans, die es in letzter Minute ins Flugzeug schaffen. Auf ihrem Nachbarplatz befindet sich Elijah Wood. Anschließend finden sie sich in Mittelerde wieder, wo sie die nötigen Informationen für einen sicheren Flug bekommen. Auch Regisseur Peter Jackson wirkt im Spot mit. Neben der Werbung für die Fluggesellschaft macht der Sicherheitsspot ebenfalls auf den neuen Hobbit-Film aufmerksam, der im Dezember in den Kinos anläuft. Bereits in den vergangenen Jahren produzierte die Airline immer wieder Sicherheitsvideos, welche die Verfilmungen von J.R.R. Tolkiens Büchern teilweise aufgriffen.

Die 80er sind zurück

Ebenso kreativ zeigte sich Delta Airlines, die Anfang 2014 eine Achtzigerjahre-Version eines früheren Flugsicherheitsvideos produzieren ließen. Das Highlight dabei war die TV-Figur Alf, die im Spot einen der Passagiere darstellte. Im Mai 2014 veröffentlichte die Airline zudem ein Sicherheitsvideo, in dem zwar klassisch eine Stewardess die Sicherheitshinweise gibt, im Hintergrund allerdings Passagiere mit recht ungewöhnlichem Handgepäck oder seltsamen Gewohnheiten gezeigt wurden, beispielweise mit Steak und Grill.

Musikalische Sicherheitshinweise und der Starfaktor

Im vergangenen Herbst sorgte auch die Fluggesellschaft Virgin Airlines mit einem musikalischen Sicherheitsvideo für Aufsehen. Eingängige Melodien, Sprechgesang, Rap und Tanz-Performances zeichnen den Spot aus. Im Jahr 2007 brachte die Airline bereits einen Zeichentrickfilm als Sicherheitsvideo heraus und war damit eine der ersten Fluggesellschaften, die sich in dieser Form der Bordunterhaltung und des Marketings versuchte. Condor nutzte in seinem Sicherheitsvideo im Jahr 2011 hingegen den Starfaktor. Statt echter Prominente waren jedoch nur Doppelgänger Passagiere, darunter Paris Hilton, Michael Schumacher, Elvis Presley und Charlie Chaplin. Die Fluggesellschaft Quantas ließ 2012 die Teilnehmer der Olympischen sowie Paralympischen Spiele die Sicherheitshinweise erklären.

Halbnackte Tatsachen

Im Jahr 2009 warb Air New Zealand mit nackten Tatsachen – zumindest fast. Die Crew-Mitglieder waren zwar faktisch nackt, wirkten jedoch aufgrund von Bodypainting wie angezogen. Anstößigkeit konnte dem Video nicht nachgesagt werden. Ganz im Gegensatz zum Sicherheitsvideo vom Februar 2012, in dem spärlich bekleidete „Sports Illustrated“-Models an einem Strand auf den Cook-Inseln erklären, was an Bord eines Flugzeuges zu beachten ist. Der Spot trägt den Titel „ Safety in Paradise“ und wurde von Kritikern, die sogar tausendfach Onlinepetitionen gegen das Video unterzeichneten, als zu sexualisiert bezeichnet.

Beim nächsten Flug heißt es also: ganz genau hinsehen beim Flugsicherheitsvideo! Und für alle, die vorerst keine Flugreise geplant haben, kommt hier das Air-New-Zealand-Sicherheitsvideo mit Unterstützung aus Mittelerde:

Quelle: YouTube/Air New Zealand