Weitere Gemeinde auf Mallorca verhängt Bußgelder

Bild MallorcaEs wird seriös auf Mallorca, zumindest wenn man den neuesten Bemühungen auf der Baleareninsel glauben mag. Ausschweifende Trinkgelage am Strand von Palma sind schon seit geraumer Zeit verboten und auch der berühmt berüchtigte Ballermann 6 hat einen neuen Anstrich bekommen. Jetzt führt eine weitere Gemeinde Benimmregeln ein.

Llucmajor ist die mallorquinische Gemeinde, zu der der östliche Bereich der Partymeile Playa de Palma gehört, während der Westen der Playa offiziell zu Palma gehört und auch vom Ort verwaltet wird. Nachdem die Verwaltung der Inselhauptstadt schon mehrfach gegen das Image als Partyhochburg vorgegangen ist und neue Regeln aufgestellt hat, will nun auch Llucmajor gegen allzu wildes Treiben der Urlauber vorgehen.

Bußgelder für Vergehen an der Playa de Palma

Demnach soll ein neuer Bußgeldkatalog mit verschiedenen Kategorien Touristen davon abhalten, den Ruf des Ortes und der Insel zu beschädigen. Dabei unterscheidet die Gemeinde drei Gruppen von Vergehen. Geringe Verstöße werden mit Bußgeldern in Höhe von 50 bis zu 750 Euro bestraft. Dazu gehören etwa Ruhestörung durch laute Musik oder Geschrei. Schwere Verstöße wie Sachbeschädigung oder die Belästigung anderer Personen kosten je nach Einzelfall 750 bis 1.500 Euro. Am teuersten wird es bei den sehr schweren Verstößen, zu denen etwa Sex in der Öffentlichkeit, das Entblößen aber auch die Straßenprostitution zählen. Dafür rufen die Ordnungshüter mindestens 1.500 Euro, bis maximal 3.000 Euro auf. Um den Übermut der Urlauber erst gar nicht zu fördern, soll der Verkauf von Alkohol untersagt werden. Ausnahmen gelten für Hotels und Restaurants, die alkoholische Getränke in ihren eigenen Räumlichkeiten ausschenken.

Mallorca will nicht mehr Party machen

Schon seit Jahren strebt Mallorca nach einem besseren Image. Nicht nur, um die eigenen Einwohner zu beruhigen, auch das Bild nach Außen soll sich nach und nach ändern. Dafür wurden bereits bauliche Maßnahmen am Partystrand Playa de Palma durchgeführt und an vielen Stellen strengere Regeln für Urlauber eingeführt, um feierwütige Urlauber in die Schranken zu weisen. Dafür sollen dann andere Touristengruppen angesprochen werden, die Mallorca bisher gemieden haben.