Alles aus bei Niki: Wer jetzt unverhofft helfen kann

Bild Österreichische Niki ist pleiteDer Ferienflieger Niki ist pleite. Am Mittwoch hat die Air-Berlin-Tochter Insolvenzantrag gestellt und den Flugbetrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die betroffenen Passagiere können jetzt auf Hilfe anderer Airlines hoffen.

Nachdem die Lufthansa ihr Übernahmeangebot für Niki zurückgezogen hatte, war es vorbei für die Ferienfluglinie. Mit dem gestellten Insolvenzantrag war schnell klar, dass das zahlungsunfähige Unternehmen. Ob nun, wie Lufthansa mitteilte, die ablehnende Haltung der EU-Kommission Anlass für das Scheitern der Übernahme gewesen ist, wird den rund 1.000 Mitarbeitern von Niki und den Passagieren der Airline wohl egal sein. Sie alle fragen sich: Wie geht es jetzt weiter?

Air-Berlin-Tochter Niki braucht nach der Insolvenz Hilfe

Nach dem geplatzten Kaufvertrag und der ausfallenden Brückenfinanzierung durch die Lufthansa wollen nun mehrere Airlines einspringen, um das erste Chaos nach der Pleite zu ordnen. Denn in den nächsten 14 Tagen müssen zumindest die 10.000 Passagiere von Niki nach Hause kommen, die sich derzeit im Ausland befinden. Weitere bereits verkaufte 800.000 Flugtickets dürften nunmehr wertlos sein. Hilfe soll nun in Form verschiedener Maßnahmen erfolgen:

1. Schnellverkauf
Es scheint unglaublich, dass der Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther nun in wenigen Tagen einen neuen Käufer finden will, der den Wünschen der EU-Kommission entspricht. Doch genau das ist das Ziel. Es blieben noch wenige Tage Zeit, um die Airline noch zu retten und die Mitarbeiter von Niki vor der Arbeitslosigkeit zu bewahren.

2. Staatliche Unterstützung
Die österreichische Regierung will nach erstem Vermelden ebenfalls helfend eingreifen. Im Notfall würden Passagiere auch per Charterflug aus dem Ausland zurückgeholt werden. Die dafür nötigen Zahlungen würde das Land Österreich zunächst vorfinanzieren.

3. Mitbewerber steigen ein
Wie Niki mitteilte, bereiteten mehrere Fluggesellschaften einen Ersatz-Flugplan für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz vor, um gestrandete Passagiere nach Hause zu bringen.

Das müssen Niki-Passagiere jetzt beachten

Sind Sie ebenfalls von der Insolvenz des Ferienfliegers Niki betroffen? Dann haben Sie jetzt zwei Möglichkeiten:

Als Pauschalreisender, der wegen der Pleite im Urlaub festsitzt, können Sie sich auf die Hilfe Ihres Reiseveranstalters verlassen. Als Teil des Pauschalpakets liegt auch die An- und Abreise per Flugzeug in der Verantwortung des Veranstalters. Gemeinhin wird er sich deshalb auch um einen entsprechenden Ersatz kümmern.

Gestrandete Individualreisende müssen sich dagegen selbst um ihre Rückreise bemühen und bleiben damit zusammenhängend auch auf den Kosten für den Ersatzflug sitzen. Einen günstigen Flug, auch Last Minute, finden Sie in der Flugsuche auf ab-in-den-urlaub.de. Müssen Sie Ihren Urlaub wegen der Pleite außerplanmäßig verlängern, sollten Sie zudem daran denken, Ihren Arbeitgeber zu informieren.