Reisenews 11: Mallorca-Streik, prämierte Menüs und Maut

Bild Reisenews zur Maut und MallorcaEs war eine spannende Woche für Urlauber und alle, die bald verreisen wollen. Die einen müssen sich auf Streiks vorbereiten, die anderen können bald noch mehr günstige Angebote nutzen. Ab-in-den-Urlaub Extra fasst die News für Sie zusammen.

Nachrichten aus aller Welt

Weltbester Geschmack ausgezeichnet

Das New Yorker Eleven Madison Park ist das beste Restaurant der Welt. So geht es aus der Liste der „World’s 50 Best Restaurants hervor, die für die beteiligten Gastronomen eine ähnliche Bedeutung wie die bekannteren Michelin-Sterne haben. Küchenchef Daniel Humm, selbst Schweizer, ganz stolz auf die Leistung seiner Mannschaft sein und hält zusätzlich selbst drei Sterne. Im Edel-Restaurant selbst geht es freilich nicht so sehr ums Sattwerden, denn um das kulinarische Erlebnis. Acht bis zehn Gänge umfasst ein Menü, das um die 300 US-Dollar kostet.

Streik am Flughafen Mallorca

Mit dem heutigen Freitag beginnt am Flughafen von Palma die Streiksaison der Bodendienst-Mitarbeiter. Sie wollen bis Ende Mai insgesamt acht Streiktage einlegen, an denen die Arbeit immer wieder stundenweise ruht. Damit protestieren sie gegen die Personalpolitik des zuständigen Unternehmens, das trotz immer mehr Touristen nicht ausreichend Mitarbeiter einsetzt. Urlauber müssen sich auf längere Wartezeiten bei der Abfertigung einrichten.

Neues Angebot für Billigflieger

Am Flughafen Frankfurt könnten schon in zwei Jahren deutlich mehr Billigflieger abheben, als bisher. Nach Medienberichten plant der Airport den Bau und die Inbetriebnahme eines Flugsteigs nur für Low-Cost-Fluggesellschaften. Ryanair ist in Frankfurt bereits mit zwei Maschinen vertreten und könnte sein Angebot so deutlich ausbauen. Schon jetzt erhält der irische Billigflieger vom Airport besonders günstige Konditionen bei den Flughafengebühren. Platzhirsch Lufthansa betrachtet die Entwicklung in der Hessen-Metropole mit Argwohn, könnte am neuen Flugsteig G aber auch ihre eigene Low-Cost-Tochter Eurowings platzieren. In jedem Fall aber profitieren die Kunden, für die das Angebot am Flughafen damit ausgeweitet wird.

Das sollten Urlauber jetzt wissen

Kein Recht für Zuspätkommer

Wer zu spät kommt, den bestraft die Airline. So oder so ähnlich könnte das Urteil des Landgerichts Frankfurt gedeutet werden, das jetzt in der Zeitschrift „Reise Recht aktuell“ publik wurde. Demnach müssen Reisende selbst dafür Sorge tragen, dass sie pünktlich am Schalter erscheinen. Wer es nicht rechtzeitig zum Flughafen schafft, seien die Gründe noch so nachvollziehbar, hat auch kein Recht drauf, dass die Airline den Check-in-Schalter offen hält oder die Passagiere nachträglich einchecken lässt. Die Kosten für einen Ersatzflug müssten deshalb nicht von der Fluggesellschaft erstattet werden, so die Richter in Frankfurt.

Pkw-Maut in Deutschland durchgesetzt

Bald wird es ernst für alle Autofahrer, die auf deutschen Bundesstraßen und Autobahnen unterwegs sind. Der Bundesrat hat die Maut durchgewunken, nach der ab frühestens 2019 Gebühren für die Nutzung bestimmter Straßen fällig werden. Während für deutsche Autofahrer die Maut durch eine entsprechend niedrigere Kfz-Steuer ausgeglichen werden soll, werden Verkehrsteilnehmer aus dem Ausland zum ersten Mal in Deutschland zur Kasse gebeten. Neben der Jahresmaut können sie auch einen passenden Kurzzeittarif in Anspruch nehmen.