Reisenews 19: Französisch feiern, Fußballer-Fauxpas und Frankfurt

Bild Reisenews aus Frankfurt und der WeltDa geht sie dahin, eine weitere turbulente Reisewoche. Nach den Pfingstfeiertagen mussten die meisten Deutschen in diesen Tagen wieder an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Doch bis zum Jahresurlaub ist es nicht mehr weit und bis dahin versorgen wir Sie mit den aktuellen Reisenews.

Neues aus aller Welt

Franzosen wissen, wie man feiert

Ein gelungenes und friedliches Großevent hat mit dem Dîner en blanc vor wenigen Tagen in Paris stattgefunden. Ganz in weiß gekleidet speisten die Teilnehmer von ihren selbst mitgebrachten Tellern. Das weiße Picknick in der französischen Hauptstadt ist eine reine Selbstversorger-Veranstaltung, kommerzielle Anbieter haben hier nichts verloren. Weil das Dîner en blanc auch bei den Behörden nicht angemeldet ist, wird der Ort dafür erst kurzfristig bekanntgegeben. Der spontane Charakter des Abends erhöht zudem auch das Sicherheitsgefühl der Teilnehmer.

Fußballer mit Fehltritt

Nicht ganz so stilvoll wie die Pariser Abendgesellschaft muss es am vergangenen Wochenende wohl bei den Sportfreunden Dorfmerkingen zugegangen sein, als sie in größter Feierlaune in den Bierkönig auf Mallorca einfielen. Die Großraumdiskothek mit Biergarten-Atmosphäre ist wohl immer für ein Erlebnis gut, die Fußballtruppe von der Ostalb lieferte jedoch eine wohl unvergessliche Vorstellung ab. Mit dem originalen Pokal des Württembergischen Fußballverbands, den der Fußballclub zu Recht errungen hatte, ging die Mannschaft im Lokal feiern. Am nächsten Morgen war klar: Der Pott ist weg! Ein Facebook-Post in eigener Sache brachte den Stein dann auch medial ins Rollen. Zwei Tage und mehr als eine Million Klicks auf Facebook später kam die Erleichterung, dass der Pokal wieder da ist. Ein Handballer des TSV Neusäß hatte den Pott an der Playa de Palma gefunden und mit ins Hotel genommen, ohne zu wissen, was er da mit sich trug. Das gute Stück im Wert von rund 10.000 Euro wurde schließlich in Deutschland wieder übergeben zum Glück aller Beteiligten.


Quelle: YouTube/Landesschau Baden-Württemberg

Wissenswertes für Urlauber

Frankfurt will die Bettensteuer

Wer in Frankfurt Urlaub machen will, wird ab 2018 wohl draufzahlen müssen. Nachdem die Metropole am Main vom Land Hessen offiziell als Touristenort anerkannt wurde, ist der Weg frei für die Bettensteuer. Voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres will die Stadt das Beherbergungsentgelt beschließen. Zwischen 1,50 und 2,50 Euro könnte der Betrag pro Person und Übernachtung liegen, Details sind jedoch noch offen. Hotelbetreiber sind dann verpflichtet, die Abgabe von ihren Gästen einzufordern und an die Stadt weiterzugeben. Nicht nur wegen des bürokratischen Aufwands wurde die Bettensteuer auch in Frankfurt heiß diskutiert. Immer wieder gab es bereits im Vorfeld Kritik an der geplanten Besteuerung, aber auch die Forderung, die Erlöse direkt wieder in die touristische Infrastruktur der Stadt zu investieren.

Airline braucht Staatshilfen

Air Berlin steckt in einer Krise, daran gibt es nichts zu rütteln. Doch wie geht es nun weiter? Nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Verspätungen und Flugausfällen gekommen ist, sind die Kunden nicht nur verstimmt. Sie fordern berechtigterweise auch Entschädigungszahlungen vom Unternehmen, das sich seinerseits schon länger in einer wirtschaftlichen Schieflage befindet. Zwar betont man bei Air Berlin, die Flugpläne würden immer stabiler, doch die Passagiere ziehen ihr eigenes Fazit aus dem defizitären Service und fliegen seltener mit der Linie. Jetzt hat auch die Airline selbst sich an höhere Stellen gewandt und Bedarf an einer Staatsbürgschaft angemeldet. Auch eine Übernahme durch die Lufthansa erscheint Marktkennern als möglich.

Reiseportal mit Note „sehr gut“

Ab-in-den-Urlaub.de hat bei einem aktuellen Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) „sehr gut (1,3)“ abgeschnitten. Nach eingehender Analyse von Angebotsumfang, Preisen und Kundendienst sowie der Benutzerfreundlichkeit hat das Reiseportal eine Quote von 95 Prozent erreicht und landet damit auf dem dritten Platz von insgesamt 14 untersuchten Anbietern. Für den Teilbereich der Preise gab es gar eine glatte 1,0 von den Testern.