Reisenews 26: Wartezeiten, Waldbrände und die Welt bereisen

News aus aller WeltDie Reisewoche ist fast vorbei und viele sind bereits wieder in den Arbeitsalltag gestartet. Glück haben jene, die pünktlich aus dem Urlaub nach Hause gekommen sind. Hier sind die News für Sie.

Neues aus aller Welt

Viel Geduld gefragt in Tegel

Flugreisende in Deutschland müssen an manchen Airports viel Geduld beweisen, denn an einigen gehen etliche Flüge später ab als geplant, oder gar nicht. Unrühmlicher Spitzenreiter der Flughäfen mit den größten Verspätungen ist Berlin-Tegel. Fast 27 Prozent aller Flüge heben dort verspätet ab, zudem weist der merklich überlastete Flughafen in der Hauptstadt gemeinsam mit dem Airport Schönefeld die höchste Zahl an Flugausfällen auf. Doch die deutschen Flughäfen können auch pünktlich: In Hannover gibt es gut 11 Prozent verspätete Flüge und auch in Stuttgart, Halle/Leipzig, am Airport Köln/Bonn und in Bremen haben Reisende gute Karten.

Abkühlung nötig in Italien und Griechenland

Es war heiß in Südeuropa und ist es in vielen Teilen des Kontinents immer noch. Was schon längst nicht mehr als Urlaubshitze zu interpretieren ist, sorgt in Ländern wie Italien, Spanien und Griechenland, aber auch auf dem Balkan für Probleme. Einerseits ist die Belastung für Mensch und Umwelt fast unerträglich: Schlafmangel, Trockenheit und immer wieder Waldbrände hat die Hitzewelle zur Folgen. Aber auch Versorgungssysteme wie die nationalen Stromnetze stehen unter Dauerdruck, weil jedermann seine Klimaanlage oder Ventilatoren laufen hat. Aktuell besonders betroffen von der Hitze sind das südliche Italien und Griechenland. Wann es zu einer Abkühlung kommt, ist noch unklar.

Last day in Sant’Isidoro.

Ein Beitrag geteilt von Enrico Figliola (@trncenry) am

Urlauber festgesetzt auf Madeira

Auf Madeira hatten es Rückreisende in dieser Woche schwer. Wegen anhaltender mussten Flüge von und auf die Blumeninsel gestrichen werden. Die Folge: Tausende gestrandete Urlauber am Airport Funchal, Unklarheit, ob und wann es weitergeht und immer wieder Wartezeiten. Auch wenn bereits in den Tagen davor bekannt war, dass die Winde einsetzen würden, hätten sich einige Fluggesellschaften nach Meinung der Passagiere nicht ausreichend auf die Umstände vorbereitet, so der Vorwurf. So übernachteten viele Flugreisende auf dem Boden des Airports, andere mussten für weitere Hotelübernachtungen in Vorkasse gehen.

It’s like hell on earth here #funchalairport

Ein Beitrag geteilt von Beccy Lindley (@planet.bechime) am

Wissenswertes für Urlauber

Reiseprofis buchen wie du und ich

Sie glauben, Reiseexperten machen ganz exklusiv Urlaub? Nicht unbedingt, folgt man einer aktuellen Studie. Denn auch Menschen, die im Tourismus arbeiten, wollen sich im Urlaub einfach nur erholen. So passt es auch, dass rund 36 Prozent der Befragten angaben, am ihren Jahresurlaub am Strand zu verbringen, ebenfalls so viele Reiseprofis bevorzugen Rundreisen. Exotische Fernziele sind bei gut der Hälfte der Touristiker beliebt, hoch im Kurs liegen dabei der amerikanische Kontinent und Asien. Interessant: Auch die Experten setzten bevorzugt auf Frühbucher-Angebote, um Geld zu sparen.

Entschädigung auch ohne Flug

Um eine Entschädigung zu erhalten, müssen Passagiere einen erheblich verspäteten Flug nicht antreten. So entschied es das Amtsgericht Hamburg in einem Urteil (Az.: 12 C 328/15), wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht berichtet. Im vorliegenden Fall war der Flug eines Reisenden von Amsterdam nach Hamburg auf den nächsten Tag verschoben worden, was der Passagier aus Termingründen so nicht akzeptieren konnte. Er nahm die Verbindung nicht war und verlangte von der Airline eine Entschädigung von 250 Euro. Nach Argumentation habe der Reisende den Flug jedoch nicht angetreten und sei deshalb nicht für eine Entschädigung berechtigt. Wie das Amtsgericht jedoch feststellte, sei es unerheblich ob der Passagier den verspäteten Flug noch wahrnehme oder nicht. Die Unannehmlichkeiten entstünden schon dann, wenn die Verspätung bekannt sei, so das Gericht.