Reisenews 32: Ausnahmezustand, Anspannung und Air Berlin

Bild Reisenews mit Air BerlinDiese Reisewoche hätte wohl ereignisreicher nicht sein können. Ab-in-den-Urlaub Extra fasst die aktuellen News für Urlauber und Daheimgebliebene zusammen. Hier kommt der Überblick.

Neues aus aller Welt

Xavier sorgt vielerorts für Chaos

Sturmtief „Xavier“ hat am Donnerstag wie erwartet für Verwüstungen und Chaos gesorgt. Vor allem im Osten und Norden des Landes wurden Bäume entwurzelt, Äste stürzten herab. Die Berliner Feuerwehr rief wegen des Sturmtiefs den Ausnahmezustand aus und auch in anderen Regionen wurde die Bevölkerung dazu aufgefordert, nicht nach draußen zu gehen. In der Hauptstadt, wie auch in Hamburg kam der öffentliche Verkehr teils zum Erliegen. Pech hatten auch viele Zugreisende, die gestern unterwegs waren: Die Deutsche Bahn musste den Zugverkehr in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, sowie auf den wichtigen Strecken Berlin-Hamburg und Berlin-Hannover einstellen. Tausende Menschen saßen deshalb an den Bahnhöfen fest und mussten teils im Hotel übernachten. Auch am Freitag sind noch viele Strecken gesperrt, da nicht befahrbar.

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Las Vegas nach der Tragödie

Das schreckliche Massaker in Las Vegas, bei dem nach bisherigem Stand 59 Menschen ihr Leben verloren haben, hat in dieser Woche die ganze Welt erschüttert. Ein 64-jähriger Mann eröffnete aus zwei Fenstern des Hotels Mandalay Bay Resort and Casino das Feuer auf die rund 22.000 Besucher eines Country-Festivals, die in Nähe zum Hotel feierten. Während die Suche nach dem Motiv des Täters weiter läuft, beruhigt sich die Lage in der Spielerstadt langsam wieder. Flugzeuge heben wieder ab und landen, viele Hotels haben ihre Beleuchtung wieder vollständig angeschaltet. Auch viele Urlauber lassen sich nicht von den tragischen Geschehnissen abhalten und reisen wieder nach Las Vegas. Mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen müssen aber auch sie noch für eine Zeit rechnen.

Festlicher Tag der Deutschen Einheit

In Mainz fanden am Montag und Dienstag die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit statt. Während das Bürgerfest schon ab dem 2. Oktober den feierlichen Rahmen auf der Ländermeile in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt bot, kamen am 3. Oktober dann auch Ehrengäste wie Bundeskanzlerin Angela Merken und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Festakt nach Mainz. Allzu nah kam kam die Bevölkerung jedoch nicht an die Lenker des Staates heran, wurden die wichtigsten Bereiche von der Polizei doch hermetisch abgeriegelt. Für das strikte Sicherheitskonzept gab es Kritik, aber auch Verständnis von Seiten der Besucher. Im nächsten Jahr müssen sich dann die Behörden in Berlin überlegen, wie volksnah sie die Einheitsfeier gestalten wollen.

Wissenswertes für Urlauber

Pech für Air Berlin Kunden auf der Langstrecke

Kunden von Air Berlin, die noch vor dem 15. August einen Langstreckenflug in der Zukunft gebucht haben, bleiben höchstwahrscheinlich auf ihren Kosten sitzen. Wer schon bezahlt hat, dessen Geld befindet sich jetzt in der Insolvenzmasse. Weil die Langstrecke jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht weitergeführt werden wird, gibt es für die bereits gebuchten Verbindungen auch keinen Ersatz. Verbraucherschützer fordern deshalb eine Versicherungspflicht auch für Fluggesellschaften, wie sie auch für Veranstalter von Pauschalreisen gilt.

Anspannung nach Referendum

In Katalonien herrscht nach dem (illegalem) Unabhängigkeitsreferendum noch Unklarheit über die weiteren Geschehnisse. Weil die Zentralregierung eine Abspaltung Kataloniens vom Rest Spaniens ablehnt und während der Abstimmung mit starker Polizeigewalt gegen die Wähler vorgegangen war, herrscht besonders in Barcelona eine gespannte Atmosphäre. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden daher, größere Menschensammlungen zu meiden und die lokalen Medien zu verfolgen. Anweisungen von Sicherheitskräften sei zudem unbedingt Folge zu leisten, so die aktuellen Hinweise für Spanien.