Ryanair: Wie viel Handgepäck darf jetzt noch mitfliegen?

Bild RyanairAlles neu beim Billigflieger Ryanair: Das Unternehmen, das für seine rigorose Sparpolitik bekannt ist, setzt nun auch beim Handgepäck die Daumenschrauben an. Ab-in-den-Urlaub Extra weiß, was die neuen Regelungen für Flugreisende bedeutet.

Ryanair spart an allen Ecken und Enden, um die Preise für Flugtickets möglichst gering zu halten. So kostet etwa das Aufgeben eines Gepäckstücks derzeit 35 Euro. Um sich dieses Geld zu sparen, setzten die meisten Passagiere auf Trolleys und nahmen diese als Handgepäck mit in die Kabine. Diesem Verhalten will Ryanair ab 1. November 2017 entgegenwirken.

Nur noch ein kostenloses Handgepäck an Bord

Die irische Billigairline unter Michael O‘Leary setzt ab November neue Bestimmungen durch. Weil aufgrund der großen Menge an Handgepäck immer weniger Platz in den Gepäckablagefächern über den Sitzen bleibt, kommt es häufiger zu Verspätungen beim Boarding und der Landung. Bisher dürfen Flugreisende bei Ryanair zwei Handgepäckstücke kostenlos mit an Bord bringen: ein normal großes mit max. 55 x 40 x 20 cm und eine kleine Tasche oder einen kleinen Rucksack mit maximal 35 x 20 x 20 cm. Für alle Flüge ab 1. November gilt jedoch, dass dieser Service nur gegen eine Gebühr von fünf Euro bei der Buchung oder sechs Euro bei nachträglicher Entscheidung für Priority Boarding zu haben ist. Flugreisende der Plus-Tarifklasse haben ebenfalls das Vorrecht, weiterhin zwei Gepäckstücke mit in die Kabine nehmen zu dürfen.

Trolleys müssen bald in den Frachtraum

Alle Sparfüchse, die das Geld hingegen nicht ausgeben wollen, dürfen weiterhin ein kleines Gepäckstück mit zum Platz nehmen, während das zweite am Gate aufgegeben und im Frachtraum aufgegeben werden muss. Das kostet die betroffenen Passagiere zwar kein Geld, dafür aber Zeit. Denn wer noch Gepäck aufgeben muss, braucht bei Boarding und nach der Landung deutlich länger als jener, der seine Siebensachen bei sich behalten kann. Doch Ryanair will seine Kunden nicht nur dazu motivieren, ihr Handgepäckstück am Gate aufzugeben. Bestenfalls sollen Passagiere der Airline gleich die Gunst der Stunde nutzen, und einen größeren Koffer packen. Im Gegenzug senkt das Unternehmen die Gebühr für ein Aufgabegepäckstück ab dem 1. November auf 25 Euro. Letzteres darf dann zudem 20 Kilogramm wiegen, statt wie bisher 15. Wem erst am Flughafen auffällt, dass er einen Koffer aufgeben muss oder will, muss dafür 40 Euro berappen. Zur Hauptreisezeit an Ostern und Weihnachten wird ein Aufschlag von zehn Euro erhoben.

Ryanair-Passagiere: Zeit oder Geld?

Fazit: Wer ähnlich sparsam denkt, wie Airline-Chef O‘Leary kann bei Ryanair weiterhin kostenloses Handgepäck mit auf die Reise nehmen, muss dafür aber mehr Zeit vor und nach dem Flug einplanen. Für ein geringes Entgelt können Passagiere weiterhin den Service nutzen, zwei Gepäckstücke mit in die Kabine zu nehmen. Für alle, die sich bisher nur mit Müh und Not auf einen Trolley beschränken konnten, gibt es ab November zumindest zwei Anreize mehr, gleich einen größeren Koffer als Gepäckstück aufzugeben: die geringeren Kosten und das gesteigerte Höchstgewicht.

Hier die Zusammenfassung der ab 1. November geltenden Handgepäckbestimmungen bei Ryanair im Video:

Quelle: YouTube/ Ryanair