Sächsische Schweiz: Aussichtsplattform der Bastei wird restauriert

Bild Aussicht Bastei Sächsische SchweizWer in diesem Herbst zur Bastei in der Sächsischen Schweiz gewandert ist, könnte unter Umständen ein wenig enttäuscht gewesen sein. Weil der Fels unter ihr bröckelt, ist die berühmte Aussichtsplattform der Bastei schon seit Mitte 2016 gesperrt.

Im Falle der bröselnden Aussichtsplattform im Nationalpark Sächsische Schweiz scheint sich eine Lösung abzuzeichnen. Vorerst wird sich zwar an der Sperrung der vordersten zehn Meter nichts ändern, doch der Basteifelsen soll in den kommenden zwei Jahren aufwendig restauriert werden.

Schwebender Ausblick über das Elbsandsteingebirge

Noch sind die letzten Schritte bis zum Felsvorsprung der Bastei durch eine Absperrung geschützt. Wegen Beschädigungen zu unsicher ist der Fels, der darunter liegt. Das haben Messungen von Gesteinsexperten schon im vergangenen Jahr ergeben. Um keinen der mehr als eine Million Besucher zu gefährden, musste die Basteiplattform zumindest teilweise gesperrt werden. Nun ist klar, dass der 194 Meter hohe Felsen in den kommenden zwei Jahren abgesichert und verstärkt werden soll. Aber nicht nur die Substanz des Sandsteins soll erhalten werden, sowie das darunter liegende Café „Am Hirschgrund“ durch Netze vor Steinschlag geschützt werden. Auch die Touristen sollen weiter die Möglichkeit erhalten, bis an den Rand der Basteiaussicht vorzutreten. Dazu ist laut sächsischem Finanzministerium eine schwebende Aussichtsplattform geplant. Demnach soll die neue Plattform praktisch über dem Fels schweben und so gar nicht erst mit den schon erodierten Stellen am Fels in Berührung kommen. Auf dem neuen Steg hätten Besucher dann wieder die Möglichkeit, den herrlichen Ausblick auf das Elbsandsteingebirge auch von der Spitze des Felsens zu genießen.

Restaurierung an der Bastei in drei Schritten

Im Dezember, wenn eher wenige Touristen in der Sächsischen Schweiz wandern gehen, sollen die Bauarbeiten beginnen, für die rund eine Million Euro veranschlagt werden. Die Vorbereitungen zum ersten Modul haben bereits im Sommer dieses Jahres begonnen, indem das benötigte Gerät und Material zum Einsatzort gebracht wurden. Bis zum Frühjahr 2018 sollen dann an der Böschung und in etwa 70 Metern Höhe entsprechende Steinschlagschutzzäune angebracht werden. Das zweite Modul umfasst anschließend die Absicherung des bestehenden Plateaus, bei welcher einerseits die alten Geländer und Beläge der Aussichtsplattform abgetragen werden, um die Felsoberfläche anschließend abzudichten. Im dritten Modul sollen die Bauarbeiten dann mit der Errichtung des neuen Aussichtsstegs abgeschlossen werden. Erscheinungsbild und Funktion der neuen Plattform werden der alten gleichen, ohne dass jedoch der darunter liegende Fels weiter in Mitleidenschaft gezogen wird – eine Lösung, die auch unter nachhaltigen Gesichtspunkten schlüssig scheint.

Bild Querschnitt Bastei Aussichtsplattform