Schneemassen in Zermatt und Saas-Fee: Urlaubsorte von der Außenwelt abgeschnitten

Bild Wintersport in ZermattNichts geht mehr in Zermatt. Im beliebten Wintersportort ist am Dienstagmorgen der Strom ausgefallen. Grund dafür: Schwere Schneemassen haben die Stromleitungen durchgedrückt. Das ganze Dorf ist von der Außenwelt abgeschnitten.

Das gesamte Wallis versinkt im Schnee, die Lage in der beliebten Schweizer Ferienregion ist angespannt. Urlauber können in Zermatt weder an- noch abreisen. Zumindest der Strom ist dem zweistündigem Ausfall wieder da. Auch der Ferienort Saas-Fee soll noch bis zum Mittwochmittag von der Umwelt abgeschnitten sein.

Ganz Zermatt ohne Strom

Der ganze Skiort Zermatt saß am heutigen Dienstag im Dunkeln. Ein Sprecher der Kantonspolizei bestätigte gegenüber Schweizer Medien den Stromausfall. Zwar seien keine Stromleitungen gerissen, ob es zu weiteren Ausfällen komme, sei bisher noch nicht abzusehen, so die Behörde. Wie die Lage sich entwickelt, hängt allein vom Wetter ab. Seit Montag sind im südlichen Wallis zwischen 25 und 50 Zentimeter Neuschnee gefallen. Das WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung SLF warnt deshalb in der Region vor großer bis sehr großer Lawinengefahr. Weil es beständig weiterschneit, ist eine Entwarnung längst nicht in Sicht. Während sich Bewohner und Hotelgäste in Zermatt zumindest frei bewegen können, mussten andere Dörfer evakuiert werden. In einigen Häusern müssen jedoch Fenster und Fensterläden geschlossen bleiben, weil Lawinen abgesprengt wurden. Wie auch in Saas-Fee, den unteren Vispertälern und Zermatt, besteht auch im südlichen Simplongebiet die höchste Gefahrenstufe. Im nördlichen Tessin und einigen Teilen des unteren Wallis wurde die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. Neben den starken Schneefällen hat der in einigen Gebieten aufkommende Föhn für wärmere Temperaturen und viel Regen gesorgt, Schlammlawinen können nun die Folge sein.

Das müssen Urlauber jetzt wissen

Für Urlauber in der Region Zermatt und in Saas-Fee gilt es nun, den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Weil sämtliche Winterwanderwege und das gesamte Skigebiet bis auf Weiteres geschlossen bleiben, sollten sich Touristen ausschließlich innerhalb ihres Wintersportortes aufhalten. Unterkünfte wie Hotels und Ferienwohnungen bleiben von der Störung bisher unbehelligt, Vorräte sind in ausreichendem Maß vorhanden. Wer jedoch im Wallis abreisen will, muss Geduld mitbringen, bis die Zufahrtswege wieder sicher befahrbar sind. Allein Arbeitnehmern, die ihren Urlaub unfreiwillig verlängern müssen, empfehlen wir unseren Ratgeber zum Thema „Das erwartet Ihr Arbeitgeber jetzt von Ihnen“. Für Urlauber, die in den nächsten Tagen ihren Winterurlaub im Kanton Wallis oder im Tessin antreten wollen, ist jetzt der Kontakt zum Reiseveranstalter oder zum selbst gebuchten Hotel zu suchen, falls diese sich noch nicht mit Ihnen in Verbindung gesetzt haben.