Einsame Spitze: Die schönsten Naturparks in Europa

In Europa gibt es wunderschöne Naturparks, unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Reiseführer Lonely Planet hat die besten in einem Buch zusammengetragen. Ab-in-den-Urlaub Extra zeigt Ihnen stellt ihnen fünf echte Naturschönheiten vor.

Naturparks sind die ruhigere Alternative zum trubeligen Strand, wahre Ruheoasen in unserer hektischen Zeit. In den geschützten Gebieten kann sich die Natur ungestört entfalten und der Mensch daran teilhaben. Finden Sie Ihren Lieblingspark in Europa aus unserer Bestenliste.

Unterwegs auf tierischen Pfaden

Luchse, Fischotter, Wildkatzen: Im Naturpark Bayerischer Wald sind Tierarten heimisch, die anderswo keinen Raum mehr finden. Auf mehr als 60 Prozent der insgesamt 24.250 Hektar großen Fläche kann sich die Natur so entwickeln, wie sie will. Hier gibt es keinerlei Eingriffe durch den Menschen. Wer den Naturpark zwischen Deutschland und Tschechien besuchen will, kann dafür mehrere Tage einplanen, denn auf einer Länge von 100 Kilometern gibt es in den urtümlichen Wäldern viel zu sehen. Die Wanderrouten entlang der Bäche und am Rachelsee sind besonders beliebt. Geführte Touren sind ebenfalls möglich und sehr zu empfehlen.

Auf den Spuren von König Artus

Wie in einer anderen Welt können sich Besucher des Lake District in England fühlen. Durch die malerische Landschaft im Nordwesten des Landes ziehen sich mehr als 3.000 Kilometer Wanderwege, die an zwölf Seen vorbeiführen. Nicht umsonst gehört der Lake District Nationalpark zum Welterbe der Unesco, an dem schon Sagengestalt König Artus und die Ritter der Tafelrunde gewirkt haben soll. Bei der majestätischen Landschaft ist das gut vorstellbar, weht hier doch auch immer ein Hauch von Mystik mit. Mit dem Lake Windermere befindet sich der größte See Englands im Naturpark, als Pendant dazu wacht der Scafell Pike als größter Berg des Landes über dem Weltnaturerbe.

Mehr Seen, mehr erleben

Die Plitvicer Seenplatte ist eingeschweißten Kroatien-Fans natürlich ein Begriff. Kaum ein Urlauber des Balkanlandes, der diesen Naturpark nicht schon einmal besucht hat. Als wären sie wie Tupfen auf einer Landkarte hineingemalt worden, erstrecken sich gleich 16 wunderschöne Seen auf einer Fläche von 300.000 Hektar. Auf Stegen spaziert man hier zwischen den glasklaren Wasserflächen und vielen kleinen und großen Wasserfällen umher. Auch abseits der direkten Wasserwege kann man an der Plitvicer Seenplatte gut wandern und die umliegende Natur entdecken. Hauptanziehungspunkte sind und bleiben jedoch die türkisblauen Teiche, die auch von kleinen Elektroschiffen befahren werden.

Sagenhafte kalte Welten in Island

Eis und Feuer treffen sich im isländischen Vatnajökull-Nationalpark, wenn man dem Lonely Planet glaubt. In der Tat waren Orte im Park schon Schauplatz für die Erfolgsserie „Game of Thrones“, denn was könnte es besseres geben als eine Kulisse aus heißen Quellen, schneebedeckten Vulkanen und tiefen Schluchten? Auch viele Naturliebhaber sehen das so und wagen sich auf die teils durchaus anspruchsvollen Gletscherwanderungen und in die tiefen beeindruckender Eishöhlen. Wundern Sie sich jedoch nicht, wenn irgendwo Tormund Riesentod mal vorbeischaut.

Italienischer Charme zu Lande und Wasser

In Italien liegt mit Cinque Terre ein weiterer zauberhafter Naturpark Europas. Vor allem die Dörfern mit den vielen bunten Häusern sind weltbekannt, schmiegen sie sich doch architektonisch fast unwirklich an die steile Küstenlinie Liguriens. Bis ins 15. Jahrhundert zurückdatiert werden kleine Orte wie Riomaggore, Corniglia und Monterosso und sind heute Ziel zahlreicher Touristen, die durch das Unesco-Welterbe wandern. Der Nationalpark befindet sich dabei nicht nur an Land, auch Teile des Meeres werden entsprechend geschützt.