Zu Besuch im Computerspielemuseum Berlin

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Fans von Computerspielen sind im Computerspielemuseum Berlin genauso gut aufgehoben wie Museumsbesucher, die mehr über die Geschichte und kulturelle Bedeutung der Computerspiele erfahren wollen. Wer einen Urlaub in Berlin vorhat, sollte die Gelegenheit nutzen und einen Abstecher in das Museum machen. Ein Berlinbesuch gerade wegen des Computerspielemuseums ist natürlich ebenfalls ein guter Grund zum Vorbeischauen.

Zur Geschichte und dem Eigenverständnis des Museums

Im Jahr 1997 gründete der Förderverein für Jugend und Sozialarbeit e.V. das Computerspielemuseum (CSM) zum Zweck der Darstellung von digitaler interaktiver Unterhaltungskultur. Die ständige Ausstellung war damals die weltweit erste ihrer Art. Das CSM ist seit Anfang 2011 in der Karl-Marx-Allee 93a untergebracht. Möchten Besucher es nicht weit haben, sollten sie eins der Hotels in Berlin buchen, welches sich in der Nähe befindet. Diejenigen, die gerne für sich selbst sind, halten dementsprechend besser Ausschau nach einer Ferienwohnung in Berlin. Menschen, die des Deutschen, Englischen oder Polnischen mächtig sind, sollten keine Probleme mit dem Verständnis der Ausstellungstexte haben. Als Museum möchte das CSM die Breite von Computerspielen zeigen und sie in unserer Gesamtkultur einordnen. Eine weitere Aufgabe als Museum sieht es im Sammeln von Ausstellungsobjekten. Hinzu kommt sein Engagement in der Forschung, beispielsweise zum Thema digitale Bewahrung.csm_ausstellung_bereich_homo_ludens_digitalis

Angebote und Besucherstruktur

Das CSM ist ein Museum zum Anfassen, es gibt interaktive Spielstationen und mit raren Originalen können Klassiker gezockt werden. Im Rahmen der Painstation wird beim PONG-Spiel der Spieler, der den Ball verpasst mit Hitze, kleinen Stromschlägen oder Peitschenhieben bestraft. Dieser Publikumsmagnet war übrigens auch schon im New Yorker Museum of Modern Art präsentiert worden, und zwar im Jahr 2008. Wenn die International Games Week Berlin stattfindet, lädt das CSM zum Gamefest ein. Bestandteil dessen sind Sonderaustellungen und Programme rund um die Spielekultur. Das Thema Spielsucht wird in der Dauerausstellung nicht verschwiegen und findet auch immer wieder Erwähnung während des Gamefests. Bei der Dauerausstellung dreht sich alles um das Thema „Computerspiele. Evolution eines Mediums.“ Das Publikum ist erwartungsgemäß eher jung, so sind 20 % der Besucher 16 bis 19 Jahre alt, 40 % zwischen 21 und 30 Jahren und 20 % gehören den 31- bis 40-Jährigen an. Auch nicht weiter verwunderlich: Zwei Drittel der Besucher sind männlich. Mit dem, womit sich das Museum beschäftigt, kann es die jungen Leute an Museumsbesuche heranführen. Gerade diese sind ja sonst eher weniger für Museen zu begeistern.

csm_cybermindSonstiges Erwähnenswertes

Im Museumsshop können Fanartikel erstanden werden, darunter T-Shirts und Wandtattos. Genau das Richtige für Liebhaber und Nerds. Auf einer Fläche von 670 m² haben Firmen zudem die Möglichkeit, gegen Miete Events oder Tagungen zu veranstalten.

Berühmte Personen aus der Spielerszene sind bei exklusiven Veranstaltungen, Empfängen oder Vorträgen anzutreffen. Wer es bequem mag, lässt sich den monatlichen Newsletter des Museums zusenden. So muss er sich nicht die Mühe machen, sich selbst auf dem Laufenden zu halten. Ebenso ist das CSM auf Facebook, Youtube und Twitter vertreten.

CSM-logo-newVielen Dank an das Computerspielemuseum in Berlin für die Bereitstellung der Fotos und für die Unterstützung, bei der Erstellung des Beitrags. Für weitere Informationen besuchen Sie www.computerspielemuseum.de