Die Hörnerdörfer oder unterwegs im Garten Eden der Alpen

Premiumweg_Beslerrunde©Tourismus_Hoernerdoerfer (2)Die Hörnerdörfer, zu denen Fischen, Bolsterlang, Obermaiselstein, Balderschwang und Ofterschwang gehören, befinden sich zum Teil auf dem Gebiet des Naturparks Nagelfluhkette im Allgäu und in Vorarlberg. Auf 400 km² können die Besucher eine reiche Tier- und Pflanzenwelt bestaunen. Alle, die vorhaben, den Naturpark zu erkunden, sollten sich am besten rechtzeitig um eines der Hotels im Allgäu oder in Vorarlberg kümmern. Thema soll hier die Beslerrunde in den Hörnerdörfer sein, die man durchaus als etwas Besonderes im Außergewöhnlichen bezeichnen kann.

Gestartet wird auf dem Parkplatz „Wannenkopfhütte“, von wo aus es über die Herzberg-Alpe zum Schwarzenberg geht. Mit etwas Glück können die Wanderer von diesem Waldstück aus einen der seltenen Steinadler erblicken. Falls nicht, entschädigen die auf dem Berg auffindbaren Muschel- und Schneckenschalen. Wer sich jetzt fragt, wie die dahin kommen, dem sei gesagt, dass sich vor 120 Millionen Jahren an dieser Stelle ein Meer befand und nachdem sich in der Erdgeschichte die Alpen bildeten, wurden eben auch Teile des früheren Meeresbodens mit nach oben gehoben.

Per Bergpfad oder Klettersteig zum Gipfel des Beslers

Nachdem es weiter zur Oberen Gund Alpe gegangen ist, müssen sich die Wanderer zwischen einem Bergpfad oder Klettersteig hinauf zum Besler entscheiden. Auf dem Weg zum Gipfelplateau können die Wanderer das umliegende Bergpanorama genießen. Während die Massive des Naturparks vor allem aus Nagelfluhgestein, Herrgottsbeton und Flysch bestehen, sind es beim Besler die durch Wasser, Eis und viel Zeit entstandenen Rippen und Furchen in der Kalksteinplatte des Berges, die ihn von den anderen abheben. In den Furchen, auch Schratten genannt, wächst der Blaue Eisenhut, von dem viele wissen, wie giftig er ist. Auf dem Rückweg besteht die Möglichkeit, entweder steil zur Schönberg-Alpe hinabzusteigen, um sich dort mit einer Brotzeit zu stärken, oder man wählt einen sanften Abstieg und kehrt in der Herzberg-Alpe ein, wo leckerer Kuchen serviert wird.

Premiumweg_Beslerrunde©Tourismus_Hoernerdoerfer (5)Warum die Beslerrunde wandern?

Bei der etwa acht Kilometer langen Tour entdecken die Wanderer Ammoniten (bzw. deren übrig gebliebenen schneckenförmigen Fossilien), Steinnelken (blühen nur im Allgäu), Silberdisteln und eventuell sogar Gämsen. Für die Strecke wird etwa eine Zeit von drei Stunden benötigt, wer öfter innehält, benötigt mehr Zeit. Egal, wie lange die Wanderung gedauert hat, am Ende haben alle 566 Höhenmeter zurückgelegt. Die „Nagelfluhschleife Beslerrunde“, wie der Weg beschildert ist, sollte nur bei Trockenheit gegangen werden. Weil das Deutsche Wanderinstitut von der abwechslungsreichen Beslerrunde angetan war, ist sie u. a. aus diesem Grund als alpiner Premiumwanderweg zertifiziert worden. Die gut ausgebauten Wege mit ihren einheitlichen und eindeutigen Markierungen sorgen für Wanderspaß bei allen, die sich in den Bergen wohlfühlen. Der Besler ist auf jeden Fall ein Grund, im Allgäu Urlaub zu machen.