Der Keiljungfer auf der Naturparkroute Märkische Schweiz folgen

zert.wanderweg.panorama.schermützelseeDie Naturparkroute Märkische Schweiz ist als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband ausgezeichnet worden. Wappentier der 20,8 km langen Route ist die Keiljungfer, eine Libelle, die sich am Schermützelsee und den anderen Gewässern des Parks sehr wohl fühlt. Außer von den größeren und kleineren Seen sind es Tümpel, Teiche, Moore und das Flüsschen Stöbber, von denen sich die Keiljungfer angezogen fühlt. Daneben bietet der Park Schluchten, Täler und kleine Hügel, von denen die Aussicht genossen werden kann.

Die Naturparkroute führt im Norden, Westen und Süden um den Schermützelsee herum, in Waldsieversdorf wendet sich der Weg wieder Richtung Norden. Der am Ostufer des Schermützelsees gelegene Kneippkurort Buckow befindet sich dabei erst westlich, dann südlich des Pfads. Die östlichsten Punkte der Wanderung sind die Gaststätten Drei Eichen und Pritzhagener Mühle. Offizieller Startpunkt der Naturparkroute Märkische Schweiz ist der Parkplatz beim Kultur- und Tourismusamt, für die Strecke sollten sich Wanderer ca. sieben Stunden Zeit nehmen. Der Schwierigkeitsgrad ist mittel. Bei einem Urlaub in Brandenburg sollte man sich das Entlangwandern an der Naturparkroute Märkische Schweiz nicht entgehen lassen.

Die Route zu verschiedenen Jahreszeiten

Wer im Januar oder Februar entlang der Route wandert, kann aufgrund der laublosen Bäume die Hügel und Täler so richtig wahrnehmen. Im März und April findet die Amphibienwanderung statt, Anemonen- und Leberblümchen bilden bunte Blütenteppiche, Kraniche trompeten und ziehende Gänse schnattern. Vogelkundler dürfen sich auf die Monate Mai und Juni freuen, wenn die Vögel mit ihren Konzerten die Wanderer unterhalten. Alle rücksichtsvollen Spaziergänger haben gute Chancen, an der Pritzhagener Mühle Gebirgsstelzen zu Gesicht zu bekommen und auch Eisvögel können beobachtet werden. Blumenfreude stoßen an Wald- und Talrändern auf gelbe Taubnesseln, Orchideen bekommen sie ebenso zu sehen. Juli und August ist die Hochzeit der Libellen. An den Wegesrändern blühen Johanniskraut und Fingerhut. Im September und Oktober sind es die Pilze, die in den Vordergrund rücken, während sich die restliche Vegetation zurückbildet und die Gänse wieder nicht zu überhören sind. November und Dezember ist die Zeit, wo das Laub bunt an den Bäumen hängt, bevor es jahreszeitenbedingt herabfällt. In diesen zwei Monaten können die Spaziergänger die Wüchse der einzelnen Bäume bewundern und Bibernagespuren entdecken.

zert.wanderweg.im.erlenbruchWas verdient besondere Aufmersamkeit?

Die Märkische Schweiz verdankt ihr Aussehen verschiedenen Eiszeiten, heute können sich Einheimische und Touristen des Buckower Kessels, der Hügel, Seen, Moore, Rinnen und Platten erfreuen. Wenn der Weg im südlichen Teil der Route zwischen dem Kleinen und Großen Däbersee hindurchführt, bietet es sich an inne zu halten und in der Uferzone nach Tieren Ausschau (insbesondere Vögel) zu halten. Das bereits erwähnte „Drei Eichen“ ist neben seiner Funktion als Gaststätte noch Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung. Wie sich unschwer erraten lässt, stehen um den Bau viele Eichen. Südlich des Schermützelsees befinden sich in kurzen Abständen hintereinander vier Schutzhüten, eine Fünfte am Südufer der Mühlenplumpe. Um eine Wanderung auf der Naturparkroute Märkische Schweiz machen zu können, bucht man sich am besten eines der Hotels im Kneipkurort Buckow oder Waldsieversdorf bzw. in der Märkischen Schweiz.