Café Toscana: Glanzvolle Auszeit am Blauen Wunder

0Es ist die „Grand Dame“ der Dresdner Cafélandschaft und erstrahlt seit Kurzem wieder in neuem Glanz: Das Café Toscana am Blauen Wunder ist seit Herbst wieder eröffnet und bereitet seinen Gästen einen kleinen Urlaub in gemütlicher Atmosphäre.

Das Café Toscana ist in Dresden eine kleine Institution. Schon 1897 wurde es durch den Thüringer Gastwirt Friedrich Louis Köhler eröffnet. Damals hieß das Café schlicht „Kaffeerösterei mit Kaffeeausschank“, aber es befand ich schon in jenem Eckhaus am Schillerplatz, wo das Café Toscana bis heute ansässig ist. Durch die damals neue König Albert-Brücke, der insgesamt fünften Dresdner Elbbrücken, die erst vier Jahre vorher fertiggestellt worden war, konnten zahlreiche Gäste das neue Kaffeestübchen erreichen. Da Köhler viele Stammgäste aus einer früheren Wirtschaft in Blasewitz treu blieben, erlebte seine Kaffeerösterei einen schnellen Aufschwung. Im Jahr 1901 dann auch erstmals unter dem Namen „Café Toscana“. Der Name ist ebenfalls einem Stammgast zu verdanken, nämlich der Gattin des Sächsischen Kronprinzen Friedrich August III. von Sachsen, Luise von Toscana.

Café Toscana ist First Class Konditorei

Kurz nach freilich auch strategischer Umbenennung des Cafés erfolgten Umbauten und die Erweiterung um eine Backstube. Unter dem Konditor Eugen Hugo Zimmermann, der fortan das Café Toscana führte, entfaltete sich der der legendäre, bis heute währende Ruf für exzellente Torten und feine Süßspeisen. Hatte Zimmermann anfangs noch Existenzsorgen, da sein Café im Sommer weniger Gäste begrüßen konnte, profitierte er bald vom herausragenden Ruf des Hauses. Und so kamen und gingen im Laufe der Zeit viele Besitzer, die das Café Toscana führen wollten, doch egal welche Höhen und Tiefen die Geschichte mit sich brachte, der gute Ruf des Hauses blieb lange erhalten.9

Die Auferstehung einer Legende

In der DDR übernahm die Handelsorganisation den Betrieb des Cafés. Dadurch verschlechterte sich das Café und vor allem die Gebäude litten. Als die Bausubstanz so marode war, das der Wintergarten geschlossen werden musste, verlor man die letzten angestammten Gäste. 1989 musste das Café Toscana geschlossen werden. Im Jahr 1992 hat das Familienunternehmen der Bäckerei & Konditorei Eisold das Café Toscana übernommen. Nach enormer Anstrengung, viel Liebe und großen Investitionen gelang es auch, das Café Toscana wieder in Dresden zu etablieren. Seither lebt das Motto „Kreationen schaffen, die ein Lächeln auf das Gesicht zaubern“ wieder fort. Es gibt wieder echte traditionelle Handarbeit mit Liebe zum Detail und exzellente Geschmackserlebnisse aus der Backstube. Kurz nachdem die vierte Generation in das Familienunternehmen eingetreten ist, wurde das Café Toscana 2016 von Grund auf renoviert. Die Familie Eisold freut sich über alle Gäste, die das Café Toscana besuchen kommen und verspricht eine glanzvolle Auszeit in Dresden. Wer also in Dresden unterwegs ist, für seinen Kurztripp, Weihnachtsmarktbesuch oder gar den Urlaub in Dresden noch eine passende Location für Kaffee und Kuchen sucht, sollte jetzt bestens fündig geworden sein. Das Café hält täglich eine große Auswahl an feinsten Torten bereit und bietet neben Gebäck und hausgemachten Pralinen auch Spezialitäten sowie Bio-Fitness-Produkte. Man geht schließlich mit der Zeit. Ein besonderer Genuss sind auch die selbstgebackenen Baumkuchen, Obstplunder und vor allem Original Dresdner Christstollen in der Weihnachtszeit. Lassen Sie es sich schmecken!

Café Toscana
Schillerplatz 7
01309 Dresden
Mo-So: 9-19 Uhr
Feiertag: 9-19 Uhr

Kaffehäuser