Gebührenwahn: Steuer fürs Atmen in Caracas

Bild FlughafenWeltweit findet man an manchen Flughäfen seltsame Vorschriften und kuriose Gebührenforderungen. Eine neue Gebühr, die der Flughafen Caracas erhebt, ist besonders ausgefallen: Flugpassagiere in Venezuela zahlen eine Steuer fürs Atmen. Doch auch europäische Airports erheben teils merkwürdige Gebühren.

„Breathing Tax“ in Caracas

Kuriose Vorschriften und teils überzogene Gebührenforderungen an Flughäfen sind vielen Reisenden bekannt. Doch manche Airports dieser Welt versuchen es wohl auf die Spitze zu treiben. So zum Beispiel der “Aeropuerto Internacional de Maiquetía Simón Bolívar“ in Venezuelas Hauptstadt Caracas. Der Flughafen verlangt beim Betreten des Terminalgebäudes eine „Breathing Tax“, also eine Steuer fürs Atmen. Jeder Reisende soll demnach einen Beitrag von 125 Bolivar zahlen, umgerechnet sind das immerhin 14 Euro. Begründet wird die Steuer durch neu installierte Lüftungsanlagen, welche den Flughafen nun mit ozonhaltiger Luft versorgen. Dadurch wird das bakterielle Wachstum unterbunden und der Airport laut Angaben des zuständigen Ministeriums hygienischer gemacht.

„Kiss and drop“ in London besonders teuer

Auch in Europa finden sich teils unverschämte Gebührenforderungen. Am City Airport in London kostet selbst das sogenannte „Kiss and drop“, also das kurze Absetzen eines Reisenden am Terminal, bereits umgerechnet 4,40 Euro für 30 Minuten Parkzeit. Gesteigert wird dies nochmals am Flughafen London-Stansted, hier gibt es eine Gebühr namens „express set down“. Für zehn Minuten Halten verlangt der Airport zwei Pfund, umgerechnet etwa 2,50 Euro. Am Belfast International Airport mussten Passagiere bis 2011 hingegen eine Gebühr entrichten, falls diese vor dem Abflug nochmals in die Raucherzone wollten. Und auch die durchsichtigen Plastikbeutel zur Flüssigkeitsmitnahme im Handgepäck werden an vielen Flughäfen nicht kostenlos, sondern ausschließlich gegen Geld zur Verfügung gestellt.