Studie: So viel ist den Deutschen ihr Urlaub wert

Bild Urlaub buchenDie Urlaubssaison beginnt und mit ihr auch die Planung des Reisebudgets. Was dürfen Hotel und Anreise kosten? Soll es ein Budget-Hotel werden oder darf es vielleicht ein wenig mehr sein? Dem Trend nach dürften die Deutschen 2017 erneut mehr Geld für den Urlaub ausgeben. Denn schon das vergangene Jahr brachte einen Rekordwert.

Deutsche Urlauber haben 2016 so viel Geld ausgegeben, wie nie zuvor. Laut einer aktuellen Studie der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR), die auf der Reisemesse ITB vorgestellt wurde, lagen die Gesamtausgaben im vergangenen Jahr bei 88 Milliarden Euro. 2015 waren es noch 87 Milliarden Euro gewesen. In die Berechnung mit eingeflossen wurden Urlaubsreisen ab fünf Tagen sowie Kurzreisen.

Rekordsummen für den Urlaub

Eine weitere Berechnung stützt die Zahlen der FUR. So hatte schon der Deutsche Reiseverband (DRV) im März mitgeteilt, dass die Bundesbürger 2016 rund 86 Milliarden Euro für ihren Urlaub ausgegeben hätten. Auch die Reiselust ist weiter ungebrochen: Laut der FUR-Studie wollen 69 Prozent der befragten sicher oder sehr wahrscheinlich in diesem Jahr verreisen. Lediglich zwölf Prozent bleiben lieber zuhause. Die Bedrohung durch den Terror in einigen Urlaubsländern spielt jedoch auch bei der Buchung eine Rolle. So gaben 38 Prozent bei der Befragung an, sich durch Terror in ihrer Urlaubsplanung beeinflussen zu lassen.

Verlierer und Gewinner bei der Urlaubsbuchung

Dieser Effekt hat sich bereits im vergangenen Jahr gezeigt. So ist die Türkei einer der großen Verlierer, kam sie doch 2016 schon ab 23 Prozent weniger Urlaubsreisen als im Jahr zuvor. Ebenfalls einen Rückgang verzeichnen mussten die nordafrikanischen Länder mit insgesamt 29 Prozent Minus. Frankreich verlor immerhin 15 Prozent. Zulegen konnten dagegen Deutschland, Österreich, Griechenland und Kassenschlager Spanien.

Deutschland bleib auch im vergangenen Jahr das beliebteste Reiseziel mit einem Anteil von satten 30 Prozent. Auf 14,8 Prozent kam Spanien und wurde damit erneut beliebtestes Auslandsreiseziel. Dahinter folgen die Klassiker Italien (8,2 Prozent), die Türkei (5,6 Prozent) und Österreich (4,6 Prozent), sowie Griechenland (3,5 Prozent). Innerhalb der Bundesrepublik tauschten der bisherige Spitzenreiter Bayern mit Mecklenburg Vorpommern die Plätze. Dahinter lagen Niedersachsen und Schleswig-Holstein.