Taxifahrer-Protest: So kommen Sie heute durch Palma de Mallorca

Bild Heute Stau in Palma de MallorcaAm heutigen Mittwoch wird es auf Mallorca eng: Mit einem Protestzug und einer Autokolonne wollen die Taxifahrer der Baleareninsel den Verkehr in der Hauptstadt lahmlegen. Sehr zum Leidwesen von Urlaubern und Einheimischen.

Urlauber auf Mallorca sind für Taxifahrer die Haupteinnahmequelle. Gerade Fahrten vom Flughafen in die Stadt oder zu Hotels bringen Geld ein. So ist es nicht verwunderlich, dass die geplanten Buslinien zwischen dem Airport Palma de Mallorca und den wichtigsten Touristenzentren der Insel auf Widerstand bei denen stoßen, denen die Beförderung von Urlaubern den Lebensunterhalt sichert.

Autokolonne in Palma de Mallorca

Ab 11 Uhr am Mittwoch wollen die Taxifahrer vom Fußballstadion Son Moix in Richtung Innenstadt fahren. Bis zu 500 Autos sollen sich am Protestzug beteiligen. Der Verkehr in der Inselhauptstadt könnte so vollständig zum Erliegen kommen. Zusätzlich wollen rund 1.000 weitere Taxifahrer zu Fuß vor dem Landesregierungssitz protestieren. Aus Angst vor Umsatzeinbußen haben die Taxifahrer ebenfalls mit einem Streik zu Ostern gedroht. Reisende, sollten in den Stunden nach 11 Uhr das Stadtgebiet unbedingt meiden, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind. Erst am Nachmittag ist damit zu rechnen, dass der Verkehr wieder rollt.

Neue Buslinien für Urlauber

Die Landesregierung hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, ab der Sommersaison neue Linienbusse in Richtung der beliebtesten Touristenzentren einzusetzen. Der Service soll ab Mai verfügbar sein. Bisher müssen Urlauber, deren Reiseveranstalter keinen Transfer anbietet, zunächst mit dem Stadtbus in das Zentrum von Palma fahren und am dortigen Zentralbahnhof in Überlandbusse steigen, die sie zu ihren Zielen bringen. Mit den neuen Buslinien, die alle 60 bis 90 Minuten vom Flughafen nach Cala Millor, Santa Ponca, Magaluf, Playa de Alcùdia-Playas de Muro-Can Picafort und Cala d’Or-Porto Petro, wird der Transfer für Urlauber wesentlich einfacher. Die Offiziellen auf Mallorca rechnen damit, dass etwa sechs Prozent der ankommenden Touristen das Angebot annehmen.