So teuer ist die Kurtaxe in deutschen Urlaubsorten

Foto Teure Kurtaxe an der NordseeUrlaub in Deutschland ist schön – manchmal aber auch recht teuer. Neben Kosten für Anreise und Hotel muss das Urlaubsbudget auch für die Kurtaxe reichen. Diese ist in manchen deutschen Ferienorten aber ganz schön happig. Wo Sie wie viel Geld bezahlen müssen, verrät Ab-in-den-Urlaub.de Extra.

Jüngst machte die geplante Touristensteuer auf Mallorca Schlagzeilen, die ab Ende 2016 eingeführt werden soll. Doch auch viele Urlauber in Deutschland sind von einer solchen Abgabe betroffen, denn in zahlreichen beliebten Feriengebieten wird eine Kurtaxe erhoben. Diese ist ein Relikt des 19. Jahrhunderts und wird in vielen Ferienorten von auswärtigen Übernachtungsgästen verlangt. Sie wird erhoben, um touristische Angebote zu erweitern und deren Instandhaltung und Reinigung zu sichern. Im Gegenzug erhalten Urlauber, die eine Kurtaxe entrichten müssen, meist aber auch Rabatt oder gänzlich freien Eintritt zu einigen Angeboten und fahren ermäßigt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Ganz schön teuer, diese Kurtaxe!

Trotz der Vorteile, die die Kurtaxe für den Tourismus bringt, stößt sie bei manchen Urlaubern auf Gegenwind. Der Grund dafür ist, dass manche Ferienorte recht hohe Kurtaxen verlangen. Die Liste der teuersten Kurtaxen in Deutschland führen die folgenden Orte an:

Juist 3,50 €
Wangerooge 3,50 €
Langeoog 3,50 €
Bad Kissingen 3,50 €
Baden-Baden 3,50 €
Norderney 3,40 €
Bad Reichenhall 3,20 €
Borkum 3,20 €
Westerland 3,20 €

3,50 Euro Kurtaxe klingt zunächst wenig, doch dieser Betrag wird pro Urlaubstag und Urlauber eingezogen. Ein Pärchen, das zehn Tage Urlaub auf Juist macht, zahlt somit 70 Euro mehr für seinen Urlaub. Doch es geht auch günstiger: Die Kaiserbäder auf Usedom verlangen pro Tag und Urlauber in der Hauptsaison 3 Euro, in Binz auf Rügen beträgt die Kurtaxe 2,60 Euro in der Hauptsaison. Am Tegernsee und in Garmisch-Partenkirchen zahlen Urlauber 2 Euro pro Tag. Dass es auch ganz ohne Kurtaxe geht, zeigt das Ostseebad Damp in Schleswig Holstein. Die Gemeinde entschied sich bewusst gegen eine Touristenabgabe, denn nach Ansicht der Verantwortlichen sollte ein gepflegter Ort eine Selbstverständlichkeit sein. Ob dieses Beispiel Schule macht?