Urlaub auf Mallorca: Erstmals Haftstrafe wegen Übelkeit

Majorca Cala Llombards Santanyi beach in Mallorca Balearic Island of Spain

Für Beborah B. und ihren Mann Paul R. hat der Traumurlaub auf Mallorca böse Folgen. Ein britisches Gericht verurteilt die beiden Ehepartner zu mehreren Monaten Haft, weil sie sich einer weit verbreiteten Betrugsmasche bedienten.

Immer häufiger bekommt die Reisebranche mit Touristen Probleme, die im Urlaub plötzlich unter Magenschmerzen oder Durchfall leiden, während andere Mitreisende bei bester Gesundheit bleiben. Das merkwürdige „Virus“, das eine Lebensmittelvergiftung vortäuscht und Reiseveranstalter abzockt (wir berichteten) ist aber keine Krankheit, sondern blanke Gier. Simulanten täuschen den Reiseveranstaltern eine Lebensmittelvergiftung vor, um später Schadensanspruch anzumelden. Vor allem unter englischen Urlaubsgästen wird die Betrugsmasche immer beliebter. Umso bedeutender ist das Urteil, das nun ein Gericht in Liverpool gesprochen hat.

Schadensersatz: Betrugsversuch um 22.000 Euro

Das Urteil betrifft Deborah und ihren Mann Paul. Beide sind mitsamt ihren Kindern zu einem Traumurlaub nach Mallorca aufgebrochen. 2015 verbrachten sie schöne Tage auf der Baleareninsel, wie private Fotos in den Sozialen Medien beweisen. Und weil es so schön auf Mallorca war, ging es 2016 gleich noch einmal auf die Insel. Auch von dieser Reise wurden Fotos und Nachrichten gepostet, die Urlaubsspaß und Erholung vermitteln. Blöd nur, dass das auch der Reiseveranstalter gesehen hat. Ihm hatte das Ehepaar eine saftige Klage zugeschickt, weil es vom Hotelessen angeblich Magenprobleme bekommen habe. Das hätte den Urlaub ruiniert. Das Ehepaar forderte 22.000 Euro Schadensersatz. Abzocken ließ sich der Reiseveranstalter jedoch nicht. Im Gegenteil: Das Gericht in Liverpool verhängte nun eine Haftstrafe von neun Monaten für die Mutter sowie 15 Monate für deren Gatte. Es ist das bisher erste Mal, dass Betrüger wegen dieser Masche zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurden.

Warnung vor Anstiftern auf spanischen Urlaubsinseln

Die berüchtigte „Durchfall-Masche“, die vor allem von englischen Touristen angewandt wird, hat inzwischen eine Scheinindustrie hervorgerufen. So sind die Touristen oft selbst Opfer von Banden, die im Urlaub überhaupt erst zum Betrug anstiften. An beliebten Reisezielen wie auf Mallorca oder den Kanarischen Inseln treiben sich beispielsweise Rechtsanwaltsgehilfen in den einschlägigen Hochburgen herum, die dort den Touristen vorrechnen, wie hoch der Schadensersatz bei einer vermeintlichen Magen-Darm-Erkrankung wäre. Dafür verlangt die sogenannte „Claims Clinic“ eine Gebühr, von der die Anstifter leben. Auch werden bereits Kassenzettel ausgehändigt, die den Kauf von Medikamenten belegen sollen. Diesen sollen die Urlauber dann beim Reiseveranstalter als Nachweis ihrer vermeintlichen Erkrankung einreichen.

Die Anstiftung mindert die Straftat jedoch keineswegs und wegen der steigenden Fallzahlen wird das Vorgehen gegen betrügerische Urlauber immer härter. In Magaluf konnte die mallorquinische Polizei nun einige Drahtzieher verhaften, denn bereits um mehr als 500 Prozent ist die Zahl solcher Fälle seit 2013 schon gestiegen. Allein 2016 beklagten Reiseveranstalter und Hoteliers wegen Betrügereien einen Schaden in Höhe von etwa 50 Millionen Euro. Begonnen hatte alles mit einer Änderung im britischen Verbraucherrecht. Durch sie wurden tausende Schadensersatzforderungen erst ermöglicht. Um Reiseveranstalter und sich selbst viel Ärger und dubiose Betrugsmaschen zu ersparen, buchen Sie ihren Urlaub auf Mallorca lieber mit einem preiswerten Angebot von Ab-in-den-Urlaub.de. Wir haben Angebote für Mallorca schon ab 141 Euro pro Person.

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Quelle:Youtube.com/Stefan Zimmermann