Mehr Verbindungen, kleine Preise: Billigflieger wollen expandieren

Bild Billigflieger expandierenFliegen soll immer günstiger werden, wenn es nach den Billigfliegern auf dem Markt geht. Im Sommer 2017 soll es noch mehr Reisenden möglich gemacht werden, für kleines Geld in den Flieger zu steigen. Denn die Low-Cost-Carrier wollen ihr Angebot deutlich ausbauen.

Im Sommer soll es für Urlauber billiger werden: Günstig-Airlines wie Ryanair haben für dieses Jahr eine Reihe neuer Ziele angekündigt, für die Reisenden nur kleines Geld bezahlen sollen. Der irische Billigflieger will etwa die Zahl seiner Flugverbindungen von Deutschland aus von 190 auf 245 erhöhen. Damit bietet Ryanair dann rund 2000 Flüge in der Woche von und in die Bundesrepublik an. Die zusätzlichen Verbindungen sollen zum großen Teil von den Flughäfen in Berlin, Hamburg und Nürnberg abgehen.

Neue Verbindungen der Billigflieger

Ähnliche Ambitionen wie der irische Billigflieger hat auch Easyjet. Der Branchenzweite setzt auf eine Erweiterung am Flughafen Berlin-Schönefeld, von der ab dem Sommer viele Reisende profitieren können. Ebenfalls expandieren will Lufthansa-Tochter Eurowings und bietet demnächst neue Flugverbindungen ab Berlin-Tegel, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln-Bonn, München und Stuttgart an – alle zum Schnäppchen-Preis. Auch die ungarische Wizz Air will ihr Angebot um mehr als ein Viertel vergrößern, wie das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) ermittelt hat.

Linienflieger nicht mehr allein am Airport

Hinzu kommt, dass die quasi Monopolstellung einiger Linienflieger an deutschen Flughäfen nicht mehr besteht. So kommt etwa Ryanair mit zwei Maschinen nach Frankfurt und sorgt dort für Unmut beim Platzhirsch Lufthansa. Diese beschwert sich zwar einerseits über die günstigen Rahmenbedingungen, die dem irischen Billigflieger von der Betreibergesellschaft Fraport serviert werden. Gleichsam plant die Kranich-Airline, die eigene Eurowings zu gleichen Bedingungen in Frankfurt zu positionieren, allerdings erst ab 2018. Schon im Sommer wird Eurowings dagegen in München gleich vier neue Maschinen zu finden sein, 30 neue Flugverbindungen im Gepäck. Auch in Wien und Palma de Mallorca sollen weitere Flugzeuge stationiert werden.

Billigflieger geht auf die Langstrecke

Auf dem europäischen Markt wird es damit eng, denn hier drängen sich bereits zahlreiche Billigflieger. Grund genug für einige Low-Cost-Airlines, den Schritt in Richtung Langstrecke zu wagen, auch wenn hier die klassischen Vorteile für sie wegfallen. Norwegian will es etwa wagen, mit der Boeing 737 Max 8 nonstop an die US-Ostküste zu fliegen – zum fast unglaublichen Preis ab 69 US-Dollar.