Aktiver Vulkan auf Bali: Das müssen Sie jetzt wissen (mit Video)

Bild Vulkan auf BaliAuf Bali ist der Vulkan Mount Agung seit einigen Tagen wieder bedenklich aktiv und hat eine riesige Rauchsäule ausgestoßen. Die Aschewolke erinnert an den legendären Ausstoß des Vulkans Eyjafjallajökull in Island vor einigen Jahren.

Wenn er auch (noch) kein Lava spuckt, gibt der Mount Agung auf Bali Grund zur Sorge. Seit Tagen rumort es schon in dem rund 3000 Meter hohen Vulkan, am Sonntag schließlich kam es zu einem Ausstoß von Asche in bis zu 6000 Metern Höhe. Die lokalen Behörden haben jetzt für die umliegende Region eine Reisewarnung ausgesprochen. Der Ausbruch des Vulkans steht kurz bevor.

Mount Agung auf Bali steht kurz vor Ausbruch

Schon seit September deuten Anzeichen am Mount Agung verstärkt darauf hin, dass der Vulkan kurz vor dem Ausbruch steht. Das sonst so beliebte Vulkan-Ausflugsziel, das jährlich bis zu 5000 Menschen anzieht, wird von vielen seitdem gemieden, hatten die balinesischen Behörden doch am 22. September schon die höchste Warnstufe ausgerufen und mehr als 130.000 Anwohner zum Verlassen ihrer Dörfer aufgefordert. Dass die Aktivität des Vulkans in Folge wieder zurückging, war wohl nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn seit dem Wochenende ist klar: Ein größerer Vulkanausbruch steht unmittelbar bevor.

Nach Expertenberichten habe sich der Krater des Mount Agung bis zum Rand mit Lava gefüllt, die bald über den Rand treten dürfte. Asche wurde bereits kilometerhoch in die Luft geschleudert, begleitet von Dröhnen und explosionsartigen Eruptionen. Wegen der aktuell etwa vier Kilometer hohen Rauchsäule wurde der Flughafen in der Hauptstadt Denpasar geschlossen. Mehrere Zehntausend Passagiere dürften von der Schließung betroffen sein. Am Sonntagnachmittag war bereits der Airport der Insel Lombok geschlossen worden, die östlich von Bali liegt. Am Montagmorgen konnte der Flugbetrieb jedoch wieder aufgenommen werden. Für Bali selbst soll die Schließung des Airports noch bis Dienstagfrüh 7 Uhr Ortszeit bestehen bleiben. Je nachdem, wie die Aschewolke sich entwickelt und wohin sie wandert, müssen Reisende jedoch mit erneuten Sperrungen und Flugausfällen rechnen.

Auswärtiges Amt rät Reisenden zur Vorsicht

Reisenden rät das Auswärtige Amt jetzt, sich mit den jeweiligen Airlines und Reiseveranstaltern in Verbindung zu setzen, über die sie gebucht haben. Urlauber auf Bali sollten außerdem ausreichend Bargeld und Medikamente für den persönlichen Bedarf mitführen, falls notwendig. Den Anweisungen der lokalen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten und die Sperrzone bis auf zehn Kilometer rund um den Mount Agung strikt einzuhalten.


Quelle: YouTube/ Straits Time