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Sehenswürdigkeiten auf Föhr

Föhr bietet nicht nur Strand und gesunde Seeluft. Das Meer und die Nähe zu Skandinavien haben die Insel geprägt.

Die grüne Insel

Föhr wird durch die vorgelagerten Inseln ein wenig geschützt vor der rauen Nordsee, und das macht sich im Landschaftsbild deutlich bemerkbar. Aus der Luft präsentiert sich ein Flickenteppich von kleinen Feldern, gesäumt von langen Stränden. Der einzige Bach der Insel, die Godel, erlaubt dem Meer bei starkem Hochwasser, ein Stück weit ins Land einzudringen. So ist die Godelniederung entstanden – von Brackwasser genährte Salzwiesen, in denen viele Vogelarten rasten und brüten. Ein bisschen weiter südlich hat man vom Goting-Kliff, dem etwa anderthalb Kilometer langen Stück Steilküste der Insel, einen weiten Blick über die See. Möchte man mehr über den Naturraum Meer und speziell über das Weltnaturerbe Wattenmeer erfahren, dann empfiehlt sich ein Besuch in der nicht weit entfernten Schutzstation Wattenmeer. Von hier aus werden Strand- und Wattwanderungen, Vogelexkursionen und Fahrradtouren angeboten, bei denen sich die Insel in fachkundiger Begleitung ausgezeichnet erkunden lässt.
Strand der Nordseeinsel Föhr

Friesische Inselgeschichte erkunden

Schon gegen Ende der Steinzeit lebten Menschen auf Föhr, das damals noch keine Insel, sondern lediglich ein höher gelegener Flecken Erde inmitten von Marschland war. Spuren von Steingräbern finden sich an verschiedenen Stellen der Insel. Die bronzezeitlichen Bewohner hinterließen Hügelgräber, von denen drei nahe dem im Westen gelegenen Dorf Utersum zu finden sind. Bei Borgsum kann der Besucher einiges über das Leben der Föhrer zwischen dem 10. und dem 14. Jahrhundert erfahren. Hier stand die Lembecksburg, deren Ringwall noch heute zu sehen ist. Ihr damaliger Besitzer, Klaus Lembeck, rebellierte Ende des 14. Jahrhunderts gegen seinen Lehnsherrn Waldemar von Dänemark, verlor allerdings und musste fliehen.
Noch vor der Reformation wurden die drei sehenswerten Kirchen der Insel erbaut: St. Nicolai in Wyk und St. Johannnis in Nieblum stammen aus dem 13. Jahrhundert, einzelne Teile von St. Laurentii in Süderende wurden sogar schon Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Die Kirchen selbst bergen Schätze aus vergangenen Jahrhunderten und – im Falle von St. Nicolai – eine Barockorgel, die ein Schüler des berühmten Arp Schnitger entworfen und gebaut hat. Noch beredteres Zeugnis der Geschichte aber legen die „Sprechenden Grabsteine“ ab, die zu Hunderten auf den zu den Kirchen gehörenden Friedhöfen die Gräber zieren. Sie erzählen von goldenen Zeiten für die Insel: Seit dem 17. Jahrhundert heuerten immer mehr Föhrer auf den Walfängern der Briten und der Niederländer an. Nicht wenige von ihnen stiegen zu Schiffsführern auf. Zweihundert Jahre später zählte Föhr etwa tausend Seefahrer, 150 von ihnen waren Kommandeure. Die eingemeißelten Inschriften der Grabsteine berichten auch von ihrem Leben.
Besonders in Nieblum sind etliche von den prächtigen Friesenhäusern der Kapitäne erhalten. Beim Erforschen des Dorfes auf kopfsteingepflasterten Straßen fühlt man sich um Jahrhunderte zurückversetzt, da die historische Dorfanlage im Ortskern kaum von modernen Gebäuden unterbrochen wird. Mehr über die Geschichte des Walfangs, über die damals bekannten Föhrer Navigationsschulen und ganz allgemein über die Geschichte der Insel und ihrer Natur zeigt das Dr.-Carl-Häberlin-Friesen-Museum in Wyk. Auf dem Gelände des Museums steht zudem eine kleine Bockwindmühle. Vier weitere historische Windmühlen kann man beim Spaziergang über die Insel bewundern. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bockwindmühlen für den kräftigen Inselwind weniger gut geeignet waren, baute man die größeren Holländermühlen. Beispiele dafür stehen in Wrixum, Oldsum und Borgsum. Im Brixumer Gebäude wurde ein kleines Museum eingerichtet. Auch die ursprüngliche Einrichtung der Mühle, zu der Mahlwerk, Kran und Aufzug gehören, ist teilweise erhalten geblieben. Sie ist, ebenso wie die vielen anderen Zeugnisse der Geschichte Föhrs, einen Besuch wert.