8. März: Streik in Italien beschränkt Reisende

In Italien müssen sich Reisende am 8. März 2018 auf erhebliche Einschränkungen im Flugverkehr einstellen. Wie Eurocontrol bekanntgegeben hat, wollen die italienischen Fluglotsen am Donnerstag streiken.

Reisende haben am Donnerstag, den 8. März gleich in zwei Ländern das Nachsehen. Einerseits wurde bereits in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Gewerkschaften in Spanien zum Generalstreik aufrufen. Jetzt wollen auch die italienischen Fluglotsen am Internationalen Frauentag zeitweise ihre Arbeit niederlegen. Ebenfalls beteiligt am Streik: das Flugpersonal von Alitalia.

Fluglotsen und Alitalia-Personal streiken

Gleich mehrere Streikparteien wollen sich in Italien dem Arbeitsausstand anschließen. An Roms Flughäfen Fiumicino (FCO) und Ciampino (CIA) wollen die Mitarbeiter der Flugaufsicht ihre Arbeit von 10 bis 18 Uhr niederlegen. Zudem haben die Fluglotsen Italiens bei der staatlichen Flugsicherung Enav einen Ausstand von 13 bis 17 Uhr angekündigt. Das Personal von Alitalia zeigt Schulterschluss und will am 8. März die Arbeit von 12 bis 16 Uhr ruhen lassen. In Verbindung mit dem geplanten Generalstreik in Spanien ergibt sich so für Reisende in Südeuropa eine verzwickte Lage, Verspätungen und Flugausfälle sind vorprogrammiert. Schon am Dienstag und Mittwoch ist es in Österreich zu zahlreichen Flugausfällen gekommen, weil die Belegschaft von Austrian Airlines zu einer Betriebsversammlung aufgerufen hatte. Hunderte Flüge mussten storniert werden, viele Passagiere entschlossen sich aber auch zu einer Umbuchung auf die kommenden Tage, die wiederum in den Streikzeitraum in Italien und Spanien fallen. Auf ein knappes Flugangebot am 8. März kommt dann eine noch größere Nachfrage – keine gute Ausgangssituation für alle, die am Donnerstag in den Urlaub nach Italien oder Spanien fliegen wollen. In der Vergangenheit waren Streiks in Italien auch kurzfristig abgesagt worden. Ist dies nicht der Fall, sollten Flugreisende Geduld mitbringen.

Erste Hilfe für Reisende in Italien

Wer wissen will, ob sein Flug auch wie geplant stattfindet, wendet sich im besten Fall direkt an die ausführende Airline. Bei Pauschalreisen ist der Reiseveranstalter in der Pflicht, für Ersatz zu sorgen. Während eines Streiks müssen Reisende dann aber damit rechnen, dass sich der Urlaubsbeginn um einige Stunden oder gar Tage verschieben kann. Sind Urlauber wegen eines Streiks am Flughafen gestrandet, sind Airlines oder Reiseveranstalter in der Pflicht, sich um die Wartenden zu kümmern, bis der nächste Flug geht. Konkret bedeutet das die Versorgung mit Gutscheinen für Speisen und Getränke, die regelmäßige Weitergabe von Informationen, nicht aber das Bereitstellen von Hotelzimmern. Ein Streik gilt gemeinhin als höhere Gewalt und ist damit für Airlines und Reiseveranstalter nicht entschädigungspflichtig. Wohl müssen sie sich aber darum bemühen, dass Reisenden nicht allzu große Unannehmlichkeiten entstehen.

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