Erdbeben auf Lombok


Schon vor einer Woche hat die Erde auf der Urlaubsinsel Lombok gebebt, jetzt haben weitere Erdstöße das indonesische Eiland erschüttert. Ab-in-den-Urlaub Magazin mit den Details.

Erdbeben hatte Stärke 6,9

Mehrere hundert Verletzte und mehr als 140 Todesopfer ist die aktuelle Bilanz nach zwei heftigen Erdbeben auf der Insel Lombok. Die Stärke des Bebens am Sonntag wurde zunächst auf 7,0 gesetzt und später auf 6,9 korrigiert, so die zuständige Behörde für Wetter, Klima und Geophysik in Indonesien. Am Montag ist es zu mehreren Nachbeben gekommen. Mehrere hundert Urlauber wurden etwa von den vorgelagerten Gili-Inseln mit Booten auf die Hauptinsel Lombok gebracht. Befürchtet wurde ein Tsunami, der jedoch nicht eintrat. Das erste Beben vor gut einer Woche hatte bereits eine Stärke von 6,4 und 16 Todesopfer gefordert. Mehr als 500 Wanderer saßen am aktiven Vulkan Rinjani fest und mussten von den Behörden in Sicherheit gebracht werden.

Auf Lombok selbst flohen am Sonntag tausende Einheimische und Touristen vor dem Beben ins Freie, als Häuser und Hotels zu schwanken begannen. Viele von ihnen verbrachten auch die Nacht unterm Sternenzelt, zumeist ohne Lichtquelle, weil durch das Beben auch eine Vielzahl von Stromleitungen gekappt worden war. Auch auf der bekannteren Urlaubsinsel Bali war das Beben zu spüren, viele Menschen rannten in Panik auf die Straße.

Nach und nach sollen nun Urlauber, die es wünschen, Lombok mit dem Flugzeug in Richtung ihrer Heimat verlassen. Obwohl es am Hauptort Mataram ebenfalls zu schweren Schäden gekommen war, kann der Flugbetrieb am hiesigen Flughafen weiter fortbestehen. Betroffene Urlauber auf Lombok, das einst als Geheimtipp neben dem touristischen Bali galt, sollten sich mit ihrem Reiseveranstalter oder der gebuchten Airline in Verbindung setzen um den Rückflug zu organisieren.

Bild Lombok, Indonesien

So verhaltet ihr euch bei Erdbeben richtig

Weil Indonesien auf dem pazifischen Feuerring liegt, kommt es hier vergleichsweise häufig zu Erdbeben und dadurch ausgelösten Tsunamis. Für Urlauber, die keine Erfahrung mit heftigen Erdstößen haben, stellt sich nach der ersten Schrecksekunde die Frage: was tun? Experten empfehlen in der Tat, bei einem Erdbeben zunächst den Weg ins Freie zu suchen, um sich vor herabstürzenden Gegenständen zu schützen. Das gilt jedoch nur dann, wenn ihr euch in der Nähe des Ausgangs befindet, da sonst wiederum die Gefahr durch Umherfliegendes zu groß ist. Wer sich noch in einer Wohnung oder dem Hotelzimmer befindet, sucht am besten unter dem nächsten Tisch Zuflucht. Draußen gelten wiederum offene Plätze ohne Gebäude, elektrische Leitungen oder Straßenlampen in der Umgebung. Droht ein Tsunami, solltet ihr einen möglichst hohen Punkt im Landesinneren aufsuchen um euch vor einer Flutwelle zu schützen. Das Deutsche Geoforschungszentrum GFZ rät zudem zu folgenden Maßnahmen:

• Leistet den Anweisungen des Katastrophendienstes Folge
• Springt nicht aus dem Fenster oder vom Balkon
• Nutzt weder Treppe noch Fahrstuhl
• Meidet den Strand
• Sammelt euch mit anderen Reisenden zu einer Gruppe und stellt Kontakt zu einer Botschaft her

Macht ihr in erdbebengefährdeten Regionen Urlaub, kann auch vorbeugendes Verhalten sinnvoll sein. Geht zunächst Fluchtwege ab, wenn ihr ein neues Hotel bezieht. Prüft schwere Möbel und Regale in ihrer Verankerung an der Wand. Erkundet sichere Orte und Räume innerhalb des Gebäudes, in dem ihr übernachten. Haltet eine kleine Notfalltasche oder einen Rucksack bereit, mit Taschenlampen, Batterien, haltbaren Lebensmitteln und Wasser. Das Notfallgepäck ist beliebig erweiterbar mit Medikamenten und Verbandsmaterial, Decken, Bargeld und Ausweispapieren.

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