Flugverspätung: neues Grundsatzurteil


Zwei Klagen, bei denen es neben eines Ausgleichs aufgrund von Flugverspätung um den zusätzlichen Erhalt von Schadensersatz ging, wurden vom Bundesgerichtshof (BGH) abgewiesen.

In zwei Fällen konnten Fluggäste eine Hotelübernachtung nicht wahrnehmen, weil sie erst einen Tag später als geplant ihr Urlaubsziel erreichten. Bei einem der Kläger kamen noch die entstandenen Kosten für den einen Tag weniger genutzten Mietwagen hinzu. Beide Kläger bekamen vom Amtsgericht eine pauschale Ausgleichszahlung in Höhe von 600 Euro zugesprochen. Ausgleichszahlungen für Flugverspätungen werden in der europäischen Fluggastrechteverordnung geregelt. Zusätzlich versuchten sie, Schadensersatz für die nicht in Anspruch genommenen Hotel- und Mietwagenleistungen geltend zu machen. Die zwei Klagen wurden mit der Begründung abgewiesen, dass Ausgleichszahlung auf weitere Ansprüche anzurechnen sein. Eine Berufung hatte keinen Erfolg, der BGH stellte sich hinter die bereits getroffenen Urteilsverkündungen.

Warteschlange am Flughafenschalter
Warteschlange am Flughafenschalter

Alternativ hätten die Kläger auch nach nationalem Recht auf Schadenersatz bezüglich der Flugverspätung und den entstandenen Hotel- und Mietwagenkosten klagen können. Im diesem Fall müssen Schadenseintritt und -höhe konkret dargelegt werden.

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