Malediven im Ausnahmezustand


Auf den beliebten Urlaubsinseln der Malediven wurde der Ausnahmezustand verhängt. Die Regierung zieht damit Konsequenzen aus den Unruhen der vergangenen Tage, die vor allem die Inselhauptstadt Malé betrafen.

Immer wieder war es in der Vergangenheit zu Demonstrationen in Malé gekommen, nun soll der verhängte Ausnahmezustand Ruhe in die brisante Lage vor Ort bringen. Für 15 Tage ist dieser angesetzt und soll sich laut des maledivischen Tourismusministeriums nicht auf den Reiseverkehr auswirken. Angeblich entstünden „keinerlei Einschränkungen für Urlauber auf den Malediven, da sämtliche touristischen Einrichtungen wie der internationale Flughafen, nationale Flughäfen, Hotels, Guest Houses, Touristenboote etc. in Betrieb sind“, so das Statement der Behörde.

Auswärtiges Amt rät zur Vorsicht

Dagegen empfiehlt das Auswärtige Amt deutschen Besuchern auf den Malediven, sich mit besonderer Vorsicht auf den Inseln zu bewegen. Wer nicht muss, sollte nicht zwingend nach Malé reisen und sich besser in den geschützten Urlaubsresorts aufhalten. Wie sich die politische Lage weiterentwickelt, ist derzeit nicht abzusehen. Reisenden vor Ort wird deshalb dringend geraten, die mediale Berichterstattung auf den Malediven aufmerksam zu verfolgen und den Anweisen der Behörden Folge zu leisten. Wer eine größere Menschenansammlung oder Demonstration sieht, entfernt sich besser und achtet auch auf die Hinweise des lokalen Sicherheitspersonal.

Tipps für Urlauber auf den Malediven

Wer eine Reise auf die Malediven gebucht hat oder jetzt gerade dort seinen Urlaub verbringt, bekommt jedoch nicht zwingend etwas vom Ausnahmezustand mit. Die Anreise auf die Inselgruppe für Urlauber erfolgt nicht über die Hauptinsel Malé, genauso wenig die Abreise. Der Urlaub kann demnach ganz normal und erwartet paradiesisch verlaufen, wenn Reisende nicht selbst das Bedürfnis haben, sich in die Unruhen zu stürzen. Reiseveranstalter sehen die Lage vor Ort nicht nur deshalb relativ entspannt. Immer wieder sei es auf den Malediven zu Unruhen und Demonstrationen gekommen, die durch die Verhängung eines Ausnahmezustands beruhigt wurden, so etwa die TUI gegenüber deutschen Medien. Die Urlaubsinseln lägen teils weit von Malé entfernt, Ausflüge dorthin würden einfach abgesagt, um niemanden zu gefährden. Auch andere Reiseveranstalter sehen keine Beeinträchtigung für Urlauber, die auf den kleineren Nachbarinseln die schönste Zeit des Jahres verbringen.

Eine konkrete Entwarnung für Reisende gibt es bisher trotzdem nicht. Die Reiseveranstalter beobachten die Lage vor Ort sehr genau, denn die Sicherheit der Urlauber steht stets an erster Stelle. Mitarbeiter auf den Malediven halten Hotelgäste über die aktuelle Situation auf dem Laufenden, zudem können sich Touristen immer auf den Seiten des Auswärtigen Amtes weitere Informationen holen.

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