Mallorca: Giftige Quallen am Strand entdeckt

Auf Mallorca ist es heiß, der Sommer 2018 beginnt mit schönsten Badetemperaturen. Ob ihr derzeit auf Mallorca wirklich ins Wasser gehen solltet, ist jedoch nicht klar. Denn vor Palma wurde eine hochgiftige Qualle gesichtet.

Kurz vor Beginn der Hauptsaison auf Mallorca ist in der Nähe des populären Strandes Ciudad Jardin bei Palma eine tote Portugiesische Galeere (Physalia physalis) gefunden worden. Das hat der Notdienst der Balearen über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mitgeteilt.

Giftquallen im Mittelmeer gesichtet

Schon seit einigen Wochen hat die Regionalregierung der Balearen die Giftquallen im Blick, nachdem mehrere Exemplare vor Ibiza und Formentera sowie anderen Teilen des Mittelmeeres gesichtet wurden. Der Balearen-Notdienst hat alle Badegäste auf den Inseln um erhöhte Vorsicht gebeten, gleichzeitig wird in Palma geprüft, ob ein Badeverbot ausgesprochen wird. Auch im spanischen Alicante waren in der vergangenen Woche Portugiesische Galeeren angespült worden. Der dortige Strand musste daraufhin auf einer Länge von 100 Kilometern gesperrt werden. Nun erwägen die Behörden im Osten von Spanien, ob Netze im Wasser und Drohnen in der Luft verhindern können, dass die giftigen Tiere an die Küste gelangen. Dass die Portugiesischen Galeeren überhaupt im Mittelmeer auftauchen, ist ungewöhnlich. Vermutlich wurden sie durch starke Strömungen vom Atlantik her nach Spanien gespült.

Bild Vorsicht vor giftigen Quallen

Gerade Kinder sollten sich vor Quallen besonders in Acht nehmen

Diese Gefahr droht durch die Portugiesische Galeere

Für Menschen kann die Quallenart insofern gefährlich sein, als dass ihr Gift bei Hautkontakt extreme Schmerzen verursachen kann. Besonders tückisch: Weil die Tentakeln der Portugiesischen Galeere teils meterlang sind, können Badende und Schwimmer im Meer damit in Berührung kommen, ohne die Tiere vorab gesichtet zu haben. Die bläulich schimmernden Tiere jagen mit ihren Tentakeln kleinere Fische, die vom Gift der Quallen getötet werden.

Ganz so gefährlich sind die Portugiesischen Galeeren vor der spanischen Küste nicht, äußerst schmerzhaft kann ein Stich aber werden. Bei älteren Personen oder Kindern und wenn man gleich mehrfach mit den Tentakeln in Berührung kommt, drohen aber weitere gesundheitliche Beschwerden. Gelangen größere Giftmengen in den Körper, können Übelkeit, Erbrechen, aber auch Herz-Kreislauf-Beschwerden und Atemnot die Folge sein. Die Hautschäden, die durch den Kontakt mit einer Giftqualle entstehen, sind da fast zweitrangig. Erste Hilfe kann geleistet werden, indem Tentakeln, die noch auf der Haut kleben, entfernt werden. Die darin befindlichen Nesselzellen mit den giftigen Nesselkapseln könnten sonst bei weiterem Hauskontakt zerplatzen. Dazu bespült ihr die betroffenen Stellen am besten mit Meerwasser und schabt die Tentakel vorsichtig mit einer Plastikkarte ab. Auch Sand kann helfen, die Nesseln von der Haut zu lösen. Keinesfalls aber dürft ihr Alkohol oder Süßwasser auf die Stellen gießen. Als gefährliche Quallenarten gelten:

• Haarqualle (Cyanea capillata)
• Kompassqualle (Chrysaora hysoscella)
• Leuchtqualle (Pelagia noctiluca)
• Portugiesische Galeere (Physalia physalis)
• Würfelqualle/Seewespe (Chironex fleckeri)

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