Wird Mallorca jetzt moralisch?


Magaluf auf Mallorca ist bekannt für seine feierwütigen Gäste. Vor allem Briten reisen in den Küstenort, um es krachen zu lassen. Jetzt sollen Schilder dafür sorgen, dass es in Magaluf ruhiger wird.

Party-Zone Magaluf soll beruhigt werden

Magaluf ist Mallorcas Partyhochburg, will es aber gar nicht sein. Schon seit Jahren versucht die Kommune für mehr Ordnung und weniger Exzesse zu sorgen. Doch gerade die britischen Touristen reisen oft eigens nach Magaluf, um zu eskalieren. Damit auch noch der feierwütigste Urlauber erkennt, was verboten ist, hängen jetzt eindeutige Warnschilder in Magaluf. Diese sollen verhindern, dass Ordnungswidrigkeiten gegen allzu hemmungslose Partytouristen verhängt werden müssen.

Die Punkte die auf den Schildern zu sehen sind, sind unter anderem folgende:

• Alkohol trinken auf der Straße: 500 Euro Strafe
• Verschmutzen der Straße: 200 Euro Strafe
• Ohne Kleidung auf die Straße gehen: 400 Euro Straße
• Belästigen anderer Personen: 400 Euro Strafe

Getaway, Städtetrip. Mallorca

Versehen sind die Warnschilder mit dem eindeutigen Hashtag #havefunwithrespect, der klarmachen soll: Party in Magaluf ja, Exzesse nein. Nötig sind die Maßnahmen, weil Trinkgelage und Gewaltausbrüche in Magaluf in den letzten Jahren weiter zugenommen haben. Allein im Jahr 2017 hat die Zeitung „El Mundo“ 785 Anzeigen wegen Vorfällen in Zusammenhang mi8t Alkoholmissbrauch gezählt. Gerade in den Hotspots von Malaga, wie der Calle Eucalyptus oder der Calle Dragonera gibt es fast jede Nacht Spuren der Verwüstung. Flaschen, Scherben, Erbrochenes und sogar Blut ergeben einen unschönen Mix, der nicht nur Einwohner in Magaluf abschreckt. Auch Urlauber, die gemäßigt feiern wollen, meiden Magaluf mittlerweile, weil sie um die Zustände wissen. Immer wieder kommt es auf den Straßen zu sexuellen Handlungen und anderen Ausschweifungen: Schon so mancher Blumentopf und manche Terrassenliege sind nach einer wilden Partynacht im Meer gelandet. Ob die Warnschilder an der Situation in Magaluf etwas ändern, wird von vielen Bewohnern noch bezweifelt, hat doch die Feierei in dem Urlaubsort Tradition.

Bild Party in Magaluf

In Magaluf soll es nun ruhiger werden

Regeln und Maßnahmen gegen den Party-Tourismus

Doch es soll noch mehr passieren: Aktuell gibt es in der Verwaltung von Calvià Überlegungen, All-Inclusive-Angebote für alkoholische Drinks zu untersagen. Auch „2 für 1“ Angebote und „Happy Hours“ könnten in der Zukunft nicht mehr verfügbar sein, denn sie sind Grundlage dafür, dass die vorrangig britischen Touristen alle Hemmungen verlieren.

Neben den bereits oben genannten Vergehen werden diese weiteren in Magaluf unter Strafe gestellt:

• Verstoß gegen Alkoholbestimmungen durch Veranstalter: 500 Euro Strafe
• Störung des öffentlichen Lebens: 400 Euro Strafe
• Urinieren in der Öffentlichkeit: 400 Euro Strafe
• Öffentliche Partys auf der Straße: 500 Euro Strafe
• Respektloses Verhalten gegenüber der Polizei: 400 Euro Strafe
• Nutzung von Lautsprechern u.Ä. in der Öffentlichkeit: 200 Euro Strafe
• Graffiti an öffentlichem Eigentum: 100 Euro Strafe

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