Neue Visa-Richtlinien bei Einreise in die USA

Ein Visum für die USA zu erhalten, soll künftig noch schwieriger werden. Wie mehrere Medien berichten, wird der Zugang in die Vereinigten Staaten für Millionen Besucher deutlich erschwert. So meldet etwa die New York Times, die Sicherheitskontrollen für Visa würden stark ausgeweitet.

Nach Medienberichten hat US-Außenminister Rex Tillerson die weltweiten Botschaften seines Landes über die Verschärfung von Kriterien zur Vergabe von Visa informiert. Demnach müssten sich Einreisewillige auch darauf einstellen, dass sie ihre Aktivitäten in sozialen Netzwerken offenlegen.

Strengere Kontrollen bei Visa-Vergabe

Die US-Regierung hat ihren Botschaften im Ausland neue Richtlinien für die Visa-Vergabe übermittelt. So sollten die Botschaftsmitarbeiter bestimmte teile der Bevölkerung ausmachen, der Anträge detaillierter geprüft werden. Neben der Überprüfung von zurückliegenden Reisen könnten dabei auch die Arbeitgeber aus bis zu 15 Jahren, sowie eigene E-Mail-Adressen, Telefonnummern und den Nutzernamen für Social-Media-Plattformen abgefragt werden. Personen, die sich jemals in IS-kontrollierten Gebieten aufgehalten haben, müssen ihre Aktivitäten in sozialen Medien in jedem Fall überprüfen lassen. Deutlich erschwert werden dürfte die Einreise vor allem für Syrer und Iraker, Einreise-Experten rechnen mit mehr abgelehnten Visa-Anträgen in der Zukunft und verlangsamten Visaprozessen.

Die schärferen Einreisebestimmungen sind nur ein Teil der angestrebten Sicherheitsmaßnahmen von US-Präsident Trump. Bereits zweimal ist er vor Gericht mit einem Einreiseverbot für Menschen aus islamisch geprägten Ländern gescheitert. Die Anweisungen des Außenministers sind jedoch älter als die jüngste gerichtliche Entscheidung gegen den Einreisebann des Präsidenten.

Deutschland vorerst nicht betroffen

Für Bundesbürger haben die neuen Anweisungen bisher noch keine Relevanz, ist Deutschland doch, wie ein Großteil Europas, von ihnen ausgenommen. Sie können, wie bisher, weiterhin mit dem Visa-Waiver-Programm (Esta) und den bekannten Regularien einreisen. Für insgesamt 38 Länder soll es Ausnahmen bei den Sicherheitskontrollen geben. Neben vielen europäischen Staaten sind auch etwa Australien, Japan und Südkorea nicht von den verschärften Kriterien betroffen.

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