Reisenews 47: Winterwetter, Wassermangel und Warnung für die Malediven

Eine eiskalte Reisewoche neigt sich dem Ende. Endlich zeigt sich der Winter auch in Deutschland von seiner frostigen Seite. An anderen Orten jedoch werden Hitze und Trockenheit zum großen Problem. Ab-in-den-Urlaub Extra mit den Reisenews.

Neues aus aller Welt

Kapstadt geht das Wasser aus

Südafrika steht seit mehr als zwei Jahren vor einem erheblichen Dürre-Problem. Weil es in der Region um Kapstadt kaum regnet, neigen sich die Wasserspeicher dem Ende zu. Schon seit Monaten stellen die Wasserwerke immer wieder die Zufuhr ein. Seit 1. Februar gilt nun für alle Menschen in der Kapregion eine Verbrauchsgrenze von gerade einmal 50 Litern Trinkwasser am Tag für ihren privaten Haushalt. Das ist etwa die Hälfte weniger als der Tagesverbrauch in einem deutschen Haushalt. Dennoch droht in Südafrika der „Tag Null“, an dem kein Wasser mehr aus dem Hahn kommt. Spätestens Mitte Mai soll es soweit sein, wenn nicht plötzlich viel Regen fällt, der die Speicher auffüllt. Auch für Urlauber wird die Notlage vielerorts sichtbar. So könnten Hotels die Duschzeiten reglementieren, ihre Pools ablassen oder Grünanlagen unbewässert lassen. Deshalb nicht mehr nach Südafrika zu machen, ist jedoch unsinnig, ist doch der Tourismus wichtiger Wirtschaftsfaktor gerade für die Region um Kapstadt. Viel mehr können Urlauber dazu beitragen, dass Wasser gespart wird, indem sie auf den regelmäßigen Handtuchwechsel verzichten und auch sonst sparsam mit dem wertvollen Gut umgehen.

Ausnahmezustand auf den Malediven

Auf den Malediven spitzt sich dagegen die politische Lage weiter zu. Wegen andauernder Demonstrationen in der Inselhauptstadt Malé hat die Regierung in dieser Woche den Ausnahmezustand verhängt. Das bedeutet auch, dass deutlich mehr Sicherheitskräfte auf den Straßen Präsenz zeigen werden und die Befugnis haben, sich gegenüber Passanten durchzusetzen. Wie das Auswärtige Amt empfiehlt, sollten Urlauber die Stadt Malé eher meiden, vor allem aber großen Menschensammlungen und Demonstrationen aus dem Weg gehen. In wirklichen Kontakt zu den Unruhen werden Urlauber, die auf die Malediven reisen, beim An- und Abflug jedoch nicht kommen, weil diese auf anderen Flughäfen landen und abheben. Mehr Informationen zur aktuellen Lage auf den Malediven können Sie bei uns nachlesen.

Schneechaos in Paris

Die Pariser kommen gar nicht aus den Wetter-Kapriolen heraus. Nachdem die Seine wegen anhaltenden Regens in den Wochen zuvor gefährlich gestiegen war, ist es nun der Schnee von oben, der für Chaos in der französischen Metropole sorgt. Seit fünf Jahren hatte es in Paris keinen wirklichen Schneefall mehr gegeben, da kam die weiße Pracht am Anfang der Woche einem Unwetter gleich. Wegen Schnee und Glätte fuhren nicht nur die TGVs in Frankreich deutlich langsamer. Der Straßenverkehr in und um Paris kam fast vollständig zum Erliegen, es bildete sich eine Rekord-Staulänge von 740 Kilometern, rund 600 Autofahren mussten im Umland der Hauptstadt in Notunterkünften nächtigen. Sogar der Eiffelturm wurde zeitweise geschlossen. Zum Wochenende können die Pariser und ihre Gäste aus aller Welt jedoch aufatmen – die Temperaturen sollen steigen.


Quelle: YouTube / Guardian News

Wissenswertes für Urlauber

Ryanair-Streik über Ostern möglich

Der Billigflieger Ryanair ist für seine krassen Sparmaßnahmen und die kleinen Preise für Flugtickets bekannt. Deshalb hassen und lieben viele Flugreisende die Airline gleichermaßen. Dass Ryanair vor allem bei den eigenen Mitarbeitern keinen Spaß versteht, ist in den vergangenen Jahren nach und nach an die Öffentlichkeit geraten. Bei den Themen Betriebsrat und Tarifentlohnung sieht Airline-Chef Michael O’Leary eindeutig rot. So verwundert es nicht, dass der Manager Anfang der Woche ankündigte, die „lächerlichen“ Forderungen seiner Piloten nicht erfüllen zu wollen. Viel mehr noch stellt man sich bei Ryanair auf Streiks über die Osterfeiertage ein. Wer über Ostern fliegen will, sollte sich die Flugangebote auf dem Markt deshalb ganz genau ansehen.


Quelle: YouTube / ZDF

Erste Hilfe im Flugzeug

Für viele Flugreisende ist es eine Horror-Vorstellung, dass es anderen Passagieren über den Wolken plötzlich schlecht geht. Wenn im Ernstfall medizinische Hilfe nötig wird, sollten sich Mitreisende in erster Linie an die Flugbegleiter wenden, die ihrerseits alles Weitere einleiten. Neben ihrer eigenen fundierten Ausbildung haben diese auch Hilfsmaterialien wie Erste-Hilfe-Koffer und Medikamente an Bord, die bei Bedarf zum Einsatz kommen. Manche Airline hat gar ein eigenes Bonus-Programm für mitfliegende Mediziner, die für ihren Einsatz mit Vergünstigungen entlohnt werden. Wer Ihnen beim Notfall im Flugzeug hilft, können Sie hier nachlesen.

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