Trend-Studie: Immer mehr Frauen in Badeanzug / Männer über 40 immer öfters in engen Slip-Badehosen

Der Frühling war gigantisch, bald könnte der Sommer noch mehr aufdrehen. Es droht die große Hitzewelle. Spätestens jetzt werden Millionen Deutsche eine Abkühlung in Seen und Schwimmbädern suchen. Doch wie präsentieren sie sich am Strand und auf den Liegewiesen? Das internationale Online-Reisebuchungsportal ab-in-den-urlaub.de (1,71 Mio. Nutzer*) wollte das auch in diesem Jahr in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage (durchgeführt von TNS Emnid) wissen. Zwei neue Trends wurden dabei festgestellt:

Für die meisten Männer am wichtigsten: Wer nackte Haut sehen will, kommt in diesem Jahr weniger auf seine Kosten. Grund: Immer mehr Frauen – fast jede zweite, nämlich 45 Prozent – gaben in der Studie an, 2011 am Strand oder im Freibad mit Badeanzügen aufzulaufen! Dieser „stoffreiche“ Trend zieht sich durch alle Altersschichten der Damen. So ist der Anteil der Badeanzugträgerinnen bei unter 40-jährigen um 11 Prozent und bei über 50-jährigen sogar um 20 Prozent gestiegen. Hinzu komme aber auch, dass es deutlich trendigere Badeanzüge in den Kollektionen der Modehäuser gebe. Ganz anders sieht es bei den Männern über 40 aus. Die „Herren der Schöpfung“ tendieren in diesem Jahr sehr stark zu engen Slip-Badehosen (18 Prozent). Im letzten Jahr waren es bei den „Ü40“-Herren gerademal 11 Prozent. Damit gilt: Je älter die Herren, desto knapper die Badehose. Guten Appetit!

Trotz der Renaissance des Badeanzugs tragen immerhin 53 Prozent der unter 40-jährigen Frauen knappe Bikinis. Beliebt sind auch Tankinis, eine Art Tank Top (ärmelloses Oberteil) mit Bikini-Hose. Immerhin 6 Prozent der deutschen Frauen gehen so an den Strand. Ebenfalls ideal zum kaschieren von Figurproblemen sind Badeshorts mit einem Bikini-Oberteil. Dieses Outfit ist zwar eher maskulin, aber dennoch bevorzugen es 6 Prozent der jüngeren Frauen. In diesem Fall haben sich die Damen den Trend sogar bei den Männern abgeschaut. Vorteil für die Trägerinnen: Auch in dieser Bekleidung werden unschöne Speckröllchen um die Hüfte und am Po gut kaschiert. Der Pareo, ein Hüfttuch, welches ursprünglich aus der Südsee stammt, findet auch in Deutschland seine Trägerinnen. Das Tuch wird sowohl zum stoffarmen Bikini (1 Prozent) als auch zum klassischen Badeanzug (3 Prozent) getragen. Ungewöhnlich prüde zeigen sich die unter 40-jährigen Frauen beim Thema Nacktbaden. Keine der Befragten geht so, wie Gott sie schuf, in das kühle Nass. Im letzten Jahr waren es immerhin noch 2 Prozent. Die Generation „Ü40“ sieht es lockerer. 3 Prozent von ihnen gehen nackt baden.

Ähnlich prüde wie die jungen Frauen sind auch die Männer unter 40. Mittlerweile tragen 59 Prozent Bade- oder Surfer-Short, und zwar die knielangen. Was vielleicht im trockenen Zustand noch cool aussieht, wird beim Verlassen des Wassers eher peinlich. Nicht nur, dass literweise Wasser aus den Becken der Freibäder geholt wird – die Bademeister werden sich bedanken –  sehen die Shorts danach wie nasse schlaffe Säcke aus. Beachtet man noch die 22 Prozent nicht-knielangen Shorts, laufen mittlerweile 81 Prozent der jungen Männer mit Shorts an Stränden oder in Freibädern herum. Im letzten Jahr waren es bereits 75 Prozent. Scheinbar nimmt die Prüderie von Jahr zu Jahr zu.
Was bei den jungen Männern fast vergeblich gesucht wird, findet sich bei den älteren Semestern: Das kurze „Beinkleid“. Egal wie sehr sich der Bierbauch schon wölbt, kurze Badehosen (enge Boxer- und enge Slip-Badehose) sind bei den Männern über 40 und älter voll im Trend (40 Prozent). Bei den unter 40-jährigen sind diese Kleidungsstücke mit wenig Stoff nur ansatzweise vorhanden. Nur 6 Prozent zeigen sich damit. Die sogenannten Jammer (Radlerhosen) scheinen sich auf dem modischen Rückzug zu befinden. Während im letzten Jahr 7 Prozent der deutschen Männer noch diese Art von Bademode bevorzugten, finden sich in diesem Jahr nur noch 2 Prozent bereit, solche Hosen zum Baden zu tragen.

Ähnlich verhält es sich auch beim Nacktbaden: Immerhin gehen 5 Prozent der deutschen Männer nackt ins Wasser – 2 Prozent weniger als im letzten Jahr. Auffällig: Die Ostdeutschen gehen auch 20 Jahre nach der Wende noch immer unverkrampfter mit dem Thema Nacktheit um, als die Westdeutschen. 12 Prozent der ostdeutschen Männer gehen nackt baden. Im Westen sind es nur 3 Prozent. Bei den Frauen sind es 4 Prozent im Osten und 1 Prozent im Westen.

Abiturientinnen freizügiger

Auch in der diesjährigen Umfrage zeigte sich, dass die Schulbildung Einfluss auf den Kleidungsstil am Strand oder im Freibad hat. So ziehen 35 Prozent der Frauen mit Abitur oder Universitätsabschluss einen Bikini an. Sie haben also nicht nur was im Köpfchen, sondern können auch ihre Körper herzeigen. Bei den Frauen mit mittlerem Bildungsabschluss können sich nur 25 Prozent zu einem Bikini durchringen. Bei den Herren ist auffällig, dass Männer mit mittlerem Bildungsabschluss häufiger kurze und enge Boxer- oder Slip-Badehosen tragen (18 Prozent), als Abiturienten oder Studenten (9 Prozent). Wenn es aber um das Nacktbaden geht, führen die Männer mit höherem Schulabschluss: 14 Prozent. Männer mit niedrigerem Schulabschluss: 3 Prozent.

Burkini nicht mehr dabei

Was noch im letzten Jahr an den Stränden oder in den Freibädern als Farbtupfer und als alternative Badebekleidung entdeckt wurde (1 Prozent bei den unter 40-jährigen), scheint in diesem Jahr wieder out zu sein: Der Burkini. Keine der deutschlandweit befragten Frauen trägt in diesem Jahr den von der moslemischen Burka inspirierten Ganzkörperbadeanzug.

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Tina Kämpf
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