Reisetipp äußere Hebriden in Schottland


Die ersten Assoziationen zu Schottland sind wohl, neben Schottenröcken, satt grüne Weiden. Doch Schottland ist voller Kontraste: Die Äußeren Herbriden laden dazu ein, die karge Schönheit der Landschaft im Westen des Landes zu entdecken.

Stürmische Idylle in Schottland

Die Äußeren Hebriden − von den Schotten Western Isles genannt − sind von einer ursprünglichen und wilden Schönheit geprägt. Die karge, felsige Landschaft wurde von Wind und Wetter zerklüftet und wechselt sich mit Seen sowie Weiden ab. Die Inselgruppe der Äußeren Hebriden besteht aus über einhundert einzelnen Inseln, von denen Lewis, Harris, Uist sowie Barra die größten sind. Die Ostküste ist von beeindruckenden Klippen geprägt, wohingegen die Westküste flach in Sandstrände ausläuft. Urlauber können sich auf Einsamkeit und Idylle freuen, allerdings mit rauem Wetter: Die Inselgruppe wird häufig von Stürmen heimgesucht, es regnet fast täglich und im Winter ist es nur ein paar Stunden hell. Dafür wird es in den Sommermonaten kaum dunkel.

Zerklüftete Felsen auf der Island of Skye

Raue Landschaft der äußeren Hebriden

Anreise nur per Fähre oder Flugzeug

Mittlerweile sind die Western Isles gut angeschlossen: Neben Fähren, die fast täglich verkehren, gibt es erschwingliche Inlandsflüge. Beispielsweise bietet die kleine britische Fluggesellschaft Flybe Flüge von Glasgow, Edinburgh oder Inverness nach Barra Benbecula sowie nach Lewis und Stornoway an. Die Preise variieren je nach Buchungszeitpunkt zwischen 50 und 120 Pfund. Wer lieber mit einer Fähre anreisen möchte, kann die Verbindungen von Ullapool im Norden, Uig auf der Isle of Skye oder Oban im Süden von Schottland nutzen. Busse zu den Fährhäfen verkehren von Edinburgh, Glasgow oder Inverness für 20 bis 70 Pfund je nach Strecke. Wer die gesamte Inselgruppe erkunden will, sollte Tickets nutzen, die Insel-Hopping ermöglichen. Für 34,50 Pfund pro Passagier und 161 Pfund für Autos können Urlauber mit dem Hopscotch 8-Ticket von Oban über Barra, Harris und Lewis bis nach Ullapol reisen.

Burgen und Schauriges

Das Kisimul Castle ist die letzte Burg der Western Isles. Sie befindet sich mitten im Meer und trotzt seit über 600 Jahren Wetter und Wellen. 1937 wurde die Burg von einem Amerikaner und dessen Frau gekauft und komplett restauriert. Urlauber sollten sich eine Fahrt mit dem Boot um das Castle herum nicht entgehen lassen. Doch auch das Burginnere ist eine Besichtigung wert. Gruselfans dagegen sollten das Kildonan Museum auf South Uist besuchen. Es zeigt unter anderem einen 160 Kilo schweren Wappenstein, der auf mysteriöse Art und Weise vom Friedhof entfernt wurde und sich in London wiederfand. Neben dem Clanranald Stein werden im Kildonan Museum Waffen und Werke heimischer Künstler ausgestellt. Ansonsten bietet die Insel nicht viele Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne. Vielmehr gibt es historische, 5000 Jahre alte Steingräber und zahlreiche Burgruinen.

Donan Castle in den Highlands in Schottland

Typische Burg in Schottland

Heimat des besten Tweed

Der größte Exportschlager der schottischen Inselgruppe ist der Harris-Tweed. Der grobe, karierte Stoff ist für seine hervorragende Qualität bekannt und wird von vielen Designern direkt von der Insel Harris geordert. Produziert wird der Stoff immer noch in traditioneller Heimarbeit und ist das perfekte Mitbringsel aus dem Urlaub auf den Äußeren Hebriden.

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