Einfach magisch: Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha

Angkor Wat ist das vielleicht bezauberndste Ziel auf der Welt und unsere Nummer 1 der Orte, die man im Leben gesehen haben muss. Die besten Tipps für die weltberühmte Tempelanlage in Kambodscha.

Bild Angkor Wat ist die #1 der Welt

Die Magie von Angkor Wat

Der Anblick der Tempelanlage Angkor Wat ist mystisch und überwältigend zugleich. Mitten im Dschungel erheben sich die religiösen Bauten aus dem Boden und werden gleichzeitig von Pflanzen überwuchert. Reich verzierte Sandsteinfiguren und der riesige Tempel von Angkor Wat ergeben gerade bei Sonnenaufgang ein Bild, das Sie wohl nie wieder vergessen werden. Ob die alten Khmer wussten, dass das Zentrum Angkor ihre Herrschaft so lange überdauern würde? Immerhin bauten sie unter der Führung ihrer Könige, allen voran König Suryavarman II., die Tempelanlagen in Angkor zu Ehren des Hindu-Gottes Vishnu aus. Während die ersten Bewässerungssysteme für Reisfelder im Umland schon im 9. Jahrhundert angelegt wurden, wurde der Tempel Angkor Wat erst im 12. Jahrhundert erbaut und vollendet. Bis heute ist er das größte sakrale Bauwerk der Welt und Teil der etwa 200 m² großen Anlage, die in späteren Jahrhunderten im Übrigen buddhistisch genutzt wurde. Faszinierend ist auch die Baukunst von Angkor Wat, das mit seiner exakten Symmetrie beeindruckt. Jedes Bauwerk ist im Grundriss zudem in vier Quadrate aufgeteilt, denn die Vier steht im Hinduismus für absolute Vollkommenheit. Türme hat Angkor Wat jedoch fünf an der Zahl, wobei der höchste den Berg Meru als Zentrum der Welt verkörpern soll.

Quelle: YouTube/Matador Network

Das zerbrechliches Kulturerbe im Dschungel

Seit 1992 ist die Tempelanlage Angkor Wat Weltkulturerbe der UNESCO und steht somit unter besonderem Schutz. Das ist auch nötig, denn nicht nur die Jahrhunderte machen dieser Sehenswürdigkeit zu schaffen. Auch die Bausubstanz aus Sandstein ist anfällig für das feuchtwarme Klima in Kambodscha, so dass Restaurationen permanent notwendig sind. Die symmetrisch angelegten Türme, die Figuren, die Tempel – alles ist aus dem porösen Baustoff gefertigt. Experten arbeiten deshalb täglich daran, die wertvollen Details der Tempelstadt zu erhalten. Die größte Gefahr für Angkor Wat war in der Vergangenheit jedoch der Mensch: Über Jahrzehnte hatten Kunstdiebe in der Tempelanlage leichtes Spiel, weshalb die wertvollsten Statuten bereits im Staatsmuseum in Phnom Penh untergebracht sind.

Den Besuch in der Tempelanlage Angkor Wat planen

Steht man heute vor den Toren von Angkor, kann man sich gut vorstellen, dass hier einmal 20.000 Menschen gelebt haben könnten. Von einem riesigen Wassergraben umgeben erscheint die Anlage wie auf einer Insel gelegen, die von der Außenwelt abgeschottet ist. Als nationales Symbol hat Angkor Wat für die Kambodschaner eine ganz besondere Bedeutung und befindet sich auch auf der Nationalflagge, sowie auf vielen Geldscheinen im Land. In dieser Hinsicht werden die Tempel in Angkor von vielen Einheimischen besucht, stehen aber auch bei fast allen Kambodscha-Urlaubern auf der Liste der Orte, die sie unbedingt gesehen haben wollen.

Bild Der Tempel von Angkor Wat spiegelt sich im Wasser

Bei all diesen interessierten Menschen macht es Sinn, den Besuch in Angkor Wat gut zu planen. Um das magische Licht einzufangen, ist der frühe Morgen die beste Tageszeit, diese Sehenswürdigkeit zu erkunden. Ausgangspunkt, um nach Angkor zu gelangen, ist die Stadt Siem Reap, die sogar über einen Flughafen verfügt. Von dort aus sind es lediglich 20 Fahrminuten bis zur Tempelanlage. Rund um das Weltkulturerbe haben sich in den vergangenen Jahren eine Reihe großer und kleiner Hotels angesiedelt, die zu empfehlen sind. Die Magie von Angkor Wat kann man wohl nur schwer an einem einzigen Tag ganz aufsaugen, weshalb sich der Aufenthalt mit Übernachtung anbietet.

Das kostet der Angkor Pass, um in den Angkor Archaeological Park zu kommen:

GültigkeitPreise
1-Tagesticket Angkor37 $ (rund 32 Euro)
3-Tagesticket Angkor62 $ (rund 53 Euro)
1 Woche Angkor72 $ (rund 62 Euro)

Im Gegensatz zu früheren Jahren kann man die Tickets in Angkor Wat seit 2017 auch mit Kreditkarten wie Visa, MasterCard oder American Express bezahlen und muss dafür kein Bargeld dabeihaben. Angkor Wat ist täglich von 5 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet.

Der Tag in Angkor Wat: Zu Fuß oder mit dem Rad

Der frühe Morgen ist der perfekte Zeitpunkt, um das magische Licht in Angkor Wat einzufangen und den Sonnenaufgang hinter den Tempeln mitzuerleben. Hier zeigt sich auch eine weitere Besonderheit der Anlage: Viele der Tempeln spiegeln sich im Wasser wider, das zugleich den Urozean symbolisieren soll. Beginnen Sie deshalb Ihren Tag in Angkor Wat getrost schon morgens um 6 Uhr oder früher, wenn Sie die Sonne mit ihrem Farbspiel von Rot über Gelb erleben wollen.

Empfehlenswert ist es, das Gelände von Angkor Wat mit dem Fahrrad zu erkunden – der kleinere der beiden Rundwege ist 16 Kilometer lang. Je nach Aufenthalt in der Tempelanlage können Sie sich entscheiden, ob Sie die Tempel, Statuen und andere Ruinen zu Fuß oder mit dem Rad entdecken. Der kleinere Rundweg, führt auch am Ta Prohm Tempel vorbei, vielen bekannt aus den Lara Croft Filmen. Was besonders fasziniert: Die altehrwürdigen Gemäuer sind von vielen Bäumen und Wurzeln bewuchsen, so dass Angkor Wat fast eins mit der Natur wird. Der größere Rund weg ist weit weniger frequentiert und hat etwa mit dem Tempel Preah Khan auch ganz besondere Orte zu bieten.

Die beste Reisezeit für Angkor Wat

Zwischen November und April liegt die beste Reisezeit für Angkor Wat, wenn die Luftfeuchtigkeit gering ist und der Regen ausbleibt. Hier kommen freilich die meisten Menschen ins Land, mit viel Andrang müssen Sie deshalb auch in Angkor Wat rechnen. Weniger los ist nach dem heißen April, wenn im Mai die Regenzeit mit etwas Glück nicht ganz so heftig beginnt oder im November, wenn sie langsam abklingt.

Top-Tipps für die den #1 Ort, den man im Leben gesehen haben muss

• Mindestens drei Tage Zeit nehmen, um Angkor Wat zu besichtigen: Das 3-Tagesticket ist an drei beliebigen Tagen innerhalb einer Woche gültig.
• Schon ab 5 Uhr morgens den Sonnenaufgang in Angkor Wat miterleben.
• Mit dem Fahrrad auch den langen Rundweg erkunden.
• Kamera für die besten Aufnahmen nicht vergessen! 😉

Sie wollen noch mehr geballte Hochkultur? Dann besuchen Sie unseren Platz der „Orte, die man im Leben gesehen haben muss!“: Machu Picchu.

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