Reisetipp Chile


Neben Chile vereint kein anderes Land so viele Klimazonen und landschaftliche Kontraste. 4300 Kilometer Länge misst es, im Gegensatz dazu ist das europäischste Land Südamerikas nur etwa 180 Kilometer breit. Legt man die Umrisse der Landkarte von Chile auf Europa, so entspricht es einer Länge von Norwegen bis zur Sahara.

Adrenalin in Metropolennähe Santiagos

In Chile leben nur 16 Millionen Menschen. Ein Großteil von ihnen wohnt in der fruchtbaren Zentralzone um die Hauptstadt Santiago de Chile. Die übrigen Gebietes des Landes, wie die Wüsten im Norden, die Anden sowie die Fjordlandschaft Patagoniens, sind dünn besiedelt, bieten aber viele spannende Landschaften.

Etwa eine Stunde von der Hauptstadt Santiago entfernt im Cajón del Maipo kommen Adrenalinfans auf ihre Kosten. Zwischen Bäumen oder über Schluchten hinweg, kann man sich an einem Drahtseil in wankelmütige Höhen begeben und saust von A nach B. Canopy heißt die neue Trendsportart. Auf dem Maipo-Fluss werden zusätzlich auch Wildwasserrafting-Touren angeboten. Die schönste Stelle für Canopy mit einer Länge über 3 Kilometern und stellenweise 120 Meter über dem Boden ist hingegen am Fluss Trancura.

Alpakas vor dem See Chungara in Chile

Typisch für Chile: Alpakas vor dem Gebirgssee Chungara

Schönheit der Nationalparks Chiles

Bei der Weiterreise in den Süden nach Temuco und Osorno haben Reisende die Gelegenheit fremde Kulturen kennenzulernen. Die Mapuche-Gemeinden zeigen den Besuchern ihre Traditionen und führen durch die von ihnen gepflegten Nationalparks, zum Beispiel den Parque National Conguillío rund 125 Kilometer von Temuco entfernt. Mit wilder Vulkanlandschaft, klaren Bergseen, umzogen von Araukarienwäldern präsentiert sich die Landschaft. Llaima, der 3125 Meter hohe Kegelvulkan, ist das letzte Mal 2008 ausgebrochen.

Ein weiterer schöner Nationalparks ist Torres del Paine. Von der UNESCO wurde er zum Biosphärenreservat erklärt und gehört zu den schönsten Berglandschaften der Welt. Felsnadeln des Massivs ragen im Zentrum des Parks abrupt aus der Steppe auf, umgeben von Gletschern. In diese Märchenwelt aus Fels, dunklem Wald und Eis gelangt man über Schotterpisten von Natales aus per Linienbus beziehungsweise Mietwagen.

Vulkan Osorno in Chile mit Schneekuppe

Majestätischer Anblick: Der schneebedeckte Vulkan Osorno

Pionier-Orte in Chile

Zwischen der atemberaubenden Natur sind auch die Städte mit ihrer einzigartigen Kultur sehenswert und eine guter Ausgangspunkt für weitere Erlebnisse. In Puerto Natales kann man hervorragende Gastronomie genießen und in erstklassigen Hotels unterkommen. Die Hafenstadt Punta Arnes ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Feuerland oder in die Magellanstraße und vermittelt mit dem Regionalmuseum von Magallanes Wissen um die Geschichte der Region. Coyhaique erscheint mit den Bauten und Bewohnern wie ein Postkartenmotiv. Urlauber können Trekking-Touren am Berg Mackay unternehmen oder sich am Fluss Simpson im Fliegenfischen versuchen. Das Labyrinth aus Kanälen und Fjorden vom chilenischen Teil Patagoniens laden ferner zu Kayak-Touren ein.

Die chilenische Antarktis

1250 Kilometer südlich von Punta Arenas beginnt die Antarktis. Egal ob mit dem Kreuzfahrtschiff oder direktem Weg per Flugzeug – dieser Teil der Erde ist sicher eine Reise wert. Geführte Touren bieten auch einen Aufenthalt im chilenischen Dorfe „Las Estrellas“ an. Der Besuch wird allerdings nicht unbeachtet bleiben, denn hier leben gerade einmal 150 Menschen. Fernab der Zivilisation ist es sogar möglich Buckelwale, Schwertwale, Robben und Pinguine zu sehen.

Pinguine an der Südspitze Chiles

Pinguine an der Südspitze Chiles

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