In der Osteifel die Welt der Vulkane erkunden

Bild Urlaubsregion EifelZu den faszinierendsten Regionen in Deutschland zählt ohne Zweifel die im nördlichen Rheinland-Pfalz gelegene vulkanische Osteifel. Sie wurde über Millionen von Jahren von Vulkanen geformt, über die Jahre vom Menschen verändert und gilt heute nicht nur als jüngste deutsche Vulkanlandschaft, sondern auch als kulturelles und geologisches Erbe. Kein Wunder also, dass es in der Region viel zu entdecken gibt. Um die Welt der Vulkane zu erkunden, ist der Vulkanpark am Rand der deutschen Vulkanstraße besonders gut geeignet – denn wohin man sich dort auch dreht und wendet, warten mehr als 700.000 Jahre Erdgeschichte darauf, erlebt und erkundet zu werden.

Auf den Spuren der Erdgeschichte: Eifelvulkanismus hautnah

Besuchern des Vulkanparks im Landkreis Mayen-Koblenz eröffnet sich ein Fenster in 700.000 Jahre Erdgeschichte und den gesamten Eifelvulkanismus. So ist der Vulkanpark für Jung und Alt, natur- und kulturbegeisterte Menschen, historisch Interessierte, Aktivurlauber und Hobbyfotografen gleichermaßen interessant – denn sie alle können sich dort auf erdgeschichtliche Spurensuche begeben und eine Reise zu den zahlreichen Originalschauplätzen des Eifelvulkanismus unternehmen, wobei der „heiße Atem“ der Eifelvulkane stets hautnah mit dabei ist.

Informations- und Erlebniszentrum: Terra Vulcania

Der unermessliche Wissensschatz der Vulkaneifel liegt ebenso im ruhenden Eifelvulkanismus wie in den jahrtausendealten Überlieferungen des früheren menschlichen Lebens mit und von der Vulkanlandschaft. Greifbar wird dieses Wissen in zahlreichen Informations- und Erlebniszentren, die im Vulkanpark liegen und das aktive Erleben der Erdgeschichte in den Mittelpunkt gestellt haben. So steht beispielsweise das Erlebniszentrum Terra Vulcania in Mayen ganz im Zeichen von Basalt, dessen Abbau auf eine 7.000-jährige Geschichte zurückblicken kann. Als „Bergarbeiter“ lernen Gäste hier die Arbeit mit dem vulkanischen Stein kennen und erfahren mehr über die damit verbundenen Mühen und Gefahren. Dadurch bekommen die Besucher ein Gefühl für die Gewinnung des vulkanischen Schatzes, die bis heute betrieben wird.

Bizarre Bergbaulandschaft: das Mayener Grubenfeld

Bild Terra Vulcania Erlebniszentrum im Mayen

Foto: djd/Vulkanpark

Die in der Ausstellung inszenierte Vulkanlandschaft können Besucher anschließend direkt nebenan auf dem Freigelände im Mayener Grubenfeld live erkunden. Die bizarre Bergbaulandschaft ist dabei von Abbauspuren, die aus unterschiedlichen Epochen stammen, geprägt. Heute beheimatet die einstige Kulturlandschaft wieder seltene Pflanzen und Tiere – so sieht man abends zum Beispiel Fledermäuse über das Steinbruchgelände fliegen.

Moderner Gesteinsabbau: Ettringer Lay

In der heutigen Ettringer Lay befand sich vor etwa 200.000 Jahren ein Tal, welches beim Ausbruch des Bellerberg-Vulkans allerdings fast komplett mit dem basaltischen Gestein des Lavastroms gefüllt wurde. Dieses wurde im 19. und 20. Jahrhundert abgebaut, wodurch die jetzige Steinbruchlandschaft entstand. Diese erkundet man am besten zu Fuß auf dem vulkanologischen Wanderweg „Vulkanpfad“.

Einzigartiges Ausflugsziel: Erdgeschichte live im Vulkanpark

Im Vulkanpark lässt praktisch jeder Ort – ja sogar jeder Stein und Baum – die Geschichte des Eifelvulkanismus lebendig werden, wobei Gäste selbst entscheiden können, wie tief sie in die verschiedenen Themen eintauchen möchten. Die Kombination der einzigartigen Landschaft mit Natur- und Industriedenkmälern sowie Erlebnis- und Informationszentren lässt den Vulkanpark dabei zu einem jahreszeit- und wetterunabhängigen Ausflugsziel für die ganze Familie werden.

Foto: djd/Vulkanpark

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