Inkastadt über den Wolken: Die Magie von Machu Picchu

Jeder hat schonmal von der Inkastadt Machu Picchu gehört, doch da gewesen waren die wenigsten bisher. Doch wann, wenn nicht jetzt? Hier sind die besten Tipps zum Besuch von Machu Picchu, denn die Inkastadt ist Platz 2 unserer Artikelserie:

Machu Picchu Peru Inkastadt

 

Willkommen in Machu Picchu

Machu Picchu ist eine äußerst außergewöhnliche Stadt. Auch wenn sie heute nur noch in Ruinen erhalten ist, hat sie nichts von ihrer einstigen Macht eingebüßt. Sie fesselt einfach jeden, der sie besucht!

Die Stadt wurde vermutlich im 15. Jahrhundert von den Inkas errichtet, die dazu unfassbare Anstrengungen unternommen haben mussten. Machu Picchu liegt schließlich nicht irgendwo, sondern hoch in den peruanischen Anden auf einem 2.430 Meter über dem Meer gelegenen Bergrücken. Die unwirkliche Kulisse in den steilen Bergen lässt die Ruinenstadt durch und durch surreal erscheinen.


Quelle: Youtube.com/devinsupertramp

Selbstverständlich ist so eine außergewöhnliche Stätte heutzutage eine große Touristenattraktion. Spätestens als Machu Picchu 1983 von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt wurde, wurde die Inkastadt zu einer der größten Touristenattraktionen bei einem Urlaub in Südamerika. Nun kommen täglich etwa 2.500 Besucher aus der ganzen Welt, obwohl oder weil das Gebiet kaum zugänglich und so geheimnisvoll ist.

Die Geheimnisse von Machu Picchu

Dass es heute überhaupt möglich ist, die Inkastadt Machu Picchu zu besuchen, ist das Ergebnis einer kuriosen Entdeckungsgeschichte, bei der die Geister der Inkas ihre Finger im Spiel haben sollen. Die Geschichte der Entdeckung von Machu Picchu ist nämlich von mehreren tragischen Unfällen geprägt und wenn es jemandem doch einmal gelang, die Inkastadt zu finden, so war sie kurz darauf wieder verschwunden.

So gab es viele mutige Entdecker und Forscher, welche die Inkastadt aufsuchten, doch fand man sie selten ein zweites Mal. Es brauchte erst die Kartographie und genug Ortskunde, um 1874 eine erste Karte anfertigen zu können, in der die genaue Lage der Inkastadt eingezeichnet war. Bei den folgenden Expeditionen sorgten allerdings Schlammlawinen, Nebel, Unwetter und Unfälle dafür, dass die Stadt verloren blieb.

Machu Picchu wurde entdeckt und wieder verloren. Heute ist die Stadt ein großer Schatz in Peru.

Erst die Expedition der Yale University 1911 brachte die zufällige Wiederentdeckung von Machu Picchu. Die Ruinen waren längst von Pflanzen überwuchert und so war der Expeditionsleiter Hiram Binghams in dem Glauben, die Inkastadt Vilcabamba gefunden zu haben. 1960 rekonstruierte man anhand von Luftbildaufnahmen, dass die Binghams-Expedition 1911 Macchu Picchu wiedergefunden hatte. Seither spricht man rückwirkend vom „Wiederentdeckungsjahr 1911“.

Kritische Stimmen vermuten jedoch, Binghams Verwechslung war vorsätzlich und diente dazu, Gold und andere Grabbeigaben unbemerkt in die USA zu schaffen. So ranken sich heute viele Mythen und Legenden um Machu Picchu, welche der so ungewöhnlichen Ruinenstadt eine auch gespenstische, geheimnisvolle Aura verleihen.

So gelangt man nach Machu Picchu

Wer eine Reise nach Südamerika plant, wird Machu Picchu kaum auslassen können und selbst auch dorthin wollen. Jedoch gibt es weder Straßen in die Stadt der Inkas, noch einen Flugplatz in der Nähe. Der einzige Weg, die Inkastadt zu besichtigen, ist mit der Eisenbahn. Dazu begibt man sich nach Cusco, der ehemaligen Inkahauptstadt. Auch Cusco ist UNESCO-Welterbe und sowieso eine Reise wert. Möchte man von Cusco weiter nach Machu Picchu, steigt man in die Schmalspurbahn (Ferrocarril del Sur) nach Aguas Calientes, die beide Orte miteinander verbindet.

Die Abfahrt ist in Cusco oder 13 Kilometer westlich in Poroy möglich. Von dort dauert die Bahnfahrt nach Aguas Calientes etwa 3,5 Stunden. Die Zeit verfliegt jedoch schnell, da die Bahn auf spektakulärer Trasse durch die grandiose Gebirgswelt der Anden tuckert. Für europäische Verhältnisse eine wirklich atemberaubende Strecke! Auf der 100 Kilometer weiten Fahrt (Luftlinie 75km) durch das Urubambatal erlebt man zudem viel wilde Natur von bunten Vögeln bis zu Affen.

Erreicht der Zug Aguas Calientes, ist man noch nicht am Ziel. Der Ort beheimatet 2.000 Seelen und liegt auf etwa 2.000 Metern über dem Meer. Bis nach Macchu Picchu sind es also noch mehrere hundert Höhenmeter. Trotzdem trägt der hiesige Bahnhof den Namen „Macchu Picchu“. Eigentlich verläuft die Strecke von hier auch noch weiter, doch für Touristen ist in Aguas Calientes Endstation.

Die Schmalspurbahn nach Machu Piccho gilt als einziger offizieller Weg.

Tipps zur Ferrocarril del Sur nach Macchu Picchu

  • Die Fahrzeit nach Macchu Picchu beträgt 3,5 Stunden, sodass man sich Verpflegung einplanen sollte.
  • Die Touristenzüge werden von „Peru Rail“ gefahren und verfügen über drei Komfortklassen: „Vistadome“, „Inca“ und die Holzklasse „Backpacker“.
  • Eine Fahrkarte mit Hin- und Rückfahrt auf der etwa 100 Kilometer langen Strecke kostet in den ersten Klassen etwa 130 Euro und in der Holzklasse etwa 70 Euro.
  • Die erste Fahrt ab Cusco ist um 6 Uhr; die letzte Rückfahrt ab Macchu Picchu 15 Uhr.
  • Wir empfehlen, die Bahntickets einige Tage im Voraus zu kaufen.
  • Der Shuttlebus fährt zwischen 6:30 und 17:30 Uhr für 24 US-Dollar.

Die restlichen acht Kilometer vom Ortszentrum in Aguas Calientes bis hinauf in die Inkastadt kann man laufen oder mit einem Shuttlebus fahren. In jedem Fall sollte man die Entscheidung gut überlegt treffen, denn der Fußweg besteht zum Teil aus Stufen und steilen Serpentinen. Die Besteigung ist also nichts für ungeübte Wanderer. Regelmäßig unterschätzen Touristen die dünne Höhenluft, das Wetter und den anstrengenden Weg bergauf. Auf jeden Fall sollte man sich bei einem längeren Aufenthalt, der auch gutes Wetter sicherstellt, ein Hotel in Peru suchen. Sicher finden sich Angebote in der Nähe der berühmten Inkastadt.

Beste Reisezeit für Machu Picchu

Auf mehreren hundert Metern über dem Meer ist das Wetter ein unberechenbarer Faktor. Eigentlich kann es in Machu Picchu in Peru jederzeit schön oder auch nass sein. Grundsätzlich kann die Inkastadt daher das ganze Jahr besucht werden, man braucht eben auch etwas Glück. Vor allem der Nebel kann die Sicht einschränken, zieht aber meist so schnell wieder weg, wie er gekommen ist. Wer bei der Anreise den Berg in Wolken gehüllt sieht, sollte optimistisch bleiben.

Die Hauptsaison am Machu Picchu ist von April bis Oktober, da im März die Regenzeit endet und die Trockenzeit vor der Tür steht. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Machu Picchu regnet, liegt während der Trockenzeit bei 20 bis 30%. Im Oktober endet die Trockenzeit wieder und die Regenwahrscheinlichkeit steigt. Am feuchtesten sind die Monate Januar und Februar. In diesen Monaten regnet es fast täglich und da die Peruaner zwischen Weihnachten und Februar große Schulferien haben, nimmt auch der Besucheransturm zu. Ähnlich ist es an Ostern und am peruanischen Nationalfeiertag zwischen dem 18. und 24. Juli.

Die Temperaturen, die man erwarten darf, bewegen sich im ersten Jahresviertel zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Anschließend wird es dezent wärmer. Bis zu 25 Grad Celsius am Tag wechseln sich jedoch mit kälteren Nächten ab, in denen die Temperatur auf etwa 10 Grad Celsius fällt. Schließlich ist unser Sommer auf der Südhalbkugel der Winter.

Ein ganzes Tal voll Machu Picchu

Den ein oder anderen wird es erstaunen, dass Machu Picchu nicht die einzige Inkastadt in der Umgebung ist. Das Urubambatal galt den Inkas als „heiliges Tal“ und beherbergte mehrere Siedlungen. Neben der berühmten Stadt Machu Picchu gibt es auch weniger stark besuchte Ruinen in Choquequirao, in Qllantaytambo, Piasac sowie eine weitere in Sacsayhuamán am Rande von Cusco. Im großen öffentlichen Interesse steht jedoch vor allem Machu Picchu, seit National Geographic der Stadt 1913 ein komplettes Magazin widmete. Der (noch) gute Erhaltungszustand und die spektakuläre Lage sind eben unübertroffen. Wann entdecken Sie die Spuren der Inkas in Peru?

Oder interessiert Sie eher der nordamerikanische Kontinent mit Naturwundern wie dem Grand Canyon in Arizona?

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