Reisetipp Marokko: Unberührte Natur erleben

„Marokko ist ein Land, welches sein Wesen, seine Seele nur jenem offenbart, der sich die Zeit nimmt, Wasser zu schöpfen, um einen Tee aufzugießen.“ Dieses einheimische Sprichwort beschreibt den Charakter Marokkos wohl am treffendsten – entschleunigt. Mit einer Jahrtausende alten Kultur und faszinierender Natur verzaubert das Land jeden, der sich ihm hingibt.

Marokko – Ein Paradies für Naturfreunde

Aufgrund seiner landschaftlichen Vielseitigkeit wird Marokko vor allem von Naturliebhabern sehr gern besucht. Von Küsten und Seen über Wüsten und Oasen bis zu den Gebirgen ist für jeden Geschmack etwas dabei. So können sich Abenteuerlustige im atemberaubenden Atlas-Gebirge in luftige Höhen begeben, sei es zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Auch dem Kletterer bietet der Atlas mit seinen teils 4.000 Meter hohen Gipfeln die Möglichkeit, sich zu erproben. Wer sich doch lieber in Bodennähe aufhält, der kann an zahlreichen Seen auf Forellenfang gehen oder auf dem Rücken eines „Wüstenschiffs“ die schier unendlichen Weiten der Sahara erkunden.

Ausgehend vom „Tor zur Wüste“ Ouarzazate verspricht ein nächtlicher Aufenthalt in einem Sahara Zeltlager ein unvergessliches Erlebnis zu werden, wobei ein wunderbar authentischer Eindruck von der Kultur des Landes entsteht. Traditionelle Speisen und Getränke, wie Datteln, Mandeln, Couscous, Fladenbrot und Minztee werden zu einem exotischen Highlight dieses Abenteuers. Wer eine Übernachtung in der Wüste doch als ein wenig zu tollkühn erachtet, aber dennoch die genuine Kultur hautnah erleben möchte, der findet nahezu überall ein Zimmer bei Einheimischen, denen eine große Herzlichkeit und Offenheit zugesprochen wird.

Kamelreiter in der Wüste Marokkos

Die Wüste Marokkos lässt sich am besten auf Kamelen erkunden

Städtetrubel erwünscht? – Kommt sofort!

Wie in allen Ländern der Erde, so finden sich ebenso in Marokko einige Großstädte, die verglichen mit den ruhigen, naturbelassenen Teilen des Landes einen starken Kontrast bilden. Auch hierhin lohnt sich der ein oder andere Abstecher, sei es, um einen tieferen Einblick in die marokkanische Geschichte zu gewinnen oder einfach, um auf einem Basar ein Schnäppchen zu schlagen. Hierbei bietet es sich an, im Vornherein einen Crashkurs im „Feilschen“ zu belegen, denn auf orientalischen Märkten ist dies Gang und Gebe und vor allem für Europäer sehr ungewohnt.

Die größte Stadt Marokkos ist das an der Atlantikküste gelegene Casablanca. Ihr einzigartiges Stadtbild als Küstenstadt wird geprägt von einer der größten Moscheen weltweit. Wer sich zudem einmal wie Humphrey Bogart und Ingrid Bergman in alte Zeiten zurückversetzt fühlen möchte, der sollte nicht zögern, gen Casablanca aufzubrechen. Eine weitere atemberaubende Stadt, die eher im Landesinneren gelegen ist, ist das als „Perle des Südens“ bekannte Marrakesch. Die atemberaubende Altstadt von Marrakesch sowie die dort befindlichen Agdal-Gärten und Menaragärten gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Balues Tor in Fez el Bali medina

Balues Tor in Fez el Bali medina

Sicherheit geht in Marokko vor

Auch wenn Marokko im regionalen Vergleich eine hohe politische Stabilität und touristische Infrastruktur aufweist, ist es als Tourist dennoch wichtig, Vorsicht walten zu lassen. So empfiehlt das Auswärtige Amt vor allem deutschen Staatsangehörigen Demonstrationen und Massenansammlungen großräumig zu meiden. Ebenso ist es ratsam, als Tourist niemals allein unterwegs zu sein. Schöner ist es sowieso, dieses wundervolle Land in Begleitung kennenzulernen.

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