Nachts im Museum: Deutschlands Lange Nächte

Die Nacht der Museen zählt in vielen deutschen Städten mittlerweile zu den festen Bestandteilen der Kultur-Szene. Fand einst in Berlin die erste „Lange Nacht der Museen“ statt, gibt es diese kulturelle Großveranstaltung heute in den meisten großen Städten. Die Museumsnächte in Berlin, Hannover, Bremen und dem Ruhgebiet stehen noch bevor.

Berlin: Wo alles begann

Am 17. und 18. Mai findet in Berlin die 34. Lange Nacht der Museen statt. An diesem Großevent nehmen mittlerweile fast 80 Museen teil, weswegen sich Besucher vorher gut überlegen sollte, was genau sie sehen wollen. Wer in der ersten Nacht den gewünschten Besichtigungs-Marathon nicht geschafft hat, kann das „Lange-Nacht-Ticket“ für 18 Euro (ermäßigt 12 Euro) auch am Sonntag nutzen. Sowohl große Museen als auch kleinere Ausstellungen laden Gäste zwischen 18 und 2 Uhr ein. Nicht nur Kunst gibt es zu entdecken, sondern auch kulinarische Genüsse: So begleitet das Deutsche Historische Museum seine Besucher auf einer kulinarischen Zeitreise vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Weiterhin führt das Jüdische Museum seine Gäste durch die kulinarischen Besonderheiten des Judentums.

Museumsnacht in Halle/Leipzig

In Halle und Leipzig wurde am 10. Mai 2014 die sechste gemeinsame Museumnacht gefeiert. Insgesamt haben sich 78 Museen, Galerien, Gedenkstätten und Sammlungen zur nächtlichen Stunde präsentieren. Die Eintrittskarten kosteten acht Euro, mit Ermäßigung nur sechs Euro.

Hessische Nachtschwärmer und Touristen aufgepasst

Am 10. Mai fand ebenfalls in Frankfurt und Offenbach die „Nacht der Museen“ statt. Von 19 Uhr bis 2 Uhr nachts öffneten 46 Museen ihre Türen für Besucher. Gäste erwarteten Shows mit ungewöhnlichen Titeln: „Eine Makele fliegt lautlos über Jaffa“ (Bibelhaus Erlebnis Museum) oder „Farbenflut um Wurm-Sockel“ (Städel Museum). Fußballfans konnten sich auf eine Führung durch die Ausstellung im „Eintracht Frankfurt Museum“ freuen. Unter dem Motto „Bereit für Brasilien“ gaben auch Samba-Tänzer ihr Können zum Besten. Der Kartenpreis für die „Nacht der Museen“ in Frankfurt und Offenbach betrug 14 Euro.

Ruhr-Region lädt zur nächtlichen Museumstour

Ein wahres Großevent ist die „ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur“ in 20 Städten im Ruhrgebiet. An 50 Veranstaltungsorten laden zum 28. Juni rund 2000 Künstler ein, ihre Werke in ehemaligen Industrieanlagen, Zechen, Halden und weiteren Produktionsstätten zu bewundern. Im Vorverkauf sind die Eintrittskarten für 15 Euro zu erwerben. Wer noch bis zum 11. Mai bestellt, bekommt sogar auf jede Karte eine Ermäßigung von drei Euro.

Berlin Museumsinsel mit dem Bode Museum im Vordergrung

Museumsinsel zu Berlin

Abwechslungsreiches Hannover

Auch die abwechslungsreiche Museumslandschaft in Hannover lädt Besucher zwischen 18 und 1 Uhr zur Museumsnacht ein. Neben dem Luftfahrtmuseum in Hannover-Laatzen, dem Museum für Energiegeschichte begrüßt ebenfalls das Wilhelm Busch-Museum für Karikatur und Zeichenkunst seine Gäste. Im Küchen-Museum in den Lister Höfen werden zahlreiche Exponate aus der kulinarischen Welt vorgestellt.

Schön in Bremen

Unter dem Motto „Schönheitsideale!“ lädt die Lange Nacht der Bremer Museen ein. In 22 Häusern erwarten Besucher am 24. Mai Mitmach-Events und Live-Shows von 18 bis 1 Uhr. Gäste können beispielsweise im Gerhard-Marcks-Haus unter Anleitung einer Bildhauerin Ton modellieren. Den Abschluss bildet ab 1 Uhr eine Lange-Nacht-Party in der Spedition am Güterbahnhof. Der Eintritt kostet 12 Euro, mit Ermäßigung 9 Euro. Wer erst ab 22 Uhr Zeit findet, die Museen zu besuchen, bekommt für 6 Euro ein Late-Night-Ticket.

Sag uns Deine Meinung zu diesem Thema

* Pflichtfelder