Reisetipps Israel


Israel ist offenherzig und magisch. Das Land in Vorderasien am südöstlichen Mittelmeer blickt auf eine der ältesten schriftlichen Überlieferungen der Menschheit zurück. Andererseits ist Israel technologisch hoch entwickelt. Eine faszinierende Welt, die Anfang und Ende zugleich ist. Was man bei einer Reise nach Israel beachten sollte, verrät Ab-in-den-Urlaub.de.

Beste Reisezeit für Israel

Wer in einem Israel Urlaub Sommer, Sonne, Strand und Meer genießen möchte, sollte zwischen Ende März und Anfang Mai oder zwischen September und November kommen. In den dazwischenliegenden Sommermonaten wird die Hitze unerträglich, während es in den Wintermonaten bitterkalt wird. Wer trotzdem kommen möchte, sollte auf eine ordentliche Heiz- bzw. Klimaanlage bestehen. Übrigens: Im März ist die Wüste Israels in schimmernden Grüntönen zu bestaunen. Wer Glück hat, erlebt auch die mehrwöchige Blumenpracht. Wer es lieber kühler mag, kann im Winter an der Skisaison im Golangebirge teilnehmen.

Golan Höhen in Israel

Die Golan Höhen in Israel

Nahverkehr in Israel

Das über 22.000 Quadratkilometer große Kernland lässt sich schnell und einfach bereisen. Es gibt ein gut ausgebautes Bussystem mit günstigen Preisen. Lediglich vom späten Freitagnachmittag bis zum frühen Samstagabend fahren keine öffentlichen Busse und Züge aufgrund des wöchentlichen Ruhetags. Ebenso sollte man die jüdischen Feiertage berücksichtigen und dabei auch beachten, dass der jeweilige Tag nach jüdischem Verständnis schon mit dem vorhergehenden Abend beginnt. Wer sich nicht auf die jüdischen Besonderheiten einstellen kann, ist mit Taxis oder Mietwagen gut beraten.

Straße in Israel

Verkehrsnetz in Israel

Sicherheit in Israel

Die politische Situation in Israel wirkt sich auf Touristen weniger kritisch aus, als von vielen erwartet. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Sicherheitshinweise des deutschen Außenministeriums zu beachten.

Religiosität in Israel

An der Westmauer des früheren Plateaus des jüdischen Tempels, die als Klagemauer bekannt ist, versammeln sich täglich Juden zum Gebet. Auch Nichtjuden sind dazu eingeladen. Die Gottesdienste in der Großen Synagoge von Jerusalem, die auch eine Empore für Gäste hat, sind schon wegen des hörenswerten Chores zu empfehlen. In der Hadassa-Klinik in Ein Kerem können Besucher auch die berühmten Chagallfenster zu den zwölf Stämmen Israels bewundern. Kontaktscheue ist demnach unnötig, während sich ein respektvolles Verhalten von selbst versteht.

Felsendom in Jerusalem bei Sonnenaufgang

Sakrale Gebäude gibt es in Jerusalem einige, z.B. den Felsendom

Sehenswürdigkeiten in Israel

Israel bietet unzählige Sehenswürdigkeiten für geschichtlich Interessierte. Viele Ausgrabungsstätten zeigen verschiedene historische Epochen und Entwicklungen. In der jüdäischen Wüste liegt beispielsweise Qumran – der Fundort der berühmten Schriftrollen. Hier sind die Ruinen der antiken religiösen Siedlung mit den rituellen Tauchbädern zu besichtigen.

Ein weiteres Highlight ist die Grabeskirche. Die Grabeskirche dient sechs Konfessionen für ihre Gottesdienste. Besucher können sehen, wo Jesus nach christlicher Überlieferung gekreuzigt wurde und wieder auferstanden ist. Die Protestanten haben keinen Anteil an der Grabeskirche. Dafür feiern sie ihre Gottesdienste in der nahegelegenen Erlöserkirche aus dem 19. Jahrhundert in deutscher, arabischer und englischer Sprache. Auf dem Ölberg befinden sich mehrere Kirchen, eine von ihnen im Garten Gethsemane. Nach biblischer Überlieferung hielt sich Jesus dort häufig mit seinen Jüngern auf. Die Via Dolorosa will den Leidensweg Christi nachvollziehen. An Karfreitag veranstalten Christen dort Prozessionen. Auf dem Zionsberg, am Ort des letzten Abendmahles, befindet sich die Benediktiner-Abtei Dormitio.

Auch der See Genezareth und seine Umgebung hat viele für Christen relevante Stätten zu bieten. In Kapernaum ist das Haus zu sehen, in dem laut der Bibel der Apostel Petrus lebte. In der Nähe befindet sich die Ruine der Synagoge aus der Zeit Jesu. Die Kirche von Tabgha wiederum wurde an dem Ort errichtet, den Christen mit der Brotvermehrung in Verbindung bringen. Dort können Touristen das berühmte Mosaik mit den fünf Broten und zwei Fischen bewundern. Die Verkündigungsbasilika in Nazareth erinnert an den Engel, der Maria die bevorstehende Geburt ihres Sohnes Jesus ankündigte.

Die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom auf dem Tempelberg gehören wiederum zu den heiligsten Stätten der Muslime. Wer das Gelände betreten möchte, sollte züchtige Kleidung tragen und mit einer Wartezeit rechnen. Wärend einer Reise nach Haifa sollten Besucher die Gärten der Bahai nicht verpassen. Die Weltgemeinde der aus dem Iran stammenden Glaubensgemeinschaft hat sie als wunderschönes Kunstwerk gestaltet. Die Festung Massada in der judäischen Wüste lässt wiederum den jüdischen Aufstand gegen die Römer lebendig werden. Hier empfiehlt es sich, früh aufzustehen, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.

Klagemauer in Jerusalem

Eines der Highlights in Israel ist der Besuch der Klagemauer

Natur in Israel

Auch Naturfreunde kommen in Israel auf ihre Kosten. Das kleine Land bietet eine Vielfalt an unterschiedlichen Landschaften: Vom Hermonmassiv im Norden, mit über 2.000 Meter hohen Bergen, bis zum tiefsten Punkt der Erde, dem Toten Meer, das 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Von üppigen grünen Wiesen mit bunten Blumenteppichen auf den Golanhöhen, über Wälder um Jerusalem, bis hin zu steinigen Wüsten mit fruchtbaren Oasen im Süden. Mehr als 75 Naturparks und Reservate führt die israelische Naturparkbehörde auf.

Die Quellen und Wasserfälle von Banjas im Norden und Ein Gedi im Süden mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna erfrischen nicht nur das Auge des Wanderers. Von Ein Gedi aus ist in der Ferne das Tote Meer zu erkennen. Ein Bad in dem salzhaltigsten Gewässer der Erde lohnt sich nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Es ist auch völkerverbindend, weil Besucher aus aller Welt miteinander dort Spaß erleben. Am Roten Meer liegt Eilat zwischen Ägypten und Jordanien. Das Korallenschutzgebiet ermöglicht Tauchern einzigartige Einblicke in die Unterwasserwelt.

Strand in Eilat

Strand in Eilat

Eine besondere Naturschönheit sind die weißen Kalkfelsen in Rosch HaNikra an der israelisch-libanesischen Grenze. Ausgespült vom Mittelmeer entstanden hier zahlreiche Grotten und Höhlen. Erreichbar sind sie mit der Rosch-HaNikra-Seilbahn – angeblich die steilste und kürzeste Seilbahn der Welt.

Ein beliebter Wanderweg Israels ist der „Israel National Trail“ (INT). Er führt durch das gesamte Land – vom Kibbutz Dan im Norden über mehr als 940 Kilometer bis ganz in den Süden nach Eilat ans Rote Meer. Wer den Spuren Jesu folgen möchte, wandert den „Jesus Trail“, auch „Gospel-Trail“ genannt. Er beginnt am „Berg des Abgrunds“ nahe Nazareth und führt auf 65 Kilometern Länge über das Dorf Kana bis nach Kapernaum am Westufer des Sees Genezareth. Für Tages- oder Stundenwandertouren ist die Gegend um den Fluss Amud in Galiläa zu empfehlen. Gleichfalls bietet sich die etwa sieben Kilometer lange Tour von der Quelle des Flusses Banjas zu seinem Wasserfall und wieder zurück in den Golanhöhen an. An heißen Tagen verlockt der Fluss zu einem erfrischenden Bad.

Landschaft in Israel

Karge Felsen und schöne Aussichten in Israels Natur

Für Vogelkundler und Tierliebhaber ist das Hula-Tal in Nordisrael ein angesagtes Ziel. Zehntausende Vögel rasten in dieser sumpfigen Ebene, wenn sie das Gebiet auf ihrer jährlichen Reise von Europa nach Afrika und wieder zurück überqueren. Andere Arten wie Kraniche, Störche, Pelikane, Kormorane und Reiher halten sich dauerhaft in dem Vogelschutzgebiet auf. Einzigartig ist die wasserreiche Oase Ein Gedi am Toten Meer in der Wüste Juda. Laut der Bibel hat sich hier der spätere israelitische König David vor Saul, dem ersten König Israels, versteckt. Aufgrund der vielen Quellen gibt es in Ein Gedi zahlreiche Tierarten und zum Teil subtropische Pflanzen, die sonst in Israel nirgends vorkommen. Nubische Steinböcke, Füchse, Wölfe, Hyänen, Klippschiefer und sogar Leoparden sind hier zu Hause.

In der Negev-Wüste im Süden Israels bieten sich Wanderungen in und um den Ramon-Krater an. Wer absolute Stille, Leere und Weite sucht, wird sich hier wohlfühlen. Mit einer Ausdehnung von etwa 40 Kilometern ist er der größte Erosionskrater des Landes. Die Gegend lässt sich zu Fuß, auf Kamelen oder in Geländewagen erkunden. Als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen eignet sich die Kleinstadt Mizpe Ramon am Rande des Kraters. Doch Wandern ist in Israel nicht nur in der Natur möglich: Der „Jerusalem-Trail“ verbindet Sport und Kultur. Mitten durch und um die Stadt Jerusalem führt diese 42 Kilometer lange Strecke. Sehenswert ist auch der Timna-Nationalpark weiter südlich. Hier finden sich außergewöhnliche Felsformationen, die an riesige Pilze und Säulen erinnern.

Kunst und Kultur in Israel

Jerusalem hat zahlreiche sehenswerte Ausstellungen zu bieten. Besonders zu nennen sind das Israel-Museum, das Museum der biblischen Länder und das Rockefeller-Museum. Die Davidszitadelle neben dem Jaffator zur Altstadt veranschaulicht die Geschichte der Stadt. Auch die Stadt Davids gewährt Einblick in die historische Entwicklung Jerusalems. Wer den Hiskiatunnel aus dem 8. vorchristlichen Jahrhundert durchschreiten möchte, sollte strapazierfähige Kleidung anziehen. Der Gang endet beim Teich Siloah, der im Neuen Testament erwähnt wird. Touristen sollten sich in Jerusalem auch die Ausstellung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ansehen. Sie zeigt die Brutalität der nationalsozialistischen Judenverfolgung, ohne anzuklagen. Am Ende des Weges steht die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

In der Küstenmetropole Tel Aviv sind das Diasporamuseum und das Nahum Gutman Museum hervorzuheben. Der kilometerlange Sandstrand mit vielen Cafés und Restaurants lädt zum Baden, Entspannen und Spazierengehen ein. In Tel Aviv ist auch das Museum für Moderne Kunst zu nennen, wo neben den Werken namhafter Künstler wie Picasso und Monet auch Werke israelischer Künstler zu bewundern sind. Außerdem ist die „Weiße Stadt“ an sich sehenswert, die zum großen Teil im Bauhaus-Stil gebaut ist und deshalb zum UNESCO-Welterbe gehört. Zu Festzeiten, die nicht wie Schabbat behandelt werden, wie zum Beispiel die Pessachfeiertage, sollte beachtet werden, dass öffentliche Parks und Museen (wegen des freien Eintritts) häufig überfüllt sind, weil religiöse Juden im Gegensatz zum Schabbat reisen dürfen.

The Lady Mosaic in Israel

Antikes Mosaik in Israel

Events & Nightlife in Israel

Jerusalem prays, Tel Aviv plays – Jerusalem betet, Tel Aviv feiert, so lautet ein Sprichwort über die israelischen Städte. Tel Aviv ist für seine Partys weltweit bekannt, Feierfreunde können aber selbst in Jerusalem auf ihre Kosten kommen. Denn alle Israelis lieben Musik und so gibt es unzählige Veranstaltungen, deren Besuch sich lohnt: Von klassischen Konzerten im Jerusalemer Theater über intime Livebands in zahlreichen Cafés in Jerusalem und Tel Aviv.

Wer Klezmermusik liebt oder einmal Jiddisch hören möchte, sollte den Burstein-Keller besuchen: Wöchentlich spielen und tanzen orthodoxe Musiker in intimer Atmosphäre für Zuschauer. In den Sommermonaten finden in der Wüste oder am Mittelmeer auch zahlreiche Musikfestivals statt, auch in den Städten kann es anlässlich der Nationalfeiertage Partys in den Stadtparks geben. In Tel Aviv sind es zudem das Künstlerviertel Florentin im Süden, entlang der Schenkin Straße bis hin zum Hafen im Norden Tel Avivs sowie die Lilienblum-Straße im Herzen der Stadt, die vom Nightlife geprägt sind. Der Bereich um sie herum eignet sich hervorragend für Bar-Hopping. Zahlreiche Lokale reihen sich aneinander. Übrigens: Partys in Tel Aviv beginnen nicht vor 23 Uhr, vorher wird in den zahlreichen Restaurants ausgiebig gegessen. Dann tanzen die Nachtaktiven bis in die Morgenstunden. Besonders schön lässt sich die Feiernacht mit dem Sonnenaufgang am Strand beenden.

Doch auch in einem Jerusalem Urlaub können Nachteulen ihre Zeit genießen. Das Viertel Talpiot im Südosten der Stadt ist das Zentrum des Jerusalemer Nachtlebens mit Dutzenden Bars, Nachtclubs, Diskotheken, einem Großkino und Möglichkeiten zum Bowlen und Billard spielen. Außerdem hat sich der orientalische Schuk „Mahane Jehuda“ in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ziel des Jerusalemer Nachtlebens gemausert – mit Restaurants, Bars und Live-Musik. In der Innenstadt kommt zudem die alternative und kreative Szene zusammen. Am Sabbat ist das Stadtinnere aber leer, nur ein paar wenige Clubs im Industrieviertel Talpiot laden ein. Eindrucksvoll sind auch Lightshows wie die von Massada oder in der Jerusalemer Altstadt.

Tel Aviv bei Nacht

Wenn die Nacht einbricht, erwacht Tel Aviv erst richtig

Küche in Israel

Israel liegt in mediterranem Umfeld und beherbergt Millionen von Juden, die jahrhundertelang in anderen Ländern und Kulturen beheimatet waren. Außerdem gibt es neben dem großen jüdischen Bevölkerungsanteil auch Muslime, Christen und Drusen. So ist es verständlich, dass die israelische Küche vielfältig ist.

Zwar wundert sich der Tourist zuerst, wenn auf seinen bestellten Spaghetti Bolognese der Parmesankäse fehlt oder die Lasagne ganz ohne Fleischsoße serviert wird. Doch die jüdischen Speisegebote bieten vielfältige Alternativen. So gibt es Auberginenpaste mit Leberwurstgeschmack und, wenn auch kein Schweinefleisch, viel Lamm in den vielfältigsten Variationen. Auch kreative Fischgerichte sind sehr beliebt.

Und Hummus ist keine nährstoffreiche Erde, sondern leckerer Kichererbsenbrei. Und wenn dieser noch in Fett gebraten und mit Gemüse in den traditionellen Fladenbrottaschen serviert wird, vermisst der Tourist keine Currywurst mehr, sondern freut sich über das Nationalgericht, die legendäre Falafel.

Israel ist auch bekannt für seine Oliven, frischen Früchte und sein schmackhaftes Gemüse. Vor allem bei den jüdischen Festen spielen auch die guten Weine eine Rolle, insgesamt wird Alkohol aber tatsächlich spärlich als Genussmittel konsumiert und weniger in Massenware. Bei Muslimen ist Alkohol gänzlich tabu.

Lebensmittel in Israel

Klassiche Waren auf einem Markt in Israel

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