Klein aber oho: Schöne Mini-Inseln in der Ostsee

Rügen und Usedom kennen vermutlich die meisten Urlauber. Unbekannter und um ein wesentliches kleiner sind ihre Nachbarinseln wie Ummanz oder Poel. Trotz ihrer recht bescheidenen Größe haben die Inseln für Urlauber einiges zu bieten.

Bild Rügen, Ostsee

Felsenwand auf der Insel Rügen

Ummanz: Rügens kleine Schwester

Die kleine und wesentlich ruhigere Nachbarinsel von Rügen ist Ummanz. Dort gibt es statt großer Hotels lediglich fünf Pensionen, dafür aber rund 50 Ferienwohnungen sowie einen Campingplatz direkt am Meer. Wiesen und Äcker prägen das Landschaftsbild der rund 20 Quadratkilometer großen Insel. Damit ist sie ideal für Urlauber, die wandern oder Rad fahren wollen. Reitausflüge und Kutschfahrten sind ebenso möglich. Als Zwischenstopp bei den Unternehmungen bieten sich kleine Fischerdörfer an. Ummanz ist problemlos durch eine 250 Meter lange Brücke von Rügen aus zu erreichen.

Künstlerinsel Hiddensee

Westlich von Rügen befindet sich das 19 Quadratkilometer große Hiddensee, das zirka 1000 Einwohner zählt. Da eine private PKW-Nutzung nicht gestattet ist, ist das Eiland nahezu autofrei. Zwar kann es auf der Insel recht stürmisch werden, dafür entschädigen allerdings die vielen Sonnenstunden. Denn Hiddensee gehört zu Deutschlands sonnenreichsten Orten. Zudem gilt Hiddensee als besonders inspirierend, da Künstler wie Gerhart Hauptmann oder Hans Fallada, die einige Zeit auf dem idyllischen Eiland verbrachten, ihre Eindrücke in ihren Arbeiten festhielten. Viele Museen und Denkmäler unterstreichen des Weiteren den Charakter der künstlerisch angehauchten Insel. Eine beliebte Sehenswürdigkeit ist der 72 Meter hohe Leuchtturm aus dem 19. Jahrhundert. Einen Ostsee-Urlaub auf Hiddensee solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

Wilde Strände an der Ostsee

Wilde Strände an der Ostsee

Vilm: Honeckers Urlaubsziel

Vor der Südküste Rügens liegt die einen Quadratkilometer kleine Insel Vilm. Seit 1936 steht sie aufgrund der artenreichen Tier- und Pflanzenwelt unter Naturschutz. 1959 erklärte der Ministerrat der DDR Vilm zu seinem Feriendomizil, was das Eiland 30 Jahre lang für die Öffentlichkeit unzugänglich machte. Heute können Tagesgäste die unbewohnte Insel besichtigen. Angeboten werden Führungen durch einen Teil des Biosphärenreservats. Landschaftlich ist Vilm von Steilküsten, Sand- und Kiesstränden sowie Naturwäldern geprägt. Diese landschaftliche Schönheit der Insel fand sich im 19. Jahrhundert in den Werken Caspar David Friedrichs wieder.

Oststeestrand mit Strandkorb

Oststeestrand mit Strandkorb

Poel: Paradies für Sportbegeisterte

In der südlichen Mecklenburger Bucht befindet sich die 36 Quadratkilometer große Insel Poel, auf der rund 2500 Einwohner leben. Urlauber können sie problemlos über einen befahrbaren Damm vom Festland aus erreichen. Schroffe Steilküsten bilden auf Poel einen starken Kontrast zu den flachen Stränden. Besonders Wassersportfreunde kommen auf der lebhaften Insel auf ihre Kosten. Zudem werden Ausritte, Bogenschießen, Tennis und Golf angeboten. Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel zählen zwei Leuchttürme, ein Heimatmuseum sowie eine alte Wallanlage.

Halbinsel Schleimünde

Schleimünde ist streng genommen eine Halbinsel. Das Eiland an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste, das heute Lotseninsel genannt wird, kann jedoch nur über den Wasserweg erreicht werden. Im Sommer verkehren Ausflugsschiffe regelmäßig vom Festland zu Schleimünde, das heute zu großen Teilen unter Naturschutz steht. Als Wahrzeichen der Insel gilt der 14,3 Meter hohe Leuchtturm. Das Leuchtturmfeuer wird heute von Travemünde aus ferngesteuert und überwacht. Auch bei Sportbootfahrern ist die Insel beliebt, in deren Hafen die Gaststätte „Giftbude“ zum Schmaus einlädt.

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1 Kommentar zum Thema
  1. Martin

    Nicht zu vergessen ist die Urlaubsinsel Usedom. Nirgendwo sonst an der Ostsee scheint im Sommer die Sonne so oft wie dort. Die zahlreichen Ferienhäuser und Hotels sind einfach traumhaft.