Top-Zoos Deutschland, Österreich, Schweiz

Nicht nur im Sommer ist ein Zoobesuch ein besonderes Erlebnis. Auch im Winter laden die Zoos ihre Gäste mit besonderen Aktionen ein, die alle Altersklassen in ihren Bann ziehen. Ab-in-den-Urlaub.de stellt einige dieser Specials in den schönsten Zoos im deutschsprachigen Raum vor. Ein Besuch in einem Zoo unserer Top-10-Liste lohnt sich auf jeden Fall, auch über die Feiertage.

Platz 10: Alpenzoo Innsbruck

Ein Zoo der besonderen Art erwartet Tierfreunde im österreichischen Innsbruck in Tirol. Der Alpenzoo Innsbruck befindet sich, wie es der Name bereits verrät, im Gebirge in Hanglage etwa 750 Meter über dem Meeresspiegel. Die Besucher müssen sich teils über Treppen auch zu steileren Abschnitten hocharbeiten. Der Rundgang durch die Anlage dauert in etwa zwei Stunden. Im Winter ist die Idylle des Ortes besonders schön, wenn man vom Zoo aus auf die schneebedeckten Dächer Innsbrucks hinunterschaut. Der Alpenzoo in Innsbruck ist vielleicht nicht der artenreichste Zoo der Welt, legt dafür aber großen Wert auf die Vollständigkeit der Sammlung an Tieren aus dem Alpenraum. Als gemeinnütziger Verein ist der Zoo auf Spenden und Fördermittel angewiesen. Die jährlich etwa 300.000 Besucher sprechen für den Erfolg des Projekts.

Braunbär im Innsbrucker Zoo

Braunbär im Innsbrucker Zoo

Muss man gesehen haben: Das Bärengehege mit dem größten Raubtier der Alpenregion, dem Braunbär, ist besonders schön. Auch andere große Säugetiere wie Gämsen, Wölfe und Luchse können in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet werden. Im Vogelgehege bleiben vor allem Eisvogel, Bartgeier und Steinadler im Gedächtnis. Das weltweit größte Kaltwasseraquarium stellt bekannte Süßwasserfische aus dem Alpenraum zur Schau. Dazu zählen u.a. Hecht, Wels, Äsche und Forelle.

Öffnungszeiten im Winter: November bis März von 09.00 – 17.00 Uhr.
Kontakt: www.alpenzoo.at

Platz 9: Zoo Zürich

Der Zoo in Zürich wurde 1929 eröffnet und befindet sich oberhalb der Stadt auf dem Zürichberg 600 Metern über dem Meeresspiegel. Im Zoo leben etwa 400 Tierarten von allen sechs Kontinenten. Spezieller Anspruch des Zoos ist es, vor allem bedrohte Tierarten zu halten und bei diesen Zuchterfolge zu erzielen, um das Aussterben der Art zu stoppen. Deshalb sieht sich der Zoo Zürich eher als Naturschutzgebiet. Ein Teil Einnahmen aus dem Zoorestaurant und dem Zooshop fließen zudem in eigene Naturschutzprojekte. Dadurch kommt jährlich eine Summe von ca. 1 Million Schweizer Franken zusammen. Die verschiedenen Restaurants im Zoo können auch für private Veranstaltungen und Firmenfeiern gemietet werden.

Schneeleopard im Züricher Zoo

Schneeleopard im Zoo Zürich

Highlights des Zoos: Der Zoo Zürich ist bekannt für sein Zuchtprogramm für seltene Großkatzenarten wie den Sibirischen Tiger, den Schneeleoparden und den Indischen Löwen. Verschiedene Affenarten und Asiatische Elefanten werden ebenso erfolgreich gezüchtet. Außerdem ist die Aufzucht von Galápagos-Riesenschildkröten in Zürich europaweit einmalig. Diese Tiere sind natürlich die Besuchermagnete des Zoos. Besondere Bereiche im Zoo sind darüber hinaus das Pantanal, welches überschwemmten Flussgebieten in Südamerika nachempfunden wurde und das überdachte Ökogebiet des Masoala Regenwaldes mit dem idyllischen Baumkronenweg. Beide Bereiche wurden mit typischen Tier- und Pflanzenarten bestückt.

Öffnungszeiten im Winter: November bis Februar von 09.00 – 17.00 Uhr.
Kontakt: www.zoo.ch

Platz 8: Zoo Frankfurt

Der Zoo Frankfurt wurde 1858 eröffnet und ist damit der zweitälteste Zoo Deutschlands (der älteste befindet sich ganz am Ende unserer Liste). Auf 11 Hektar Fläche verteilen sich etwa 500 Tierarten. Am östlichen Rand der Innenstadt von Frankfurt am Main gelegen, ist der Zoo für jeden Besucher der hessischen Metropole gut zu erreichen. Auch der Frankfurter Zoo setzt sich stark für die Erhaltung seltener Arten ein. Erfolgreiche Nachzuchten von Tigern, Mähnenwölfen oder Gorillas sorgen für den Fortbestand der Population. Im ältesten Gebäude des Zoos, dem Exotarium können auch Firmenfeiern abgehalten werden. Umgeben von riesigen Aquarien und neugierigen Fischen macht das Dinner gleich doppelt Spaß.

Mähnenwolf im Frankfurter Zoo

Bei den Mähnenwölfen sind erfolgreiche Nachzuchten zu verzeichnen

Besonderheiten des Zoos: Neben dem zuvor erwähnten Exotarium sollte man unbedingt einen Blick in das Vogelhaus werfen, welches mit vielen seltenen Vogelarten punkten kann. Im Borgori-Wald kommen Freunde von Primaten voll auf ihre Kosten. Dort können sie Gorillas, Bonobos und Orang-Utans aus der Nähe beobachten. Die Hälse strecken muss man im Giraffenhaus. Die sanften Riesen werden bis zu sechs Meter groß und verdrehen damit so manchem Besucher den Kopf.

Öffnungszeiten im Winter: November bis März von 09.00 – 17.00 Uhr.
Kontakt: www.zoo-frankfurt.de

Platz 7: Tierpark und Tropen-Aquarium Hagenbeck Hamburg

Der Tierpark Hagenbeck in Hamburg erhält im Gegensatz zu den meisten Zoos keine staatlichen Subventionen und wird privat finanziert. Die Familie Hagenbeck betreibt den Park bereits in der sechsten Generation. Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet, ist der Park vor allem auf die Eintrittsgelder der Gäste angewiesen, um allein die täglichen Betriebskosten in Höhe von ca. 41.000 Euro zu stemmen. Größere Projekte werden zumeist über Spenden oder Sponsoren finanziert. Eines der größten Bauprojekte der letzten Jahre war die Eröffnung des neuen Eismeers im Jahr 2012.

Feuerfisch, Hamburg Hagenbeck

Feuerfisch im Aquaium Hamburg Hagenbeck

Muss man gesehen haben: Bei einem Besuch im Tierpark Hagenbeck sollte man unbedingt die große Freianlage für Asiatische Elefanten anschauen. Auf einer Fläche von ca. 8.000 Quadratkilometern befinden sich abgetrennte Bereiche für Kühe samt Kälbern und Elefantenbullen. Die 2006 erbaute Freilaufhalle bietet den Elefanten zusätzlichen Auslauf und ein großes Badebecken. Auch die neu erbaute Eismeer-Anlage erfreut sich großer Beliebtheit. Dort tummeln sich in getrennten Gehegen Eisbären, Seebären, Pinguine und die einzigen Walrosse Deutschlands. Durch Panoramascheiben können sie beim Tauchen und Schwimmen beobachtet werden. Aquarianer kommen im 2007 eröffneten, separaten Tropen-Aquarium auf ihre Kosten. Neben vielen kleineren, detailreich strukturierten Salz- und Süßwasserbecken weiß ein riesiges, 1,8 Millionen Liter fassendes Hai-Atoll den Besucher zu begeistern. Eine sechs Meter hohe Acrylscheibe bietet in einer Art Kinosaal beste Einsicht in das Leben der Riesenfische.

Öffnungszeiten im Winter: November bis Februar von 09.00 – 16.30 Uhr.
Kontakt: www.hagenbeck.de

Platz 6: Zoo Basel

Der Zoo Basel wurde 1874 eröffnet und ist somit der älteste Zoo in der Schweiz. Außerdem besitzt er mit über 7000 Tieren den größten Bestand an exotischen Tieren in der Helvetischen Republik. Der Zoo engagiert sich stark für den Erhalt seltener Arten und kann international anerkannte Zuchterfolge nachweisen. So erblickten schon Nashörner, Flusspferde und Gorillas im Zoo das Licht der Welt. Die große Bekanntheit beschert dem Zoo jährlich über 1,5 Millionen Besucher. Ein Teil des Eintrittspreises fließt in die Unterstützung eines Naturschutzprojektes. Deutsche Gäste können den Eintritt auch in Euro bezahlen. Für 2020 plant der Zoo Basel mit dem Projekt Ozeanium das erste Großaquarium in der Schweiz. Für die Umsetzung wurden bereits großzügige Sponsoren gefunden.

Kapuzineräffchen

Den ganzen Tag beschäftigt: die Kapuzineräffchen im Zoo Basel

Besonders schön: Das Affenhaus ist das größte Gebäude in Zoo Basel und somit nicht zu übersehen. Im Inneren sind u.a. Nasenaffen, Totenkopfäffchen, Gorillas und Schimpansen anzutreffen. In den weitläufigen Raubtieranlagen Etoscha und Gamgoas haben Raubtiere wie Geparde, Löwen, Meerkatzen und Krokodile einen Platz gefunden. Das Aquarium und Vogelhaus sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen.

Öffnungszeiten im Winter: November bis Februar von 08.00 – 17.30 Uhr.
Kontakt: www.zoobasel.ch

Platz 5: Erlebnis Zoo Hannover

Der Erlebnis Zoo Hannover ist 150 Jahre alt, gehört aber längst nicht zum alten Eisen. Seit 1996 setzt der Zoo auf modere Tiergehege ohne Gitter. In eigens gestaltetet Themenwelten tauchen die Besucher in das Tierreich aller Kontinente ein und fühlen sich den Exoten ganz nah. Mit viel Aufwand und der Liebe zum Detail wurden die Lebensräume der Tiere in der niedersächsischen Hauptstadt möglichst naturgetreu nachgebaut. In der Anlage verschwimmen die Grenzen zwischen Zoo und Safaripark, da sich der Gast teils mitten unter den Tieren wähnt. Neben täglichen Shows und Tierfütterungen haben Besucher die Chance, über die Weihnachtszeit den Winter-Markt des Zoos kennenzulernen.

Indischer Dschungelpalast im Zoo Hannover

Ebenso sehenswert: der Indische Dschungelpalast im Zoo Hannover

Unbedingt anschauen: Der schönste Themenkomplex ist zweifelsohne die Sambesilandschaft, welche der afrikanischen Savanne nachempfunden wurde. Dort leben Giraffen, Löwen, Flusspferde und Zebras in einem fließenden Übergang. Auch wenn im Winter die Bootsfahrt durch die Gehege nicht möglich ist, sollte man sich das Areal nicht entgehen lassen. In der Themenwelt Kibongo trifft man auf verschiedene Menschenaffen wie Gorillas und Orang-Utans und kommt den Primaten sehr nahe. Hier wird der Dschungel lebendig! Das Yukon Bay passt hingegen optimal zur Winterzeit. Die Themenwelt, die Kanadas wilder Natur nachempfunden ist, bietet z.B. Eisbären, Wölfen und Rentieren ein Zuhause.

Öffnungszeiten im Winter: November bis März von 10.00 – 16.00 Uhr.
Kontakt: www.erlebnis-zoo.de

Platz 4: Tierpark Hellabrunn in München

Der Tierpark Hellabrunn in München wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts eröffnet. Als erster Zoo weltweit setzte er auf eine möglichst naturnahe Aufteilung der Gehege. Als Geozoo setzt der Tierpark Hellabrunn darauf, Tiere gemäß ihrer geographischen Herkunft zu verteilen, statt nach ihrer Systematik. Deswegen gibt es kein Haus für Raubkatzen aus der ganzen Welt, sondern einen eigenen Abschnitt für alle afrikanischen oder auch asiatischen Tiere. Der Tierpark Hellabrunn setzt sich ebenso für Artenschutz ein und kann einige Zuchterfolge verzeichnen. Um den Tieren das Leben im Zoo so angenehm wie möglich zu gestalten, werden die Gehege und Freilaufflächen kontinuierlich erweitert.

Eisbären im Zoo Hellabrunn

Nachwuchs bei den Eisbären in der Polarwelt

Highlights im Tierpark: Die 2013 errichtete Giraffensavanne befindet sich direkt neben dem Eingang und stellt den hochgeschossenen Vierbeinern 10.000 Quadratmeter Freilauffläche zur Verfügung. Diese teilen sie sich mit Erdmännchen und Stachelschweinen. In der Dschungelwelt fühlen sich Großkatzen wie Löwe und Leopard heimisch. Sie werden von bunten Vogelarten, Flughunden und Leguanen umsäumt. Aber Vorsicht! Kollisionsgefahr! Die Vögel fliegen völlig frei über den Köpfen der Besucher herum. In der Polarwelt sind die Eisbären die Lieblinge bei den Besuchern. Neben Robben, Pinguinen und Polarfüchsen repräsentieren sie die Artenvielfalt an den Polen unserer Erde. Da kommt dem Besucher der heimische Winter plötzlich ganz warm vor.

Öffnungszeiten im Winter: November bis März von 09.00 – 17.00 Uhr.
Kontakt: www.hellabrunn.de

Platz 3: Zoo Leipzig

Der Zoo Leipzig liegt Nordwestlich der Leipziger Innenstadt und wurde 1878 eröffnet. Er gilt als einer der artenreichsten Zoos in Europa. Seit dem Jahr 2000 laufen großangelegte Umbauarbeiten im Zoo Leipzig, die erst 2020 abgeschlossen sein sollen. Ziel ist es, den Zoo für die Zukunft zu rüsten, alte Gehege abzuschaffen und den Tieren weiträumige, artgerechte Freiräume zu schaffen. Im Zuge dessen wurden sechs Themenbereiche angelegt, die die Tierarten ihrer Herkunft zuordnen. Das beeindruckendste Projekt ist sicherlich das Gondwanaland, mit 34 Meter Höhe die größte Tropenhalle Europas. Der Zoo Leipzig kann zahlreiche Zuchterfolge aufweisen, worunter vor allem Löwen, Tiger, Wölfe und Bären zählen.

Gondwanaland Leipzig

Tropenfeeling pur im Gondwanaland des Leipziger Zoos

Auf jeden Fall anschauen: Das im Jahr 2011 eingeweihte Gondwanaland ist nach wie vor die Hauptattraktion im Zoo Leipzig. Bei einer Durchschnittstemperatur von 28 °C kann man im Winter auch im T-Shirt die große Halle erkunden. Der Rundgang führt durch drei Kontinente und somit drei wichtige Regenwaldgebiete der Welt. Neben exotischen Pflanzen, Nachttieren und Aquarien befinden sich auch größere Säugetiere wie Tapire und Zwergflusspferde in der Halle. Exotische Vögel und Totenkopfäffchen bewegen sich übrigens frei auf dem Gelände und kommen somit in direkten Kontakt mit den Besuchern. Per Bootstour kann man das Gondwanaland auch vom Wasser aus entdecken. Ein weiteres Highlight ist das Pongoland, das neue Affenhaus, inklusive großzügiger Freifläche und Spielwiese. Dort leben Menschenaffen wie Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen in kleinen Gruppen. Das Gelände dient zudem als Forschungsstation, um das Verhalten der Primaten zu studieren.

Öffnungszeiten im Winter: November bis März von 09.00 – 17.00 Uhr.
Kontakt: www.zoo-leipzig.de

Platz 2: Tiergarten Schönbrunn in Wien

Der älteste noch bestehende Zoo der Welt befindet sich im Wiener Bezirk Hietzing. Kaiser Franz I. gab den Bau der Anlage in Auftrag. Sie wurde 1752 eröffnet. Noch heute sind einige der alten Gebäude im Park erhalten, z.B. der Frühstücksraum, ein achteckiger Pavillon, der nun als Restaurant dient. Selbstverständlich wurde der Zoo über die Jahre hinweg immer weiter ausgebaut und modernisiert. Seit 1996 gehört der Tiergarten im wunderschönen Wien zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Jahr 2012 wurde der Tiergarten Schönbrunn zum schönsten Zoo Europas gewählt. Über 2 Millionen Besucher strömen jährlich in den Tiergarten. Tiere aus allen Kontinenten sind in dem Zoo vertreten. Dazu gehören Afrikanische Elefanten (der Wiener Zoo führt hierzu das internationale Zuchtbuch), Pandabären, Sibirische Tiger und Orang-Utans. In der Adventszeit bietet der Tiergarten Schönbrunn kostenlose Führungen für Kinder zu ausgewählten Themen an. Start ist immer sonntags um 14.30 Uhr.

Tierpark Wien, Schönbrunn

Der Tiergarten Wien Schönbrunn lädt zum Verweilen ein

Sehenswertes im Zoo: Zum 250. Jubiläum des Zoos wurde das Regenwaldhaus eröffnet. Es stellt einen kleinen Abschnitt des Regenwaldes aus Südostasien dar. Auf den knapp 1.000 Quadratmetern leben Schildkröten, Fische, Schlangen, Vögel und kleine Säugetiere. Für ein möglichst authentisches Flair sorgen Nebelschwaden, Gewittergeräusche und tropische Temperaturen. In der Eisbärenwelt wurde eine möglichst abwechslungsreiche Landschaft für die großen Landraubtiere errichtet. Felsvorsprünge, Wasserfälle und ein riesiger Pool garantieren den Bären viel Auslauf und ein herrliches Badevergnügen. Im Südamerika-Park tummeln sich hingegen Ameisenbär, Wasserschwein und Tapir in einer riesigen Wohngemeinschaft. Der Nachbau einer südamerikanischen Pampa erzeugt ein naturnahes Erlebnis bei den Gästen.

Öffnungszeiten im Winter: November bis Januar von 09.00 – 16.30 Uhr.
Kontakt: www.zoovienna.at

Platz 1: Zoologischer Garten Berlin

Nirgends wird dem Zoobesucher so eine große Vielfalt geboten wie in Berlin. Deshalb ist der Berliner Zoo auch ganz klar unsere Nummer Eins. Mit ca. 1600 Arten gilt der Zoologische Garten in Berlin als artenreichster Zoo der Welt. Darüber hinaus ist der 1844 eröffnete Tierpark zugleich der älteste Zoo Deutschlands. Das wird mit einem Besucheransturm von 3 Millionen Gästen pro Jahr honoriert. Obwohl der Zoo im Zweiten Weltkrieg stark zerstört wurde und nur wenige Tiere die Angriffe überlebten, konnte sich die Einrichtung schnell von diesem Rückschlag erholen. Zahlreiche Neubauten und Restaurationen stellten den Status Quo zeitnah wieder her. Heute ist der Berliner Zoo eine moderne Anlage mit weitläufigen Gehegen und vielen verspielten Details. Überall im Zoo sind beispielsweise Tierskulpturen aus Stein oder Bronze zu finden. Über die Weihnachtszeit verzückt der Zoo seine Besucher mit einer besonderen Überraschung. Am 24. und 25. Dezember finden spezielle Touren statt, die auf die Tiere der nördlichen Regionen ausgerichtet sind. Dann erfahren die Teilnehmer mehr über Wölfe, Rentiere, Robben und Co. Eine rechtzeitige Anmeldung wird empfohlen.

Aquarium am Berliner Zoo

Das Aquarium des Berliner Zoos

Highlights im Zoo: Das Aquarium Berlin gehört seit 1913 zum Berliner Zoo, kann aber auch separat besucht werden. Neben Süß- und Salzwasserfischen werden darin auch Amphibien, Reptilien und Insekten ausgestellt. Es gilt als eines der größten und artenreichsten Aquarien der Welt. Detailgetreue Landschafts- und Artenbecken wechseln sich mit großen Salzwasserbecken ab, in denen auch Haie herumschwimmen. Im Gorilla-Gehege kann man den Menschenaffen richtig nahe kommen und sie bei ihrer sozialen Interaktion beobachten. Die gefährdete Tierart kann sich im Berliner Zoo völlig unbekümmert bewegen. Nicht zuletzt durch Eisbär Knut erhielt der Zoo internationales Ansehen aufgrund seines Zuchterfolges. Auch nach Knuts Tod sind die Eisbären eine Besucherattraktion. Kaum weniger beliebt sind die Erdmännchen, die sich als drolliges Rudel in ihrem Gehege tummeln. Die putzigen Höhlenbewohner sorgen immer wieder für ein Lächeln auf den Gesichtern der Besucher.

Öffnungszeiten im Winter: November bis März von 09.00 – 17.00 Uhr.
Kontakt: www.zoo-berlin.de

Zoos der Zukunft und Tierschutz

Tiere bestimmen den Alltag vieler Menschen, sei es als Haustier, Nutzvieh oder Ähnliches. Sie sind kuschlig, niedlich, treu und anhänglich. In vielen Familien haben sie längst einen festen Platz eingenommen. Sie genießen unseren Schutz und unsere Zuneigung. Aber auch abseits von Hund und Katze faszinieren uns Tiere, besonders wenn wir sie in Deutschland eher selten zu Gesicht bekommen. Egal ob sie besonders groß, klein, sanft oder gefährlich sind. Wir möchten die fremdartigen Lebewesen besser kennenlernen und in ihrem Alltag beobachten. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, mal eben nach Afrika, Asien oder Australien zu reisen, um sich exotische Tiere aus nächster Nähe anzuschauen. Zudem werden viele Tierarten in ihren heimischen Gefilden immer seltener. Die Rodung der Regenwälder und die Jagd nach Trophäen bedrohen viele Lebewesen weltweit. Im heimischen Zoo kann man jedoch Elefant, Tiger, Eisbär oder Zebra noch persönlich entgegentreten. Hier wird ihnen ein sicheres, wenngleich nicht völlig selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Auch Tierschützer legen nach und nach ihre Bedenken gegenüber Zoos und Tierparks ab. Immer mehr Zoologische Gärten setzen auf nachhaltige Konzepte, große Gehege und eine möglichst artgerechte Haltung. Die Zeiten von kleinen Käfigen und mangelhafter Pflege sind längst vorbei. Viele zoologische Gärten tragen mit erfolgreichen Nachzuchten oftmals auch zum Erhalt gefährdeter Tierarten bei. Tiger, Eisbären und Nashörner sind nur wenige Beispiele von geglückten Nachzuchten innerhalb von Zoos im deutschsprachigen Raum. Gerade die Tierbabys locken zahlreiche Besucher an und gehören zweifelsohne zu den großen Publikumslieblingen. Alleine dafür lohnt sich der Zoobesuch. Die Arbeit der Tierpfleger und Züchter bedarf unser aller Unterstützung.